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Familie Feuerstein: Bedrock steht Kopf


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Familie Feuerstein: Bedrock steht KopfReview vom 25.07.2002

Flintstones meet the Flintstones
they're a modern stone age family

Der Titelsong zur Kultserie dürfte eigentlich jedem bekannt sein. Aus der Steinzeit der GBA-Games erreicht uns die passende Umsetzung zwar spät, aber hoffentlich rechtzeitig, um alle potentiellen Käufer dieses Machwerks zu warnen. Warum? Lest den Test:Wir schreiben das Jahr 1960. William Hanna und Joseph Barbera, die mit "Yogi Bär" bereits einen beachtlichen Comic-Erfolg feiern können, verkaufen ihre neueste Fernsehserie "The Flintstones" an den Sender ABC. Die Geschichte um den Verlierertypen Fred Flintstone (im Deutschen Feuerstein) und seine an Soap Operas angelegten Abenteuer in der Steinzeitwelt werden innerhalb kürzester Zeit zur erfolgreichsten Zeichentrick-Serie der Welt. Hanna-Barbera gelang das Kunststück, die Welt von heute in die der Steinzeit zu verlegen. Auch hierzulande stehen Freds Erlebnisse mit seinem Kumpel Barney hoch im Kurs. Da war es klar, dass irgendwann auch eine Game Boy Advance Umsetzung kommen musste.
Wie bei allen Spielen nach einer Zeichentrickserie ist man zuerst sehr skeptisch. Waren die Programmierer nur auf das schnelle Geld aus, oder präsentiert sich hier, wie z.B. bei Spiderman, ein verkanntes Kleinod? Die ersten paar Schritte in das Game lassen zumindest mehr erhoffen: Deutsche Sprache und ein Soundsystem von Factor 5 machen Hunger auf mehr! Im Titelbildschirm folgt jedoch die erste Ernüchterung: Bis auf Spielstart und Optionen (diese sind eher schlecht als recht) wird nichts geboten. Kein Passwort, kein garnichts. Der Tester denkt sich seinen Teil und startet das Abenteuer in Bedrock (im Deutschen dank Übersetzungsschwächen manchmal Steintal, Felsental oder sogar Grundsteinhausen genannt!). Comichafte Standbilder leiten die Story ein, die bei solchen Spielen jedoch meistens nicht von Belang ist: Der böse Dr. Sinister hat Barney entführt, damit sich Fred nicht in seine Experimente einmischt. Ihr müsst Barney befreien. Toll, ein Steinzeitmensch als Prinzessin Toadstool!
In typischer Jump´n Run-Manier hüpft ihr euch ab dieser Stelle durch die Level. Und schon beginnt das große Elend...

Bereits nach ein paar Schritten trifft man auf die ersten Gegner. Trifft ist das richtige Wort, denn dank eines wunderbaren (vorsicht, Ironie) Gameplays werdet ihr reihenweise von wildgewordenen Rasenmäherdinos, Flugdrachen, Spinnen und ähnlichem Getier angefallen, dass die Schwarte kracht. Das Leveldesign tut sein Übriges, um unfaire Stellen en masse zu produzieren. Zum Glück ist das Spiel jedoch ansonsten nicht sehr anspruchsvoll, so dass die 12 Level relativ schnell durchgespielt sind. Und das müssen sie auch sein, denn schließlich gibt es a) keine Continues b) kein Passwort und c) keine Speicherfunktion! Mein Testerherz fängt an zu bluten...
Das Leveldesign dieser Krücke unterbietet sogar noch die lausigen Levelchen von MIB. Stupides, langweiliges Rumgehüpfe paar sich mit Frust, wenn man dank fehlender Rücksetzpunkte am Ende des Levels zufällig stirbt und wieder von vorne anfangen darf... Das nervt.
Alle paar Level trifft man auf Dr. Sinister, den man mit ein paar gezielten Schlägen oder Bowlingkugeln aus dem Weg räumt. Nicht besonders anspruchsvoll. Ok, das Spiel ist für Kinder gedacht, aber: DIE HABEN AUCH EIN RECHT AUF GUTE SPIELE!
Einziger "Lichtblick" ist die Möglichkeit, Fred "aufzurüsten". Nach ein paar Leveln bekommt ihr den für J'n'Rs fast schon üblichen Doppelsprung sowie einen Handkantenschlag. Letzterer trägt den protzigen Namen "Karatekracher", würde aber einem Van Damme nur ein müdes Lächeln entlocken.

Das Handbuch, dass ihr auch als Lesezeichen verwenden könnt (für etwas anderes ist es wahrlich nicht zu gebrauchen) erklärt die grundlegenden Funktionen, ist aber nicht umbedingt notwendig. Mit B wird gesprungen, A löst die Waffen oder den Karatekracher aus und L/R und Select sind, wie so oft, nicht belegt.
Fred steuert sich relativ schwerfällig durch die Gegend, was bei seiner Figur fasst schon realistisch wirkt. Insgesamt weder Licht noch Schatten.

Grafisch sind die Flintstones anscheinend eine Game Boy Color-Umsetzung, die schnell auf den Game Boy Advance umgebaut wurde. Immerhin wirkt alles der Serie angepasst, die auch nicht umbedingt mit meisterlichen Zeichnungen protzen konnte. Dennoch: Der GBA kann mehr, als ein paar Farben darzustellen und immer wieder die selben Bauelemente der Level zu variieren.
Von den Animationen sollte man eigentlich gar nicht sprechen. Wir machen das trotzdem: Wenn man drei Bilder pro Figur sieht kann man schon fasst bei Wetten Dass...? mitmachen. Fred und die Dinos bewegen sich, als hätten sie in der Disco zuviel unter dem Stroboskop verbracht.

Der Sound ist so ziemlich das beste am ganzen Spiel. Zwar sind die Melodien lausig und nerven nach kürzester Zeit. Die Soundeffekte aus der Factor 5 Engine haben jedoch etwas für sich und zeigen einmal mehr, was der GBA drauf hat.

Features... He, es ist auf Deutsch! Sonst keine Features. Gute Nacht.

Fazit:
Völlig überflüssige Comic-Umsetzung, vor der die Menschheit eigentlich verschont werden sollte. PG.de stellt hiermit einen Antrag bei der Genfer Konvetion für Menschenrechte! Habt Erbarmen mit uns Spielern!!!


by chris (trunx)

Vielen Dank an Big Ben Interactive für die freundliche Bereitstellung des Testmusters.

WERTUNG:
25%
Yabadaba-hu? Bloß raus aus Bedrock! Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Komplettlösung
Videos
  Steuerung Nix Halbes und nix Ganzes
  Features Deutsche Sprache, sonst Ebbe
  Grafik GBC-Niveau, miese Animationen
  Sound Tolle Effekte, lahme Musik
  Spielspaß Kommt sowas überhaupt auf?







Details
Spielname:
Familie Feuerstein: Bedrock steht Kopf

Publisher:
Swing

Genre:
Jump-n-Run

Release:
.. (erschienen)

Multiplayer:
nein

Screenshots:

ScreenViewer öffnen (7)

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