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Glory Days - The Essence of War


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Glory Days - The Essence of WarReview vom 09.04.2005

Wir befinden uns mitten im Krieg. Der Präsident hat zum Angriff ausgerufen. Die Armee braucht mutige Piloten, die dem Feind Schaden zufügen und den eigenen Truppen Feuerschutz geben. Zum Glück ist Glory Days – The Essence of War nur ein Spiel, denn wie hätte die Flowerpower-Generation gesagt: Krieg ist schlecht, sehr schlecht. Make Love not War! Mehr dazu im Test.Begrüßt werden wir mit nettem, kriegstypischem Klang, der aus dem Lautsprecher des GBA schallt. Nach der Sprachauswahl (welche übrigens durch die Auswahl der jeweiligen Landesflaggen durchgeführt wird) tauchen auf dem Bildschirm die Namen diverser,eher unbekannter Entwickler (wie z.B. Neko) auf. Am Startbildschirm angekommen stehen dem Spieler vier Auswahlmöglichkeiten zur Verfügung: Kampagne, Mission, Code und Credits. Spontan wie wir sind drücken wir einfach „A“ und landen somit mitten am Anfang der Kampagne. Hier kann man wählen zwischen drei Schwierigkeitsgraden (Leicht, Normal, Experte). Neulingen empfehlen wir hier natürlich Leicht. Nach einigen Tipps steht eurer ersten Flugstunde als Kriegspilot nichts mehr im Wege!
Eure erste Mission startet ihr mit dem einfachsten der vier Fluggeräte, mit dem UH1D-Kampfhubschrauber. Zu Beginn steht ihr auf dem Startpunkt (Anm. d. Red.: Ach!?), dem sog. Heliport. Hierhin solltet ihr zurückkehren, wenn euer Vorrat an Raketen leer oder euer Hubschrauber beschädigt ist.

Das Spielgeschehen ist einfach: Jedes Team, blau und rot, hat eigene Truppen, die aus einfachen, sowie schweren Panzern, Missile-Tanks und Fußtrupps bestehen. Natürlich haben auch eure Gegner mindestens eine Flugeinheit pro Mission. Das gegnerische, rote Team startet immer von links und greift euch auch von dieser Richtung an. Ihr hingegen kommt folglich von rechts. Außerdem besitzt jedes Team einen eigenen Heliport und / oder eine Lande- und Startbahn für Kampfjets, auf welcher sich auch ein spezieller Port nur für Flugzeuge befindet, sowie einen großen, festen Bunker, der von den Gegnern nicht eingenommen werden kann. Neben diesen großen Bunkern gibt es auch weitere kleinere, die von beiden Teams durch Fußsoldaten eingenommen werden können. Je nach Anzahl der sich im Bunker befindlichen Soldaten richtet sich auch die Größe der Flagge auf der „Landkarte“ am oberen Bildschirmrand. Auf diesem Streifen Karte werden in der ersten Mission alle Truppen durch kleine, durch die Teamfarbe gekennzeichnete Punkte angezeigt. In den darauf folgenden Kapiteln werdet ihr hier nur noch eure eigenen Soldaten (Panzer, Fußsoldaten, …) bestaunen können, die gegnerischen Flugeinheiten werden, genau wie eure, jedoch immer angezeigt.

Gelingt es euch also, einen dieser Bunker via Fußsoldaten einzunehmen, müsst ihr diesen natürlich auch verteidigen! Anders als bei den feindlichen Fußtruppen, welche mit in den Bunkern befestigten MGs von euren Soldaten abgeknallt werden, sieht es bei den Panzern und Flugeinheiten aus, denn diese besitzen härtere Waffen, wie z.B. Raketen. Ein gezielter Schuss eines Helikopters und der von euch besetzte Bunker ist frei für die Feinde. Damit dies nicht zu häufig passiert, seid ihr ja da. Denn eure Aufgabe ist es, die gegnerischen Truppen auszulöschen. Ob Kampfjet oder Panzer – alles muss weg! Doch auch hier stellt sich euch ein weiteres Hindernis in den Weg, welches bei Advance Wars-Fans ein déjà vu-Erlebnis auslösen wird. Denn wie jeder weiß, sind der Alptraum aller Kriegspiloten die furchtbaren Missile-Tanks. Für alle Nichtwisser: Missile sind zielgesteuerte Raketen, die Fluggeräten, sei es Apache oder Düsenjet, erhebliche Schäden zufügen können. Leider kann man bei den schnellen Geschwindigkeiten eures Fluggeschöpfes diese Tanks nur sehr schwer erkennen, und somit heißt es meistens sehr schnell „BOOM!“. Doch hier haben sich die Entwickler etwas, wenn auch nur wenig nützliches, einfallen lassen: direkt nachdem eine solche Rakete abgeschossen wurde, ertönt ein kurzer Ton, der kennzeichnet, das Gefahr droht. Dieser Ton erscheint auch nur bei dem Abschuss einer Rakete, die es auf euch oder einen feindlichen Piloten abgesehen hat.

Sollte der Nachschub an Soldaten nicht reichen, könnt ihr selbst auch so ziemlich jede Einheit für schwer verdientes Geld kaufen. Diese wird dann von einem eurer Bunker aus starten und euch kämpferisch unterstützen. Eine weitere Hilfe sind die Spezialwaffen, wie eine von einer Rampe gestartete und von euch steuerbare Lenkrakete, oder die Luftangriffe „Big Wave“ und „Broken Arrow“. Durch Aktivieren von Big Wave bekommt ihr Unterstützung aus der Luft: ein Flugzeug, welches stark an ein Passagierflugzeug erinnert, wird auftauchen, und einige Soldaten per Fallschirm herausspringen lassen. Broken Arrow hingegen ist ein Luftangriff, bei dem Raketen auf einen feindlichen Bunker abgefeuert werden. Sobald eine Mission zu Ende ist, könnt ihr noch einige Informationen einsehen, wie z.B. wie viele Fußsoldaten ihr erledigt habt, oder wie viele eurer Piloten gestorben sind.

Einfach ein Spiel mit dem "Nur noch ein Level" Effekt.

Steuerung:
Bei der Steuerung wird zwischen Hubschrauber oder Flugzeug unterschieden. Die beiden Hubschrauber lenkt man mit dem Steuerkreuz. Fliegt man nach links oder, so neigt sich die Nase des Helis nach unten. Der Höhenunterschied wird mit den beiden anderen Tasten, oben und unten, gesteuert. Mit A könnt ihr mit der MG feuern, mit B könnt ihr eine Rakete abfeuern. In jedem Fluggerät finden 8 solcher Raketen Platz, sollte der Vorrat leer sein, begibt man sich einfach zurück zum entsprechenden Port und lädt nach. Die Munition eurer Maschinengewehre ist allerdings unbegrenzt, nur überhitzt sich die Waffe sehr schnell und ihr könnt nach einigen Sekunden Dauerfeuer nur langsam Schüsse hintereinander abfeuern. Solltet ihr mit einem Hubschrauber am Boden sein, so könnt ihr eigene Soldaten via A einladen und diese auf zwei Methoden wieder ausladen: Wenn ihr am Boden steht, drückt B, um diese direkt hinaus zu lassen. Befindet ihr euch in der Luft, so drückt R, und die Soldaten werden sich mit einem kurzen „Go“ per Fallschirm verabschieden. Genauso könnt ihr dies mit den Zivilisten tun. Wenn ihr die „blau-hemdigen“ Personen einladet, und auf eurer Base wieder ausladet, erhaltet ihr einige Boni und bei manchen Missionen sogar Spezialwaffen, solltet ihr eine bestimmte Anzahl an Zivilisten gerettet haben.
Die Steuerung bei den Flugzeugen sieht schon ein wenig anders aus. Die Waffen betätigt ihr genauso, allerdings werden hier Bomben anstatt Raketen abgeworfen. Das Ein- und Ausladen von Soldaten oder Zivilisten ist unmöglich. Auch das Lenken dieser Gruppe ist sehr viel schwieriger, denn euer Flugzeug muss, um Landen und Starten zu können, eine gewisse Geschwindigkeit haben. Außerdem könnt ihr nicht wie bei den Helis einfach in der Luft stehen bleiben, ihr müsst immer in Bewegung sein.

Grafik:
Anstatt ein mieses 3D-Flugspiel zu entwickeln, hat sich Neko für die 2D-Variante entschieden. Schön designte Levelhintergründe und Truppen geben dem Spiel den letzten Schliff. Man könnte Glory Days als ein 2D-Battlefield ansehen, zumindest, wenn man mal davon absieht, dass man bei Battlefield auch zu Fuß gehen kann.

Sound:
Im Hauptmenü des Spiels bekommen wir wie bereits zu Beginn erwähnte kriegstypische Musik zu hören, welche einfach gigantisch gut ist! Während den Missionen gibt es keine Musik, lediglich die Geräusche der Panzer und anderen Truppen brechen die Stille. Hier hätte man eventuell noch eine ein- und ausstellbare Hintergrundmusik einfügen können.

Features:
Einigen Lesern wird wahrscheinlich bereits bei dem Wort „Code“ das Herz in die Hose gerutscht sein. Richtig, auch bei Glory Days wurde gepfuscht und auf eine Speicherbatterie verzichtet. Passwörter sind angesagt! Da solltet ihr euch schnell mal Zettel und Stift bei Seite legen. Ein klitzekleines Trostpflaster sind die fünf Sprachauswahlmöglichkeiten, sowie die 16 Level. Besitzt man das Master-Passwort (welches ihr übrigens in unseren Cheats findet), so kann man auch den „Modern War“-Modus spielen und die 16 Level erneut mit neuen Lufteinheiten, z.B. dem Apache, durchspielen. Außerdem beinhaltet das Spiel vier Luftfahrzeuge: 52-Mustang, der F18-Kampfjet sowie ein Apache- und ein UH1D-Kampfhubschrauber. Ein weiteres nettes Feature sind die Tipps, die man beim Startbildschirm der jeweiligen Mission via R-Drücken erhält.

Fazit:
Trotz fehlender Speicherbatterie kann ich einfach nur sagen: Klasse! Ein hier eher unbekannter Entwickler hat es geschafft ein überraschend gutes Spiel für Nintendos GBA zu schaffen. Großer Umfang, nur leider ein bisschen wenig Abwechslung. Battlefield-Fans werden von diesem Spiel begeistert sein, selbst wenn sie hier nicht zu Fuß gehen können. Wem das Passwort-Dasein des Spiels nichts ausmacht, der sollte auf jeden Fall einen Kauf wagen!



Nicolas Reinhart [HickLick] für PlanetGameboy.de

Vielen Dank an die Borgmeier Agentur für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

WERTUNG:
84%
Sehr gutes Piloten-Kriegsspiel Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks (2)
Komplettlösung
Videos
  Steuerung Flugzeugsteuerung etwas schwierig
  Features Keine Speicherbatterie, 5 Sprachen, Levelhilfe
  Grafik Nettes Leveldesign
  Sound Musik in den Leveln hätte dem Ganzen die Krone aufgesetzt
  Spielspaß Spaßig aber etwas Abwechslungsarm







Details
Spielname:
Glory Days - The Essence of War

Publisher:
SG Diffusion

Genre:
Anderes

Release:
.. (erschienen)

Multiplayer:
nein

Screenshots:

ScreenViewer öffnen (8)

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