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Crash Bandicoot XS


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Crash Bandicoot XSReview vom 03.04.2002

Nach Spyro der nächste PSone-Held, der einen Auftritt auf Nintendos Wunderkonsole absolviert. Wie gut sich Crash in fremden Gefilden schlägt und ob der GBA grafisch das Niveau seines Vorbilds erreicht zeigt unser Test:In den letzten Tagen überschüttet uns eine Flut an lang erwarteten Game Boy Advance Spielen. Neben Sonic, Tekken und Golden Sun kommt mit Crash Bandicoot der neueste Kracher. Wieder aus dem Haus der Tony Hawk-Macher Viscarious Visions verspricht die Umsetzung des ehemaligen Playstation-Maskottchens monstermäßigen Spielspaß. Worum zum Geier geht’s eigentlich?
Dr. Cortex, übelster Widersacher der Beutelratte Crash hat sich in den Kopf gesetzt, mal wieder die Weltherrschaft zu übernehmen. Angeleitet wird er dabei von einer mysteriösen Gestalt, die bis zum Schluss im Dunkeln bleibt und von dort aus die Fäden zieht. Cortex, seines Zeichens Wissenschaftler mit lockeren Schrauben, hat eine geniale Erfindung gemacht, die jeden Japaner vor Freude Luftsprünge machen lassen würde: Eine Schrumpfmaschine, mit der sogar unser blauer Planet auf Erbsengröße verkleinert werden kann. Tja, und das wird auch gemacht. Warum auch nicht, ist so eine Erde für die Westentasche bestimmt der Schrei auf Zeta Centauri. Hierzulande ist die Begeisterung natürlich nicht so groß. Um den Vorgang wieder rückgängig zu machen sind jedoch mehrere, über den Erdball verteilte Kristalle nötig. Crash Bandicoot, mit großer Erfahrung im "die Welt vor bösen Buben retten", macht sich auf den Weg durch 20 Level (+ 4 Endgegner), um Cortex ein für alle mal in die Schranken zu weisen.
Gleich zu Beginn präsentiert sich Crash Bandicoot XS als grafisch hochwertiges, komplett eingedeutschtes Jump ´n Run der Edelklasse. Mit einer Speicherbatterie kann man im so genannten "Zeitsprungraum" (die Levelauswahl) jederzeit den Spielstand speichern. Angezeigt wird dabei auch die Prozentzahl der bis dato erreichten Spielziele. Habt ihr das Game das erste Mal durchgespielt sind es ca. 34%. Doch erst mit 100% zeigt sich der finale Endgegner, dem ihr dann kräftig den Hintern versohlen müsst. Erreicht wird diese Zahl aber nur, wenn ihr nach dem ersten Durchspielen die Level a) in einer festen Zeit schafft und b) wirklich alle Kisten, Diamanten und Bonuslevel hinter euch gebracht habt. Keine leichte Aufgabe, vor allem die knapp bemessene Zeit lässt einen so manches Mal verzweifelt in die Kekskiste beißen. Man kommt jedoch nicht umhin, den Programmierern ein wenig Faulheit anzukreiden: Das Spiel mit den Prozentzahlen in die Länge zu ziehen ist nicht gerade die feinde englische Art. Vor allem nicht, da Crash Bandicoot XS recht leicht und schnell durchzuzocken ist. Erst in der letzten von fünf Welten kommt ein wenig mehr Schwierigkeit rein, ohne jedoch unfair zu werden. Mit ein wenig Übung und Übersicht bekommt man jeden noch so schweren Part gemeistert. Für Frust sorgt höchstens, dass ihr nach einem gegnerischen Treffer sofort das Zeitliche segnet. Nur ab und zu findet Crash in Kisten "Masken", welche ihn dann einen Gegner-Treffer überleben lassen. Habt ihr drei von ihnen unbeschadet gesammelt dürft ihr, in bester Mario-Manier, unbesiegbar durch die Level sprinten. Besonders gut gefallen hat uns, dass ihr, sollte eine Stelle mal zu viele Leben erfordern, eine Maske von Anfang an "geschenkt" bekommt. Das Programm merkt also, dass ihr an dieser Stelle Probleme habt und hilft darüber hinweg.
Der Levelaufbau ist gegenüber Perlen wie Wario 4 ein wenig uninspiriert. Mehr als verschiedene Kisten mit Grapefruit, TNT, Nitro, etc. gibt es nicht. Dafür sind diese recht nett angeordnet und spornen einen dazu an, auch wirklich jedes Stück Holz in den Spielabschnitten klein zu hauen. Dazu stehen euch verschiedene Angriffe zur Verfügung. Neben Wirbelattacke und Blutgrätsche, die Crash standardmäßig beherrscht, kommen nach jedem erlegten Oberboss neue Kombinationen dazu. Der Doppelsprung lässt euch weiter fliegen, eine längere Wirbelattacke kann auch als Schwebehilfe missbraucht werden. Diese neuen Fähigkeiten braucht ihr auch, um in früheren Leveln die Rekorde zu brechen und die letzten Kristalle zu finden.
Herausragend sind jedoch die mit Mode 7 gestalteten 3D-Level. In jeder Eiswelt findet ein Wettrennen mit einem wütenden Yeti statt, der euch hinterher läuft. Zäune, Robben und Kisten behindern euren weg, während ihr auf einer weißen Robbe vor dem wild gewordenen Urvieh davon hüpft. Des weiteren sind die eingebauten Fluglevel, in denen sich Scharen von Luftpiraten auf euch stürzen, grafisch wie auch spielerisch sehr gut gelungen und ermuntern einem zum wiederholten Spielen.

Grafisch ist Crash Bandicoot XS oberste Spitzenklasse! Die gerenderten Gegner, die detaillierten Level und besonders die Mode 7-Sequenzen stellen im Moment den Höhepunkt der GBA-Fähigkeiten dar. Selbst Wario muss hier passen. Man hat das Gefühl, einer Playstation im Handformat begegnet zu sein. Die Animationen von Crash, vor allem seine Sterbe-Szenen, sind liebevoll ausgearbeitet und reizen immer wieder zum Schmunzeln. Nur bei den Gegnern hat man ein wenig geschlampert und so hakeln sie sich doch etwas durch die schönen Level. Auch wird eindeutig zu wenig Abwechslung geboten. Ca. 6 verschiedene Ambiente, die sich auch noch alle verdammt ähnlich sehen, werden auf die Dauer leider etwas langweilig.
Bei der Steuerung nutzt man geschickt die Möglichkeiten der R-Taste. Schnell hat man sich auf die Bewegungen der Beutelratte eingestellt und beherrscht alte wie neue Fähigkeiten bald im Schlaf. Leider wurde auch hier nicht 100% sauber gearbeitet. Vor allem der Doppelsprung wird zur Geduldprobe, wenn Crash trotz gedrückter Taste in den Abgrund stürzt. Ja mein Gott, haben wir hier einen Lemming oder eine Beutelratte??

der Sound:
Da steppt der Urwald. Passende Kompositionen, zwei bis drei Digitalisierungen, da lacht das Herz des GBA-Besitzers. Hier gibt es mal nichts auszusetzen. Dezent platziert sich der Sound im Hintergrund und lässt einen kein einziges Mal genervt den Lautstärkeregler suchen.
Bei den Features hat man bei Crash auch nicht gespart. Zwar fehlt ein Zweispielermodus, jedoch könnt ihr über Link-Kabel die Spielstände tauschen und so die Rekorde eurer Freunde brechen. Batterie für die Savegames und deutsche Sprache runden das hübsche Gesamtbild ab. Nur die Levelanzahl... tja, die bricht leider mal wieder das Genick.

Fazit:
Crash Bandicoot XS ist ein toll aussehender, gut klingender, aber leider viel zu kurzer Jump ´n Run-Spaß für unterwegs. Hätten die Programmierer das "XS" im Namen nur nicht zu wörtlich genommen, Wario hätte um seine Krone bangen müssen. So bleibt alles beim alten und Crash muss sich mit ein paar Rängen drunter begnügen. Jump ´n Run-Fans sei der Titel jedoch wärmstens ans Herz gelegt. Und alle, die mal ihre Freunde verblüffen wollen in der Art: "he, mein GBA kann das Gleiche wie deine PSone" können auch beruhigt zugreifen. Crash ist auf jeden Fall eine Reise wert!


by Trunx

WERTUNG:
79%
Grafisch hochwertiges, jedoch zu kurzes Jump ´n Run Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks (3)
Komplettlösung
Videos
  Steuerung Gut gelöst, hakt jedoch manchmal
  Features Kein Multiplayer, aber Deutsch und Batterie
  Grafik PSone-Niveau, jedoch schwache Animationen der Gegner
  Sound Gute Kompositionen, nervt nie!
  Spielspaß Leider zu schnell durchgespielt, bis dahin aber klasse!







Details
Spielname:
Crash Bandicoot XS

Publisher:
Universal

Genre:
Action Jump-N-Run

Release:
.. (erschienen)

Multiplayer:
ja - savegame tausch

Screenshots:

ScreenViewer öffnen (8)

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