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Bratz Rock Angelz


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Bratz Rock AngelzReview vom 05.01.2006

Vor knapp zwei Jahren begab sich Bratz Doll zuversichtlich ins PlanetGameboy-Testlabor und was geschah? Gepeinigt und mit 33% abgestempelt, schlich sich Bratz Dolls durch die Hintertür und verschwand im Nirvana. Kein gutes Haar ließ der Härtetest am rosaroten Desaster. Aber wie auch, wenn das Spiel glatzköpfig auf die Welt kam? Nun steht der Nachfolger aka Bratz Rock Angelz in den Startlöchern. Die nächste Katastrophe oder Überraschungshit? Wir haben es getestet!Doch zuerst ein kurzer Einblick in die Story (Anm. der Red.: Ja, die gibt’s wirklich!). Die vier Freundinnen Chloe, Jade, Sasha und Yasmin verbringen jeden einzelnen Tag damit über Klamotten, Klamotten und hm, was war da denn noch? - achja über Klamotten zu reden. Doch dann scheint sich wenigstens eine um ihre Zukunft zu kümmern, denn Chloe bekommt eine Praktikumstelle in einer angesehenen Modefirma. Doch gleich der erste Arbeitstag wird zur Katastrophe. Zuerst wird die arme Chloe zum Putzen verbannt und dann sabotieren ihre zwei operierten Feindinnen ihre Arbeit, das zu ihrer fristlosen Entlassung führt. Doch lass den Kopf nicht hängen, denn in Bratz City ist alles möglich! Ohne lange zu feilen, eröffnen die vier Freundinnen ihr eigenes Bratz-Modemagazin. Und an dieser Stelle wurde endlich das Mysterium gelöst, warum sich die Mädels selbst "Bratz" nennen und sich somit beleidigen. Des Rätsels Lösung besteht darin, dass die zwei blonden, teuflischen und pinkgekleideten Feindinnen sie immer so genannt haben. Da zweifelt man doch wirklich an der Intelligenz der pubertierenden Mädels und hat somit den Beweis: Übermäßiges Shopping macht dumm! (Anm. der Red.: Hey, hör auf mit Schuhen zu werfen!)

Der Spielablauf besteht nun darin ein eigene Redaktion einzurichten, Kontakte zu knüpfen und (wer hätte das geahnt?) einzukaufen, bis der Geldbeutel weint. Ihr könnt immer mit einer der vier "Bratzen" durch die Gegend wandern und müsst anhand einer Checkliste Aufgaben erfüllen. Diese gestalten sich mehr als nur langweilig und wiederholen sich allzu oft. Jede Aufgabe ist meist mit einem Minispiel gespickt, dass es gilt erfolgreich zu absolvieren um an Geld zu kommen, dass dann wiederum in Fummel investiert wird. Die Minispiele bestehen aus Skateboardfahren, einem Snake-Klon, bei dem es gilt eine Perlenkette zusammenzusetzen und anderen KrimsKrams-Spielen, die die Welt nicht braucht.

Eure Reise führt euch außerdem nach London, das natürlich nicht wie London aussieht, sonder nur eine Shoppingmeile mit ein paar bekannten Sehenswürdigkeiten Londons darstellt. Auch hier geht es an erster Stelle darum "hippige" und "stylische" Schuhe, Kleider und Accessoires zu erstehen. Da fragt man sich wirklich nicht mehr, warum zehnjährige Mädchen durch die Straßen wandern und aussehen, als wären sie in einen großen, bunten Schminktopf gefallen.

Steuerung:
Simpler als Fahrradfahren, aber ungenauer, als ein Blinder beim Zielschießen. So lässt sich die Steuerung am besten beschreiben. Funktioniert das Laufen noch einigermaßen gut, versagt die Steuerung bei den Minigames umso mehr. Das eine Mal reagiert das Spiel einfach nicht auf Knopfdruck, beim anderen Mal überreagiert sie. Da vergeht einem der Spaß!

Grafik:
Hier kann Bratz Rock Angelz noch am meisten glänzen (na ja eher blinken!). Eine mehr oder weniger schöne isometrische Grafik, die mit kleinen Details positiv anzumerken ist. Auf Effekte muss man aber dennoch fast kompromisslos verzichten. Ein kleiner Bonus ist, dass man die Mädels mit den erworbenen Klamotten ankleiden kann. Für Fans der Serie bestimmt eine wahre Freude - für alle anderen Zocker nur ein nettes Beiwerk.

Sound:
Kann man bei der Grafik noch ein bisschen Positives herauskitzeln, geht die Laune beim Sound sofort runter und der Daumen zeigt nach unten. Piepsige Musik, die schon nach 10 Minuten auf die Nerven geht, spricht nicht gerade für die Wertung und resultiert in einer niedrigen Punktzahl im Faktor Sound.

Features:
Für Langzeitmotivation sorgt Bratz Rock Angelz schon einmal gar nicht! Neben dem Storymode, der sich schon nach circa vier Stunden verabschiedet, gibt es nur noch die Minigames, die man aber nachdem man sie schon im Storymode gesehen hat, nicht noch einmal ausprobieren möchte, da sie einfach stinklangweilig sind. Des weiteren gibt es noch eine Galerie, in der ihr eure Püppchen in verschiedenen Outfits "bewundern" könnt. Einen kleinen Bonus gibt es noch für die gute Speicherfunktion, mit der ihr euren Fortschritt jederzeit sichern könnt.

Fazit:
Vor zwei Jahren enttäuschte das erste Bratzspiel auf ganzer Linie. Ist der Nachfolger besser? An sich schon, da es einfach mehr zu tun gibt und der Storymode länger motiviert, als einfach nur eine Anhäufung debiler Minispiele. Dennoch bleibt ein übler und fader Nachgeschmack nach der Session mit den "Bratzen". Eine Kaufempfehlung kann man kaum aussprechen. Eher eine Warnung vor dem Kauf! Selbst große Fans sollten sich den Kauf überlegen. Für alle anderen gilt: Finger weg!



Paul Schütz [Juste Belmont] für PlanetGameboy.de



Vielen Dank an THQ für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

WERTUNG:
41%
Auch der zweite Bratz-Auftritt enttäuscht! Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Komplettlösung
Videos
  Steuerung Ungenau und lahm.
  Features Nett gemeinter Storymode + gute Speicherfunktion.
  Grafik Der beste Part des Spiels.
  Sound Pieps, Pieps, Pieps.
  Spielspaß Spielspaß, warum bist du nur so klein?







Details
Spielname:
Bratz Rock Angelz

Publisher:
THQ

Genre:
Rollenspiel

Release:
1-.-1.2005 (erschienen)

Multiplayer:
nein

Screenshots:

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