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Ratatouille


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RatatouilleReview vom 03.11.2007

Spätestens seit dem „Kochduell“ im Fernsehen auf einem großen Sender rückt das Kochen an sich wieder einmal in einen appetitlichen Fokus. Also – was darf es heute sein? Lasierte Lerche? Geschmortes Nashorn, oder doch etwas ganz anderes? Wie wäre es mit „Ratatouille“? An und für sich eine gute Idee, wenn wir an dieser Stelle nicht ein kleines Problem hätten. Diesmal darf zwar nicht gegessen werden, dafür aber gezockt. Schon seit geraumer Zeit darf zum passenden Kinofilm eines nicht fehlen, nämlich der passende Lizenzmehrwert. Was es damit auf sich hat, kennt sicherlich jeder von uns – Lizenzversoftungen in allen nur erdenklichen Facetten und auf möglichst vielen, unterschiedlichen Systemen. Was Nintendos DS, Sonys PlaystationPortable und jetzt auch den altehrwürdigen GameBoy Advance trifft, hat auch unsere Redaktion getroffen. Und weil das so ist, geht es heute daran, die kleine GBA-Pappschachtel einmal etwas genauer auf das Korn zu nehmen. Wie steht es um die technisch labilste Umsetzung der recht ordentlichen DS-Version vom delikaten Rattenabenteuer?

Kochduell #3: Nostalgischer GBA-Zocker vs. Kochende Lizenz-Ratte
„Begleite Remy bei der Erkundung seiner neuen Umgebungen, einschließlich Mabels Bauernhof, die Straßen von Paris, der Kanalisation und dem „Chez Gusteau’s“. Suche in jedem Level nach den Zutaten für ein Kochen-Duell. Nutze dabei deine akrobatischen Fähigkeiten, während du in jedem Kaptiel körperliche Herausforderungen meisterst, Fallen umgehst und andere Gefahren überwindest“ – wenn man sich einmal diese Passage der eher extravaganten Art zu Gemüte führt, dann haben die Disney Pixar Studios für diesen komischen Text mehr den Knüppel über den Rücken, als den Löffel in den Mund verdient. Trotzdem: Diese Beschreibung ist Programm. So hebt sich das knubblige Modul in Sachen roter Faden von seinem PSP-Vertreter auf UMD schon recht deutlich ab - gleiches gilt auch für das Genre. So bekommt man es hier mit einem auf den ersten Blick klassisch anmutenden Jump’n Run zu tun, welches außerdem in einigen Szenen auch aus einer „Top Down“-Perspektive daherkommt. In erster Linie dürfen es dadurch zahlreiche Hüpf-, Spring-, und Krabbeleinlagen sein, welche über dies hinaus auch noch recht hübsch inszeniert und mit einem moderaten Schwierigkeitsgrad gesegnet sind. So darf sich Protagonist Remy durch zahlreiche Szenarien aus der Sicht einer kleinen, grauen Ratte hangeln. Dabei steht dem Spieler allerdings nicht unbegrenzt Zeit zur Verfügung, sondern ein vorgegebener Spielraum. Tatsächlich tickt zwar eine Uhr, aber mit gefundenen Uhren, welche in den einzelnen Abschnitten sehr oft vertreten sind, krankt das Spiel niemals an enormem Zeitdruck.

Von Zeit zu Zeit geht es auch gerne einmal in das eine oder andere dunkle Loch – ab dieser Stelle wechselt das Spiel in die Vogelansicht. Ein nettes Feature ist die Möglichkeit, den Geruchssinn von Remy zum Einsatz kommen zu lassen, um verborgene Gegenstände aufzuspüren. Hiervon lässt es sich gerne und oft Gebrauch machen, schließlich gibt es neben zahlreichen Goodies auch jeweils eine Spezialzutat pro Level, welche gefunden werden möchte, insofern man einen neuen Level betreten möchte. Großartige Überraschungen, Wendungen hinter den niedlichen Standbildern oder Extravagantes darf man insgesamt allerdings nicht erwarten – zumindest nicht in Sachen Gameplay. Auch der Umfang lässt zu Wünschen übrig. Dass dieser Faktor allerdings eine Generalskrankheit ist und sich durch sämtliche drei „Ratatouille“-Versoftungen zieht, ist aber mittlerweile so oder so bekannt.

Liebe Entwickler, wie lange gibt es den GBA schon? Dass dieser mittlerweile in den letzten Atemzügen liegt, ist allseits bekannt. Mindestens genau so bekannt ist der Fakt, dass ein Spiel keinen Passwortspeicher, sondern einen Batteriespeicher haben muss. „Ratatouille“ begeht hier genau diese Todsünde und verseucht mit einem Passwortspeicher einiges an möglichem Spielspaß. Über das wieso und warum mag man sich streiten, aber zu akzeptieren ist das bei aller Liebe zum Kochen nicht. Nachsitzen, bitte!

Steuerung:
Schon einmal eine kleine, niedliche Ratte gesteuert? Ein wenig blechern kommt das Ganze schon herüber, aber wenn man von der Tatsache absieht, dass das komplette Spiel eher für ein jüngeres Zockerpublikum konzipiert ist und aus diesem Grund das komplette Gameplay an sich in Sachen Schwierigkeit eher moderat ausfällt, dann fällt die „ein bisschen“ schwerfällige Steuerung nicht unbedingt bösartig ins Gewicht. So ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass die spielerischen Möglichkeiten ebenfalls ein wenig sparsam ausfallen, und dank dem netten Tutorial fällt das Buttonsmashing schon nach recht kurzer Zeit alles andere als schwer.

Grafik:
Lizenzspiele, Nintendos GameBoy Advance, nette Grafik – ein Widerspruch in sich? Teilweise schon. Wirklich warm werden kann man mit dem, was das rattige Vergnügen hier frisch auf dem Tisch auftischt, nicht. Zwar sehen die einzelnen Bewegungen und Abläufe von unser aller Lieblingsratte Remy auch auf dem GBA hübsch aus und brauchen sich nicht ernsthaft zu verstecken, dafür ist die Umgebungsgrafik und vor allem die Gestaltung recht steril und wirkt irgendwie ein wenig leer. Sehr schlecht ist all das nicht, aber bei weitem auch nicht gerade Oskarverdächtig.

Sound:
Großartige Wunder schallen dem geneigten Zocker hier aus den kleinen Lautsprechern nicht entgegen. Zwar zeigen sich Sounds und insbesondere die musikalische Kulisse an manchen Stellen recht keck, ab einem gewissen Zeitpunkt gehen selbige dann aber doch gefährlich auf den Wecker. Wie bei zahlreichen Spielen auch, heißt hier wieder einmal mehr die Devise – „Kopfhörer auf, und irgendetwas anderes gehört“. Somit schlägt man gleich zwei Fliegen mit einer Klappe; das Ohrenkrebsrisiko wird minimiert und man bleibt bei guter Laune.

Features und Besonderheiten:
Obligatorisch hat sich unter diesem Punkt auch ein wenig verborgen. So darf im Minispiel „Kochen“ im wahrsten Sinne des Wortes gebrutzelt werden, was das Zeug hält – natürlich nach einigen Kriterien und Raffinessen. Schön: Dieses Spielchen ist direkt an das Hauptspiel mit zahlreichen Zutaten verbunden, welche zunächst ausfindig gemacht werden müssen, um dann hier zum Einsatz zu kommen. Wie könnte es anders sein, darf es nach dem Kochen auch an das „Garnieren“-Minispiel erinnern - der simple Name ist hier Programm. Mehr bietet „Ratatouille“ an dieser Stelle zwar nicht, thematisch gesehen sind diese Extras allerdings mehr als stimmig. Als Creme de la Creme gibt es auch noch den mysteriösen Punkt „Bonus“, welcher an dieser Stelle allerdings mysteriös bleibt, aber trotzdem noch einiges verbirgt.

Fazit:
Wirklich schlecht ist das GBA-„Ratatouille“ trotz dem altmodischen Passwortspeicher nicht – zumindest im Anbetracht an die Zielgruppe, welche sich eindeutig eher an die Fans des Films, und insbesondere die jüngeren Zocker richtet. Mit typischen Schwächen in Grafik, Sound und Gameplay verdient Remy an dieser Stelle jedoch weder großartiges Lob noch andere Ehren, aber Spaß macht das Spiel aufgrund der skurrilen Szenarien aus der Sicht einer cleveren Ratte, welche über dies hinaus auch noch absolut süß in Szene gesetzt ist, schon. Unter dem Strich sollten allerdings nur wirklich Fans zugreifen. Falls die Möglichkeit besteht, empfiehlt sich außerdem eher die PlaystationPortable- oder DS-Version, und weniger die GameBoy-Fassung, wenn man denn die Wahlmöglichkeit hat. Für eine Rückkehr des GBA-Kastens aus dem Reich der verstorbenen Konsolen ist es nämlich eigentlich schon zu spät...



Entscheidet das Kochduell löffelschwingend für sich: Malte Latton für PlanetGameboy.de



Vielen Dank an THQ für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

WERTUNG:
64%
Unterm Strich ein nettes Hüpf-Spiel für Fans des Kinofilms. Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Komplettlösung
Videos
  Steuerung Geht gut von der Hand, hätte aber ruhig knackiger sein dürfen.
  Features Einige wenige Extras geben sich die Ehre.
  Grafik Recht fad. Nicht unbedingt eine der Stärken von „Ratatouille“.
  Sound Zwar nicht widerlich, aber so wirklich lecker auch nicht.
  Spielspaß Für das jüngere und einen GBA besitzendes Publikum, auf jeden Fall vorhanden.







Details
Spielname:
Ratatouille

Publisher:
THQ

Genre:
Jump-n-Run

Release:
.. (erschienen)

Multiplayer:


Screenshots:

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