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Sims 2


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Sims 2Review vom 16.03.2006

Am vergangenen Sonntag war es wieder soweit, die wohl glamouröseste Nacht des Jahres wurde eingeläutet und die unzähligen Stars und Sternchen erhellten die Stadt der Engel in einen golden schimmernden Glanz. Zum 78. Mal fand die Verleihung des weltweit wichtigsten Filmpreises, des Oscars der „Academy of Motion Picture Arts and Sciences“ statt und wie bei jedem Mal durfte sich der gespannte Zuschauer die endlosen Dankesreden der Preisträger an „wichtige Beteiligte“ des Films anhören, die dem jeweiligen Darsteller wohl aber nur auf die ein oder andere Art Geld eingebracht haben. Trotzdem war es spannend wie jedes Mal, es gab Überraschungen, eine tolle Show mit viel Witz und nicht zuletzt die größte Promidichte der Welt. Was hat das mit dem heutigen Spiel zu tun? Weiter geht´s! Menschen überall auf dem Planeten, vorzugsweise Schauspieler, träumen davon, ein Mal in ihrem Leben dort nominiert oder ausgezeichnet zu werden. In den wenigsten Fällen kommt es dazu – aber warum? Man muss etwas erschaffen, das international besser ist als vergleichbare Werke oder Taten. Wer von seiner eigenen Talentlosigkeit weiß, aber dennoch gerne zumindest so tun möchte, als ob, kann dies in unserem folgenden Titel tun: Die Sims 2 von Electronic Arts.Die Packungsrückseite des Games verspricht schon einiges also nichts wie ran an die Buletten, Spiel ausgepackt, reingesteckt und angeschaltet. Wie immer geht es als erstes darum, einen neuen Charakter zu erstellen. Vom Namen über das Geschlecht, Hautfarbe, Frisur, Kleidung und den Grundeigenschaften der Figur hat man schon zu Beginn viele Variationsmöglichkeiten, dem virtuellen Spiegelbild eine Form zu geben – der Feinschliff erfolgt während des Spielverlaufs. Direkt im Anschluss daran wird man mit der Grundhandlung vertraut gemacht. Ähnlich dem Film „Die Truman Show“ spielt man auch in der GBA Version von „Die Sims 2“ in einer abgeschlossenen Welt bzw. Stadt, welche von unzähligen versteckten Kameras ausspioniert wird, um die Handlungen der verschiedenen Akteure auf Zelluloid zu bannen. Die Bewohner von Merkwürdighausen, so der vielsagende Name unserer Semi-Metropole, haben allerdings keinen blassen Schimmer von diesen Vorgängen. Die Aufgabe des Spielers und der Spielerin ist es nun, die Zuschauer vor die Bildschirme zu locken um dauerhaft den Erhalt der Reality-Show zu gewährleisten. G. Roßeklappe (welch ein Wortwitz…Ha Ha), der Mann im Mond- um bei dem Vergleich mit der Truman Show zu bleiben- (also Produzent und Regisseur der Sendung) gibt einem speziell am Anfang die ein oder anderen Überlebenstipps, schließlich soll die Einschaltquote so hoch wie möglich sein.

Der Spielablauf ist grundsätzlich in zwei große Bereiche unterteilt: Die Story und das virtuelle Leben, wobei letzteres deutlich zurücksteht und dadurch die „Die Sims 2“, genauso wie alle anderen GBA Teile, nicht mehr als reine Lebenssimulation gesehen werden kann, sondern eher in die Adventureschiene abdriftet. Das Herzstück des Games, der "Missionspart", ist in verschiedene Staffeln mit mehreren Folgen unterteilt. Nach einer kurzen Einführung in das jeweilige Drehbuch (die Geschichten handeln von Maulwurfvölkern, welche die Weltherrschaft an sich reißen wollen bis hin zu sich anbahnenden Atomkatastrophen…) geht es auch schon los. Schnell wird deutlich, dass es die Entwickler vielleicht zu realitätsgetreu gehalten haben, denn wie bei einem richtigen Drehbuch auch, gibt es hier im Spiel wenig bis keine Entscheidungs- und Abweichmöglichkeiten. Der Spieler bekommt eine Aufgabe und muss diese erfüllen. Hat er das erledigt, so schaltet sich ein weiteres Ziel frei usw. Meistens geht es darum Gegenstände zu finden oder mit ganz bestimmten Personen zu sprechen. Auf dieses Feature wurde besonders viel Wert gelegt. Möchte man mit einem der zahlreichen Bewohner interagieren, öffnet sich nachdem man diesen angesprochen hat ein Menü. Neben dem normalen, textbasierten Gespräch, kann man die Einstellung des Partners gegenüber der eigenen Persönlichkeit verändern, indem man entweder freundlich oder bedrohlich mit ihm spricht. Im Verlauf schalten sich weitere Auswahlmöglichkeiten frei. Wichtig in diesen Unterhaltungen ist es, den Kristall (eine Anzeige) seines Gegenüber durch gekonnt eingesetzte Witze oder ein unterhaltsames Gespräch zu füllen. Je öfter man diese Prozedur mit einem Charakter durchführt, umso schwerer wird es, ihn oder sie zu überzeugen. Nach einiger Zeit verbessern sich auch die eigenen Künste, jemanden um den Finger zu wickeln, wodurch es auf Dauer einfacher wird, Vertrauen zu gewinnen.

So verbringt man seinen Alltag, Missionen erledigen, Geld über Minispiele verdienen und wieder Missionen erfüllen. Ganz witzig ist die Tatsache, dass kurz vor dem großen Finale einer Episode, quasi als „Cliffhanger“ eine Werbepause eingebaut wird, in der wir ein bestimmtes Produkt wie beispielsweise einen Sportwagen bewerben müssen, indem wir mit ihm möglichst fehlerfrei um die Kurven eines Parcours flitzen. Hat man eine der Missionen vollständig abgeschlossen, trifft man erneut mit dem geheimnisvollen Strippenzieher im Hintergrund (der Raucher aus Akte X kommt einem da in den Sinn) zusammen und erhält eine Bewertung für die gerade abgedrehte Folge. Mit den Quotenpunkten können „verdrehte Handlungen“ gekauft werden, bestimmte Episoden schalten sich allerdings nur durch besondere Ereignisse frei, so muss man für eine Folge zwei GameBoy Advance Systeme miteinander verbinden.

Der andere Part des Spiels befasst sich natürlich mit dem gestalterischen Aspekt des Lebens. Gleich zu Beginn erhaltet ihr ein großes Haus und könnt dieses wie immer nach Belieben einrichten. Dabei stehen dem Spieler unzählige Gegenstände zur Verfügung, die im Trödelladen gekauft werden können. Ganz nett ist, dass es teilweise Aktionen gibt, zu deren Zeit die Ware um beispielsweise die Hälfte reduziert wird. Grundsätzlich ist hierbei alles wie immer. Der andere Punkt bei „Die Sims“ waren immer die unterschiedlichen Anzeigen für Hunger, Durst, Müdigkeit usw. Relativ schnell waren diese erschöpft und man tat nichts anderes als vom Klo in die Küche zu hüpfen, Essen zu machen und dieses über das Klo auf natürlichem Weg wieder hinauszubefördern. In „Die Sims 2“ gibt es nur noch einen großen Balken, der permanent angezeigt wird. Sollte sich mal ein Bedürfnis bemerkbar machen, so blinkt eine Denkblase aufdringlich über dem Kopf der Hauptperson, als wäre es ein Fall für die Ärzte aus „Emergency Room“, dabei kann man diese Kleinigkeiten getrost vernachlässigen. Wirklich gefährlich wird es nur, wenn man sich während der Gespräche blamiert, denn dann nimmt der kleine grüne Balken rasend schnell ab. Keine Sorge, man stirbt nicht, allerdings fällt man in Ohnmacht und wacht im Vorstandsbüro wieder auf.

Steuerung: Grundsätzlich ist zu sagen, dass die Steuerung des Spiels gut gelungen ist. Sie ist nicht überlastet und die einzelnen Funktionen sind gut auf den Tasten des GameBoy Advance verteilt. Sie gestaltet sich wie folgt: Das Steuerkreuz bewirkt ein langsames Gehen, in Kombination mit der B-Taste flitzt die Spielfigur über den Bildschirm. Multifunktionsbutton ist wie immer „A“. Mit „L“ kann man anderen Bewohnern zuwinken, während das Pendant „R“ ein Auswahl- bzw. Rotationsmenü aufruft, über das wichtige Gegenstände und Interaktionsmöglichkeiten ausgewählt und anschließend mit „A“ ausgeführt werden können. Die Menüs sind gut und übersichtlich aufgebaut, so dass man bei den vielen Einstellungsausflügen ohne Fingerkrämpfe weiterspielen kann. Leider bewegt sich die Hauptfigur nicht immer flüssig über den Bildschirm, wodurch die Steuerung an einigen Stellen etwas hakelig wird, wobei dies abhängig vom GameBoy Advance Modell unterschiedlich stark auffällt.

Grafik: Optisch ist „Die Sims 2“ durchweg gut gelungen. Sehr schöne Hintergründe, Animationen und Charaktermodelle, die aus einer isometrischen Perspektive heraus gezeigt werden, bieten dem geschundenen Spielerauge einiges. Sogar Veränderungen im Aussehen der Spielfigur sind erkennbar. Abwechslungsreiche Areale in Merkwürdighausen, wie Wüsten, Atomkraftwerke...verleihen dem Spiel, zusammen mit den vielen Details einen guten und passenden Gesamteindruck. Vor allem aber die Präsentation der einzelnen TV-Folgen ist sehr gut gelungen, die Entwickler haben es geschafft, das Gefühl einer Sendereihe durch nette Zwischensequenzen zu vermitteln.

Sound: Typische Sims-Klänge erwarten den Spieler gleich zu Beginn des Games und können mit ihrer Abwechslung und den situationsgerechten Einspielungen durchweg überzeugen. Es gibt eine Menge Sounddetails, welche während der vielen Missionen für eine gute und teilweise lustige Stimmung sorgen. Auch die kleinen Sprachsamples während der Dialoge sind recht witzig und für GBA Verhältnisse gut gelungen. Größere Unstimmigkeiten findet man hier nicht.

Features: Sehr positiv fallen die vielen Möglichkeiten des mittlerweile dritten Sims-Ablegers auf dem GBA auf. Die völlig offene und bereits zu Beginn frei erkundbare Stadt mit seinen Bewohnern und Details geben auch dem Spieler, der sich nicht unbedingt für die Story interessiert, sondern seine Priorität lieber auf das eigene Leben setzen will, die Möglichkeit, dies beinahe ungehindert zu tun. Die vielen Minigames sind abwechslungsreich (Karten- Knobel sowie Geschicklichkeitsspiele) und machen immer wieder Spaß- Glücklicherweise, denn sie tragen stark zum Gelderwerb bei und müssen dadurch oft wiederholt werden. Außerdem lockern die beeinflussbaren Gespräche, das „Vertrauenssystem“ und die missionsbasierte Spielmechanik das gewohnte Spielprinzip etwas auf. Die Dialoge sind teilweise recht lustig, manchmal ziehen sie sich allerdings etwas in die Länge. Ganz nett ist auch die Möglichkeit, mit Freunden über den Multiplayermodus des Spiels die freigeschalteten Minigames gegeneinander zu zocken. Das Sichern der Daten ist permanent möglich.

Fazit:
Die Sims 2 ist ein durchweg solides Spiel und trotz der Tatsache, dass sich an den Grundmechanismen im Vergleich zu den Vorgängern auf dem GBA wenig getan hat, bietet es durch die witzigen und teilweise abstrusen Geschichten der Missionen genügend Abwechslung, auch auf Dauer. Die tolle Präsentation in Kombination mit Grafik, Sound und den vielen Features, machen das Spiel auch zum wiederholten Mal interessant. Der Aspekt der Lebenssimulation ist leider etwas weiter, wenn nicht sogar zu weit in den Hintergrund geraten, bietet aber trotzdem viele Variationsmöglichkeiten, wenn es der Spieler wünscht. Wer damit nichts oder wenig am Hut hat, kann trotzdem einen Blick riskieren, denn die Missionen machen trotz ihrer Linearität eine Menge Spaß.



Marcus von Lüde (ProContraGamer) für PlanetGameboy.de



Vielen Dank an EA für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

WERTUNG:
80%
Lineares Abenteuer mit toller Präsentation – durchaus empfehlenswert. Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Komplettlösung
Videos
  Steuerung Leicht zu erlernen und unkompliziert, teilweise etwas hakelig.
  Features Minispiele, Multiplayer und eine vollkommen offene Stadt.
  Grafik Sehr schöne Umgebungsgrafiken und eine tolle Präsentation.
  Sound Typische Sims-Klänge und gute Sounds.
  Spielspaß Auch zwischendurch für ein paar Minuten geeignet.







Details
Spielname:
Sims 2

Publisher:
EA

Genre:
Anderes

Release:
.. (erschienen)

Multiplayer:


Screenshots:

ScreenViewer öffnen (6)

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