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Avatar - Der Herr der Elemente


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Avatar - Der Herr der ElementeReview vom 18.04.2007

„Avatar – Der Herr der Elemente“ ist eine der neuen Animeserien im Fernsehen, die sich immer mehr durch eine stetig anwachsende Fangemeinde herauskristallisiert. Immer höher stieg die Beliebtheit des kleinen Luft-Adepten und es war nur eine Frage der Zeit, bis die Serienhelden auch als Videospiel vermarktet wurden. Ob es sich bei dem Game mal wieder um einen billig gemachten Lizenztitel handelt, oder man doch etwas mehr Arbeit investiert hat, erfahrt ihr in diesem Test.Avatar für Anfänger…
Für alle, die die Serie nicht kennen sollten, hier eine ganz kurze Einführung: In einem anderen Zeitalter verteilt sich die elementare Macht auf vier große Nationen, unterschieden in Wasser-, Erd-, sowie Feuer- und Luftnation. Das Volk jedes Stammes verfügt über die Fähigkeit, ihr jeweiliges Element manipulieren zu können und nur eine einzige Person kann sich die Kraft aller zunutze machen – der Avatar, welcher keine geringere Aufgabe übertragen bekommen hat, als den Weltfrieden aufrecht zu erhalten. Doch seit langer Zeit wurde schon keiner mehr auf dem Kontinenten der Phantasiewelt gesichtet und es schien aussichtslos, als die Feuernation einen globalen Krieg anzettelte, mit dem Ziel, die übrigen Völker auszulöschen. Gerade als sie im Begriff waren, die Weltherrschaft an sich zu reißen, machte die kleine Wasserbändigerin Katara und ihr Bruder Sokka im rechten Moment eine erstaunliche Entdeckung: Es gibt noch einen Avatar. Sein Name ist Aang, ein zwölfjähriger Luftbändiger, der in einem Eisberg eingeschlossen auf wundersame Weise 100 Jahre überlebte. Er soll die Ordnung der Welt wiederherstellen. Damit er aber diese Aufgabe bewältigen kann, muss er noch viel, über die vier Elemente und wie man sie manipuliert, lernen.

Im Spiel „Avatar – Der Herr der Elemente“ erlebt man ein eigenständiges, von den Geschehnissen der Fernsehserie weitgehend losgelöstes Abenteuer. Alles beginnt mit einem Überfall der Feuernation auf die Stadt in der Katara und Sokka leben. Bei der Abwehr dieses Angriffs wird Katara gefangen genommen. Davon veranlasst, ziehen Aang und Sokka los, Katara zu befreien. Während der Reise fällt recht schnell auf, dass sie sich nicht nur mit Truppen der Feuernation auseinander setzen müssen, sondern sich ihnen auch seltsame Maschinen in den Weg stellen. Was als Befreiungsaktion begann, endet als großes Abenteuer. Woher hat die Feuernation diese Waffensysteme und was plant sie? Diese und andere Fragen gilt es während des Spiels zu klären.

Neben der Hauptfigur Aang stehen einem noch Sokka und Katara zur Verfügung. Haru, der in der DS-Version des Spiels ebenfalls gesteuert werden konnte, wird beim Gameboy Advance-Ableger kein Teammitglied. Auch wenn Aang ein Avatar ist, soll nicht verschwiegen werden, dass er im Spiel nur das Luftbändigen beherrscht. Die Fülle an Spezialangriffen, wie beim DS, wird einem hier nicht geboten. Dies ist aber nicht schlimm, da das Spiel in eine völlig andere Richtung geht. Stand bei der DS Version mehr das Suchen und Kämpfen im Vordergrund, sind es hier die Rätsel. Denn eure Hauptaufgabe während des Spiels wird es sein, die Wege für eure Reisegruppe passierbar zu machen. Dabei gilt es Gräben zu überwinden, mit Stacheln gespickte Kisten zu beseitigen, scheinbar unerreichbare Schalter zu aktivieren, Flüsse zu überqueren und Türen zu öffnen.

Das Ganze läuft dann im Spiel etwa folgendermaßen ab: Man steht unten links. Rechts oben auf dem Bildschirm ist der Ausgang. Zu diesem führen zwei Wege. Ein direkter Weg, der durch ein Gitter versperrt wird und ein indirekter Weg über einen Zwischenraum. Allerdings wird der Eingang des Zwischenraums durch eine Wasserfontäne und der Ausgang durch eine wassergefüllte Holzkiste versperrt. Im Spalt befindet sich noch eine umgekippte Holzkiste, ein Lüftungsschacht und ein Schalter, vor dem Gitter des direkten Weges ebenfalls ein Lüftungsschacht. Was ist also zu tun? Man schnappt sich Katara, die Wasserbändigerin, denn sie ist die Einzige, die die Gabe besitzt, Wasser teilen zu können und geht mit ihr durch die Sprudelquelle. Im Zwischenraum schiebt man die umgekippte Holzkiste auf den Lüftungsschacht und stellt Katara auf den Schalter. Und siehe da, das Gitter des direkten Weges verschwindet zischend im Erdboden. Nun wechselt man auf Aang und lässt diesen in das andere Ende des Lüftungsschachts blasen. Durch den Luftstoß dreht sich die leere Kiste um. Aang und Sokka bringt man nun zum Ausgang und wechselt wieder zu Katara. Die nutzt nun eine weitere Gabe und füllt das Wasser aus dem Kasten, welcher den Weg versperrt, in einen leeren Behälter um. Damit wird das Gewicht der vorher wasserbefüllten Holzkiste so stark vermindert, das Katara diese wegschieben kann und so den Ausgang des Zwischenraums freimacht. Ab in den nächsten Raum und die ganze Prozedur kann wieder von vorne beginnen.

Leider besteht fast das gesamte Spiel aus solchen Kistenschiebereien und ist damit auf Dauer sehr monoton. Gekämpft wird, bis auf die drei Endgegner, also im Spiel recht wenig. Storytechnisch sind die PSP-, die DS- und die GBA-Version identisch. Man wird aber das Gefühl nicht los, dass die Geschichte auf dem Advance etwas gerafft wurde und man nach schon 6 Stunden überraschend dem Endgegner gegenübersteht.

Die gekürzte Story und die viel zu niedrige Spielzeit sind nicht die einzigen Indizien, dass die eingeplante Programmierzeit für den GBA-Ableger wohl etwas kürzer ausfiel, denn zwar kann man auch hier, wie in der DS Version, Heilkräuter sammeln, diese tauchen aber weder im Inventar auf, noch findet man in den Städten Märkte, wo man sie gebrauchen könnte. Selbst die Spielanleitung schweigt sich über Heilkräuter aus.

Gameplay:
Die Steuerung des Spiels ist einfach und übersichtlich gehalten und somit gibt es nichts groß zu meckern. Lediglich muss man aufpassen, dass um spitze Gegenstände oder Gegner ein etwas größerer Bogen zu machen ist, da die Teammitglieder einem einfach hinterherlaufen und auch kein Problem haben, sich wehzutun. Dies wäre ja an sich nicht so tragisch, wenn mit dem Ableben eines Kameraden nicht gleich die ganze Reisegruppe das Zeitliche segnen würde. Hier ist äußerste Vorsicht an der Tagesordnung.

Grafik:
Die Grafik des Spiels ist GBA-typisch und fällt weder positiv noch negativ auf. Bei den großen Endgegnern, die wirklich fast den gesamten Bildschirm ausfüllen, sind allerdings leichte Slowdowns zu verzeichnen, welche den Spielverlauf im gewissen Maße negativ beeinflussen.

Sound:
Das GBA-Spiel bietet hier etwas mehr Abwechslung als die DS-Fassung, ein echter Ohrwurm ist dennoch nicht dabei. Also auch hier Durchschnitt. Eine Sprachausgabe gibt es allerdings nicht und wirklich überzeugen konnte uns das Game auch an dieser Stelle nur in durchschnittlichem Maße.

Fazit:
„Avatar – Der Herr der Elemente“ hätte durchaus das Potential zu einem richtig guten Adventure gehabt. An manchen Stellen kann man sogar durchaus sagen, dass die Story mitreißen kann. Die durch die Linearität des Spiels bedingte kurze Spielzeit von circa 6 Stunden und die eher mittelmäßige musikalische Untermalung trüben den Spielspaß allerdings doch zu erheblich. Fans der Serie können trotzdem einen Blick wagen, jedoch wenn möglich auf die bessere DS-Version, denn auf dem Game Boy Advance wurden doch einige Faktoren schnöde herausgekürzt, welche dem DS-Spiel etwas mehr Hülle und Fülle gegeben haben. Warum wurden hingegen die RPG-ähnlichen Levelemente nicht ausgebaut und die Haupthandlung durch ein paar kleine Nebenhandlungen ergänzt? Das sind Fragen, welche wohl entscheidend zur mittelmäßigen Bewertung beigetragen haben.



WERTUNG:
60%
Typisches Lizenzspiel, nicht das Sahnehäubchen unter den GBA-Spielen. Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Komplettlösung
Videos
  Steuerung Gelungene Tastenbelegung ohne großer Mängel.
  Features Außer dem Hauptspiel keine Extras.
  Grafik Hier hat man schon eindeutig besseres gesehen, aber insgesamt akzeptabel.
  Sound Mäßige musikalische Untermalung, welche auf alle Fälle ausbaufähig wäre.
  Spielspaß Linearer Spielverlauf und sehr kurze Spielzeit trüben den Spielspaß ungemein.







Details
Spielname:
Avatar - Der Herr der Elemente

Publisher:
THQ

Genre:
Adventure

Release:
.. (erschienen)

Multiplayer:
nein

Screenshots:

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