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Sonic Advance 3


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Sonic Advance 3Review vom 21.07.2004

Blickt man zurück, um eine Chronik der beliebtesten Jump and Runs zu erstellen, so wird man unweigerlich mit zwei Namen konfrontiert – Mario und Sonic. Während Nintendos Prestige-Klempner schon mit über einem halbem Dutzend GBA Spiele aufwartet, zeigt Sonic Nachholbedarf. Ob der mittlerweile dritte GBA Auftritt von SEGAs Stachelköpfen die hoch angesiedelten Erwartungen erfüllen kann, oder ob auch Sonic fehlbar ist? Lest unser Review!Es ist ein wohl immerwährender Konkurrenzkampf zwischen den beiden Maskottchen – beide Spielereihen gehören anerkanntermaßen zu den Begründern des komplexen Jump and Run Genres und sowohl Sonic als auch Mario haben den Videospielolymp bereits erklommen. Nicht zuletzt die konkurrierenden Fangemeinden sorgen allgegenwärtig für einen endlosen Kampf um die Alleinbeanspruchung des Jump and Run Throns. Jetzt, da SEGA der Annektion durch diverse Unternehmen entgehen konnte, steht es als autonomer 3rd Party Entwickler im Prinzip nicht mehr in direktem Vergleich zu Nintendo. Hinzu kommt also, dass SEGA und Nintendo eigentlich weder aus markttechnischer und noch viel weniger aus spielerischer Sicht vergleichbar sind. Die einzige Sparte, in der man einen relevanten Vergleich zwischen beiden Spiele ziehen könnte, wären die Absatzzahlen, die Spiele selbst sind jedoch grundverschieden, man muss eben das Spielprinzip des einen oder anderen favorisieren.
Auch im Zuge des dritten GBA Feldzugs von Sonic hat sich am Spielprinzip nichts geändert. Ihr rast durch aufwendige 2-D Konstruktionen, sammelt Ringe, besiegt Endgegner. Damit das Ganze dann nicht doch ein bisschen zu arg innovationslos daherkommt, hat man Sonic 3 ein spezielles Feature spendiert. Man kann sich ein Team aufbauen (Mitglieder sind die bekannten Charaktere des Sonic Universums) und ist an manchen Stellen gezwungen, mit dem einen oder anderen Teammitglied das Weiterkommen zu gewährleisten. Die Idee scheint ausgelutscht? Jain. Zwar kennt man derartige Features etwa von RPGs- im Jump and Run Genre betritt SEGA mit dieser Überlegung jedoch Neuland. In der Praxis geht alles erstaunlich gut von statten. Nach kurzer Eingewöhnungsphase (anfangs gibt’s beim einen Team nur Sonic und Tails (der Fuchs mit dem Propellerschwanz)) geht das ganze ordentlich von der Hand.
Nachdem ich mir also einen Speicherplatz angelegt habe, stürze ich mich auch gleich ins Spiel selbst. Die Levels sind verrückt wie eh und je, erfahrene Sonic Veteranen werden mit den Konstruktionen keine Probleme haben, Anfänger müssen sich Eingangs wohl eher an das hohe Spieltempo gewöhnen. Jeder der Charaktere (im Spielverlauf spielt ihr weitere frei) besitzt seine eigenen Special Moves und trägt somit zum Teamerfolg bei. Endgegner werden wie bekannt durch draufhüpfen erledigt. Des Weiteren gilt es die „Chaos“ zu suchen, die gut versteckt in den hintersten Winkeln einer Stage darauf warten, gefunden zu werden.

Grafik:
Aus grafischer Sicht hat sich gegenüber den beiden Vorgänger nicht viel geändert. Die Levels sind knallbunt, absolut stylisch und aus den gleichen Elementen aufgebaut, wie die Levels der Vorgänger. Die Charaktere sind nun ein kleines bisschen detaillierter modelliert, die Leuchteffekte und Lens Flares (wenn denn mal vorhanden) sind jetzt ein wenig aufwendiger als bei den Vorgängern – im Großen und Ganzen erwartet den Spieler aber exakt das gleiche optische Vergnügen, wie es bei Sonic 1 und 2 bereits der Fall war. Beeindruckend ist nach wie vor das irre schnelle Scrolling – wenn Sonic zu Hochtouren aufläuft, ist der Screen dennoch immer auf Höhe des rasenden Igels – wenn Sonic bei der immensen Geschwindigkeit einen Gegner rammt, stoppt der Screen so schnell von 388 km/h auf null, dass es einem jeden Physiker die Zehnnägel kräuselt.
Die Levelbauten und Hintergründe gehen absolut in Ordnung, wenngleich aus dem GBA noch ein bisschen mehr herauszuholen wäre.

Sound:
Der Sound hält sich ebenso an das Gesetz der Serie, wie es schon die Optik tat. Keine großartigen Änderungen in Sachen Stil – alte Titel wurden durch neue Titel der gleichen Musikrichtung ersetzt, das war’s auch schon. Die Musik passt aber immer wie die Faust aufs Auge, wenngleich hier keine Ohrwürmer à la Mario geboten werden. (Anm. der Redaktion: Wobei die Mario-Songs wohl niemals einen Videospieloscar für "Einfallsreichtum" gewinnen werden...)

Steuerung:
Sonic steuert sich präzise – mehr bräuchte man unter diesem Aspekt eigentlich nicht sagen. Natürlich muss man bei dem irren Tempo die Kontrolle über den Charakter behalten. Was Nintendos Kuschelklempner bei seinen vergleichsweise langsamen Auftritten schon in eine Eislaufgala verwandelt, sucht man bei Sonic vergeben. Wenn man anhalten möchte, dann hält Sonic an und schlittert nicht noch 20 Meter gen Abgrund. In jeder Situation hat man die volle Kontrolle über das Igelschnäuzchen. Wenn man nun doch mal in einen Feind rennt, dann ist es meist menschliches Versagen. Absolut unmöglich, dass man bei dem Speed so schnell reagiert…
Wo wir gerade beim Thema sind: Die Kollisionsabfrage ist übrigens auch klasse, kurzum: Sonic tut in Sekundenbruchteilen das, was man ihm per Buttonsmash aufträgt – so soll es sein.

Features
Endlich hat SEGA auch auf dem GBA einen MultiplayerModus installiert, wie man ihn einst von „Sonic&Knuckles“ in Kombination mit „Sonic 3“ auf dem Mega Drive kannte. Ein Spieler steuert den ersten Charakter, der andere Spieler den zweiten. Schade nur, dass für diese wirklich gute Idee (wenngleich sie nicht ganz neu ist…) mehrere Module benötigt werden..
Ich war von vornherein skeptisch, ob Sonic 3 seinen Vorgänger überbieten könnte und bin nun zum Schluss gekommen, dass er dies eingeschränkt tut. Die Rede ist vom Dauerspaß. Zwei Spiele, die sich soviel ähneln, unterscheiden sich auch nicht in Sachen Dauerspaß. Lediglich wer einen Freund mit’nem zusätzlichen S3 Modul zur Hand hat, den wird Sonic 3 lange, vielleicht sogar sehr lange fesseln. Das gemeinsame Durchstreichen der Levels ist einfach sehr gut umgesetzt und macht riesig Spaß. Wer besagten Freund nicht ausfindig machen kann, schaut erstmal in die Röhre – denn Sonic 3 unterscheidet sich von Sonic 2 spielspaßtechnisch absolut nicht.

Fazit:
Wer Innovation pur erwartet hat, wird wohl sehr enttäuscht sein. Sonic 3 ist wohl eher als „Update“ der 2er Version zu bezeichnen. Technische Unterschiede muss man mit der Lupe suchen, lediglich das neuerliche Teamplay ist eine gute Idee. Alle diejenigen, die einen Freund/eine Freundin mit GBA& Sonic3 Modul in ihrer Nähe haben, können sich den Kauf überlegen. Alle diejenigen, die bereits einen der beiden Vorgänger haben, kann man den Kauf fast nicht anraten, da zu wenig Neues geboten wird. Wer noch kein Sonic Spiel hat, aber eines möchte, dem ist zweifelsohne Sonic 3 anzuraten. Und Sonic Fanatiker? Ja, die greifen eh zu, ihnen ist nicht mehr zu helfen…



Christian Thol [N-Freak]



Vielen Dank an THQ für die freundliche Bereitstellung des Testmusters.

WERTUNG:
79%
Guter Sonic Teil, der leider mit Innovationen geizt Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Komplettlösung
Videos
  Steuerung sehr gut gelöst, sehr präzise!
  Features Battereriespeicher, MP Modus!!
  Grafik schnell, bunt, gut
  Sound nichts neues, dennoch gut
  Spielspaß Wo bleiben die Innovationen??!







Details
Spielname:
Sonic Advance 3

Publisher:
Sega

Genre:
Action Jump-N-Run

Release:
.. (erschienen)

Multiplayer:
ja

Screenshots:

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