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Hello Kitty: Der Große Party-Spaß


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Hello Kitty: Der Große Party-SpaßReview vom 11.04.2006

Sie sind klein, verspielt, und total putzig: Babykätzchen. Alles was niedlich ist, ist meistens auch im Land der aufgehenden Sonne zu bekommen, so auch in unserem Fall. Die Rede ist von „Hello Kitty“, der kleinen, süßen Katze. Ursprünglich sollte die Zielgruppe nur kleine Mädchen einschließen, heutzutage gibt es Millionen von Merchandising-Artikel, von Wanduhren bis hin zu Gummibärchen im Hello Kitty-Stil, es gibt einfach alles. Kein bisschen verwunderlich ist es somit, dass es auch eine Videospielumsetzung gibt. Wir präsentieren euch heute „Hello Kitty – Der Große Party-Spaß“. Was für kleine Mädchen oder auch was für große Jungs? Oder gar nichts von beiden? Wir sagen’s euch!Nachdem wir unser Modul eingelegt und das Gerät angeschaltet haben, drehen wir den Lautstärkeregler voll auf, in der Hoffnung, endlich mal das Klischee, dass Lizenz-Titel schlechten Sound haben, widerlegen zu können – und werden enttäuscht. Aus den Lautsprechern des GBAs hallen grelle, kratzige Töne, so dass wir den Sound gleich mal abstellen. Da ist er auch schon, der Titelbildschirm. „Der große Party-Spaß“ – das klingt viel versprechend, denken wir uns und legen gleich los, denn es ist Partyzeit! Auf dem Bildschirm erscheint die liebe Kitty und ein Text wird eingeblendet, der uns erklärt, dass wir ihr helfen müssen, eine Party für zwei im Spielzimmer zu planen. Zudem wird uns bereits direkt am Anfang erklärt, dass wir eine Party mit einer Wertung von 55% oder mehr veranstalten müssen, falls dies nicht erreicht wird, bleibt die Spielerin in Level 1 und muss von vorne beginnen. Doch im Zimmer befindet sich noch jemand: Kittys Zwillingsschwester Mimmy, die einige Tipps für uns parat hat. Sobald wir sie ansprechen, können wir zwischen Etwas geben, Mimmy einladen und Tschüss sagen wählen. Natürlich wird Punkt 2 gewählt! Mimmy freut sich mächtig und ihre Stimmung steigt um 60%. Dank ihr weiß die Spielerin nun auch, dass sie ihre Gäste entweder durch Ansprechen oder durch das Verschenken von Einladungskarten auf ihre Party aufmerksam machen kann. Das Ganze findet statt, indem man sich an den Schreibtisch im Zimmer begibt, und A drückt. Sofern man sich erst einmal mit der Steuerung auseinander gesetzt hat (was in etwa vier bis fünf Minuten dauern wird), darf man starten. Dies alles stellt sich allerdings als sehr schwierig raus und außer einigen lustigen Äpfeln oder Schleifchen, kann man auch nichts auf die Einladungen setzen; schreiben kann man dank des Cursors auch vergessen. Von daher ist es sehr viel einfacher, die Leute einfach anzusprechen und sie zu fragen, ob sie zur Party kommen wollen. Trotzdem stellt das Einladungskarten-Schreiben ein nettes Feature dar.

Doch das Haus der Familie von Kitty ist noch sehr viel größer, weshalb man sich nach den ersten Schritten auch ins Erdgeschoss begeben sollte. Dort stößt man auf Kittys Vater, der leider nur zu 47% glücklich ist. Sobald Kitty ein wenig mit ihm geplaudert hat, steigt seine Stimmung um ganze 3%! Wow! Doch Infos hat er keine interessanten, lediglich, dass Opa mit der Zeit gehen sollte, er habe sogar Angst vor Computern. Nichts desto trotz erkundet die kleine Katze das weitere Haus und findet sich schon bald in der Küche bei Mami wieder. Hier gibt es zum ersten Mal etwas richtig Interessantes zu sehen: man kann Kuchen backen! Allerdings keine herkömmlichen Kuchen, wie sie der normale Zocker wohl kennt, nein, es handelt sich um Katzenkuchen! Nachdem sich das Kätzchen an den Herd begeben hat, darf es gleich anfangen: mit dem Steuerkreuz kann man sich auf einer der sechs Platten zurecht finden, mit einem Knopfdruck auf A wird entweder Teig auf die Platte gegeben, oder die Kuchen umgedreht, sobald sie fertig sind, oder komplett von der Platte genommen. Nachdem man also den Teig auf die Platte gegeben hat, muss man sich gedulden, bis das komplette runde Etwas (der „Kuchen“) eine andere Farbe angenommen hat, dann A drücken um es zu wenden. Das gleiche Spiel hier noch einmal, sobald das Kuchenstück die Farbe geändert hat, drückt man wieder A, um es zu entfernen. Dank der sechs Platten schafft es die geschickte Spielerin, bis zu 25 Kuchenstücke (oder 5 Kuchen, 5 Kuchenstücke entsprechen einem Kuchen) zu backen. Diese Kuchen(stücke) können später für die Party gewonnen werden – das ist doch schon mal etwas!

Von nun an gilt es, im restlichen Haus diverse Accessoires zu suchen, um die Party einen Hit werden zu lassen! Im ersten Level gibt es nur eine Oldie-Scheibe, eine Tischdecke und drei Ballon-Sets zu finden; diese liegen entweder im Haus verteilt, oder tauchen nach einer abgeschlossenen „Aufgabe“ (zum Beispiel Katzenkuchen backen) auf. Nachdem alles schön dekoriert ist und Kitty genug Kuchen besitzt, sollte sie sich ins Partyzimmer begeben und die Party steigen lassen. Dies geschieht, indem man sich vor die Tafel stellt, und einfach den A-Knopf drückt und loslegt. Sofort erscheint in der rechten oberen Ecke eine Zeitanzeige – im ersten Level hat man sage und schreibe 30 Sekunden Zeit für seine Party! Nein, nicht von 22 Uhr bis in die frühen Morgenstunden, 30 Sekunden! Man könnte das ganze „Blitz-Partys“ nennen.

In diesen 30 Sekunden muss nun also zum Plattenspieler gesprintet und die Schallplatte eingelegt werden. Da es sich um Oldies handelt, tanzt nur die eigene Mutter mit, die Schwester bleibt hingegen stocksteif stehen und wirkt gelangweilt. Dem kann man aber Abhilfe schaffen, indem man sie anspricht und ihr diverse Geschenke macht. Mimmy (Kittys Schwester) zum Beispiel liebt die Katzenkuchen ihrer Mutter. Pro gegebenen Katzenkuchen steigt ihre Stimmung um 10%, wohingegen sie bei anderen nur um 5% steigt oder sogar um bis zu 10% sinkt! Je nach Gast sollte man sich in den späteren Leveln informieren, was diese(r) (nicht) mag, so hat eine von Kittys Freundinnen zum Beispiel eine Milch-Allergie und der hauseigene Maulwurf hasst Katzenkuchen, usw.

Nachdem die erste Party erfolgreich gemeistert wurde, erscheint der Beglückwünschungs-Bildschirm und das Passwort für das nächste Level. Passwort? Ja, richtig gehört, allerdings haben wir es nicht mit sinnlosen Buchstaben- und Zahlenkombinationen à la „4PT5UXZ3“, sondern mit einfachen Wörtern wie „HOFPARTY“ oder „PICKNICK“ zu tun, welche man sich dann als Elternteil (oder Spielerin) auch mal leicht merken kann. In den späteren Leveln werden immer mehr Bereiche frei geschaltet und man kann von nun an in den Park und später sogar in die Stadt, usw. Im gesamten Gebiet gibt es viele Minispiele zu entdecken, für die man als Belohnung Accessoires (meistens Futteralien) für die Partys bekommt. Diese Minispiele lassen sich alle auch im Hauptmenü unter dem Punkt „Partyspiele“ auswählen und immer und immer wieder spielen. Insgesamt gibt es ein Dutzend und wenn man gerade mal keine Lust auf Party hat, kommen die Klone von bekannten Klassikern wie Pinball oder Tetris sehr gelegen.

Fazit:
„Hello Kitty“ stellt sich zu Beginn dank des grässlichen Sounds als Schocker im negativen Sinne heraus. Nachdem die ersten Kinderkrankheiten überwunden sind, bekommt der Zocker eine durchweg elegante und nicht zu rosa-farbene Darstellung geboten, an die man sich aber zu erst einmal gewöhnen muss. Die Steuerung ist akzeptabel und leicht zu meistern. Doch mir persönlich hat sich im Laufe des Spiels die Frage gestellt: Wie konnte das nur möglich sein? Wie kam dieses Spiel durch die FSK? Hat denn niemand an die Folgen gedacht? Wahrscheinlich sitzt Christiane M. aus München (Name frei erfunden, wir entschuldigen uns, falls es unter den Lesern wirklich eine Christiane M. aus München geben sollte) noch in 15 Jahren in ihrem Zimmer und kocht Tee für ihre Püppchen und backt Katzenkuchen. Zudem könnten einige Kinder verwirrt sein und sich nach zu langem Zocken in den Kindergarten begeben und auf die Frage „Wie geht’s dir?“ ein „55%“ erwarten. Vielleicht erwartet Christiane ja einen gelben Balken über dem Kopf ihrer besten Freundin und wundert sich dann, warum dieser nicht vorhanden ist. Neben diesen mehr oder minder schwerwiegenden Fehlern im Spiel kann „Hello Kitty – Der große Party-Spaß“ wegen des durchgehend eintönigen Spielprinzips nicht überzeugen. Selbst kleine Mädchen werden an diesem Spiel wenig Gefallen finden und sollten (wenn überhaupt) unbedingt Probespielen.



Nicolas Reinhart [HickLick] für PlanetGameboy.de



Vielen Dank an THQ für die freundliche Bereitstellung des Testmusters.

WERTUNG:
39%
Einen „großen“ Party-Spaß stellt dies gewiss nicht dar. Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Komplettlösung
Videos
  Steuerung machbar
  Features Minispiele!
  Grafik elegant
  Sound grausam
  Spielspaß zu eintönig







Details
Spielname:
Hello Kitty: Der Große Party-Spaß

Publisher:
THQ

Genre:
Anderes

Release:
.. (erschienen)

Multiplayer:
nein

Screenshots:

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