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Shrek: Super Slam


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Shrek: Super SlamReview vom 28.12.2005

Lizenz-Ausschlachtungen sind ja mittlerweile sehr bekannt und gelten als Tiefflieger, was die Spielewertungen angeht. Mittlerweile dürfte jeder Dreamworks-Fan mindestens einen der beiden Shrek-Titel entweder auf DVD oder im Kino gesehen haben dürfen. Passend hierzu erschienen damals auch die Umsetzungen für die damals aktuellen Konsolen, wie GBA oder PC. Trotz der Tatsache, dass Dreamworks den dritten Kinofilm erst für 2007 vorgesehen hat, hat sich Activision dran gemacht und einen weiteren Shrek Titel entwickelt. Inwiefern dürfen wir dem Anhängsel „Super Slam“ glauben? Macht Shrek seinem Namen (der stammt übrigens aus dem jiddischen und bedeutet so viel wie „Schrecken“) alle Ehre, oder bekommen wir es hier ausnahmsweise mal mit einer gelungenen Umsetzung zu tun? Lest selbst in unserer Review!Für alle, die Shrek nicht kennen, hier zuerst einmal die Story: Es war einmal vor vielen, vielen Jahren. Da kamen die kreativen Köpfe von Dreamworks auf die Idee, den Film „Shrek“ zu produzieren, der auf dem gleichnamigen Kinderbuch von William Steig basiert.. Bei diesem guten Stück handelt es sich um einen computer-animierten Film, der von einem Oger handelt. Einem Oger? Richtig, diese grünen Dinger, die jeder hasst. Doch halt! Das war nicht immer so! Vor vielen, vielen Jahren (noch viele, viele Jahre vor den vielen, vielen Jahren) gab es einmal eine ganz böse Hexe. Diese war sehr einsam und hatte keinerlei Freunde und versuchte deshalb, die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. Dies tat sie, in dem sie einen Zauberspruch aussprach, der bewirken sollte, dass alle Menschen Oger hassen – uns so geschah es. Von hier an hatte unser freundlicher Protagonist Shrek kein ruhiges Leben mehr, so zumindest könnte man denken. Shrek macht sich nichts draus, und siedelt in einen Sumpf um. Doch auch hier wird ihm das Leben zur Hölle gemacht. Der herrschende Lord Farquaad verbannt alle Fabelwesen aus Duloc in Shreks Sumpf-Reich. Dem grünen Kerl mit den komischen Ohren passt das natürlich gar nicht, und so schließt er mit Farquaad einen Kompromiss: die Fabelwesen (von Schneewittchen bis Pinocchio, von Rotkäppchen bis Peter Pan, wirklich alle sind dabei!) verschwinden wieder, sobald Shrek die schöne Prinzessin Fiona befreit. Aber auch die ganze Sache hat – wie könnte es anders sein – einen Haken. Der arrogante Lord Farquaad verschweigt Shrek, dass Fiona von einem Drachen bewacht wird. Außerdem erhofft er sich – sofern Shrek nicht stirbt – eine Vermählung mit der Prinzessin. Diese Mission muss er allerdings nicht allein bestreiten: ein lustiger Esel begleitet ihn auf seinem Weg zum Drachenschloss. Als Shrek sich in die Prinzessin verliebt, wird die ganze Sache nicht viel leichter. Bis dato weiß er noch nicht, was es mit Fiona so auf sich hat …

Beim Einschalten des Spiels wird der Spieler positiv überrascht: das Hauptmenü sieht um Welten besser aus als der Pixxel-Haufen, welcher bei der DS-Version in Erscheinung tritt! Auch in der GBA-Version haben wir die Wahl zwischen Solo, Multi, Bonus und Daten. Die Modes sind – wie könnte es auch anders sein – der DS-Version alle sehr ähnlich. Hinter dem Schild „Daten“ versteckt sich die Datenlöschung, sowie die Optionsauswahl, in der festgelegt werden kann, wie laut die Musik und die Effekte sind, wie hell die Prügelsessions dargestellt werden sollen, und mit welcher Sprache man zocken möchte. Da wir (vermutlich) keinen weiteren Spieler haben, stürzen wir uns also zuerst in den Solo-Mode, genauer gesagt zum Story-Teil. Das altbekannte Bild erscheint – die Freunde sitzen gemütlich am Tisch bei einer Runde Karten, als plötzlich die Dresel (die Kinder des Esels und des Drachen) erscheinen und für Unruhe sorgen, da sie nicht schlafen können. Und so kommt es, dass einer der sechs Freunde sich um die kleinen (wohlgemerkt sehr eckigen) fliegenden Esel kümmern muss, und ihnen eine Geschichte erzählt.

Hierbei erscheinen zuerst je nach Charakter einige, sehr unschöne Standbilder des Geschehens, bis man selbst prügeln darf. Diese Bilder sind übrigens exakt die gleichen wie auf dem DS, allerdings nicht einmal GBA-Niveau. Zurück zum Kampf: auf den ersten Blick fällt bereits auf, dass es sich hierbei um ein Prügelspiel handelt, aber nicht um eines, in dem man prügeln darf, sondern in dem man bereits durch den bloßen Anblick verprügelt wird. Zum Glück hat man hierbei allerdings auf eine 3D-Optik verzichtet, wer weiß, vielleicht würde das ganze dann noch schlechter aussehen. Sinnloses Rumgehopse und –gepupse von Shrek, sofern man B drückt, sorgen vielleicht für wenige Sekunden Spaß, der verschwindet aber schneller, als er gekommen ist. Sobald man die „Story“ des Charakters durchgespielt hat, folgen ein weiteres Mal grässliche Standbilder und man findet sich anschließend im Hauptmenü wieder. Im Nahkampf-Modus sieht es da nicht anders aus. Der einzige Unterschied: man kann mit mehreren Charakteren daddeln. Neben den sechs bereits zu Beginn verfügbaren gibt es noch vier weitere, die im Laufe des Spielfortschrittes freigespielt werden, und von Pinnochio bis Böse Hexe gehen. Hat man sich also entschlossen, welchen Charakter man zum Verprügeln nehmen will, darf man noch die Karte wählen, und Einstellungen wie die Spielzeitdauer oder die Art des Kampfes (Super Slam, Slam auf Zeit, usw.). Hinter dem Schild „Mega-Challenge“ verbirgt sich wie schon bei der DS-Version der Minispiel-Mode, welcher allerdings etwas abgewandelt wurde. Großteil dieser Minispiele besteht daraus, Gegner XY mit Protagonist Z in Zeit T so viele Super Slams zu verpassen, wie möglich. Ein „Super Slam“ ist dann erreicht, wenn die Punkteanzeige eines Helden voll ist, und dieser einem Gegner noch einen letzten Schlag verpasst. Um diese Anzeige zu füllen, bzw. den Gegnern Schaden zuzufügen, stehen dem Spieler jede Menge Items zur Verfügung, die einem aber meist von einem fiesen Gegner aus der Hand gerissen werden, und es so nur ganz selten zum Einsatz dieser kommt.

Von der Steuerung her kann das Spiel eigentlich ganz gut glänzen. Die Tastenkombinationen sind standardmäßig belegt, und so prügelt man mit A und B, nimmt Items mit den Schultertasten und nutzt das Steuerkreuz, um sich in die Himmelsrichtungen zu bewegen. Etwas unglücklich gewählt ist hierbei allerdings die Wahl der Taste, mit der man in die Lüfte springt: Steuerkreuz nach oben. Wie jeder Zocker weiß, ist es recht schwer, zwei Steuerkreuztasten gleichzeitig zu drücken, und so findet sich jeder mit etwas größeren Händen bereits binnen kürzester Zeit in einem Gewusel, aus dem er nicht mehr herauskommt, und unter Krämpfen leidend auf dem Boden gekrümmt. An und für sich gibt es im Bereich Steuerung nicht all zu sehr zu meckern (zumindest nicht so viel, wie in den anderen Bereichen).

Grafisch ist das Spiel eindeutig eine der Top Bruchlandungen, was das bisher auf dem GBA gesehene anbelangt. Allein die Story-„Intros“ dürften bei so manchem Kind heftigsten Augenkrebs verursachen. Auch im restlichen Spiel macht die 2D-Grafik kaum etwas her. Sinnloses von links nach rechts und von oben nach unten Prügeln bringt natürlich auch so einige Fehler mit sich. Oftmals verirrt man sich und verliert die komplette Orientierung, was nicht zuletzt dadurch entsteht, dass man seine Gegner nur mit Ziffern, welche in die Richtung zeigen, in der sich der jeweilige Charakter zu dem Zeitpunkt befindet, angezeigt bekommt, und man somit meistens im Gewusel aus drei auf einen eindreschenden Kerlen unterkommt. Einziger Pluspunkt in dieser Kategorie: das Menü sieht toller aus als beim DS, wow!

Wer ein wenig Erfahrung hat, was das erkennen von guten Spielen angeht, weiß, dass es auch auf die Melodie, bzw. den Soundtrack ankommt, denn nicht zuletzt sind auch Filme mit großartiger Musik großartige Filme. Das ganze gilt natürlich auch für Videospiele. Ja, was schmachteten wir vor unserem Bildschirm, als die kleinen Figürchen aus Final Fantasy Tactics zu Klängen wie von Engelschören Schneebälle warfen, welch Gänsehaut umgab uns, als Lyn auf Elliwood traf, ja, was waren das für Zeiten .. doch zurück zur Realität: wer gedacht hat, der Sound sei gelungen, der hat sich getäuscht – hier kommt man wirklich kaum etwas geboten, wirrwarres, eintönige Melodien, wie bei der DS-Version auch schon die bekannten pseudo 007-Melodien, und selbst die Originale sind besser (und das sagt ein Bond-Hasser!). Mies!

Wenigstens in punkto Features kann dieser Lizenz-Prügler endlich mal ein wenig (!) glänzen. Ganze sechs Sprachen (darunter natürlich auch Deutsch), diverse Boni, wie das Freischalten neuer Charaktere, für was man die „dicken Brummer“ (eine Art Währung) benötigt, alle Melodien (wie spannend ..), und einige „Filme“: die eckigen Bilder vom Story-Anfang. Sehr lobenswert ist die Unterstützung des aus den Pokémon Titeln Feuerrot und Blattgrün bekannten Wireless Adapter für den GBA. Mitgeliefert wird dieser allerdings nicht, und ob man einen Mitspieler findet, der dieses Spiel hat, ist auch mehr als fraglich – aber wenigstens wurde daran gedacht. Wenn man noch die DS-Version besitzt (ist das überhaupt möglich?), kann man auch einige Boni freischalten. Ansonsten hat Shrek Super Slam leider nichts zu bieten in Sachen Besonderheiten.

Fazit:
Shrek Super Slam ist Sondermüll der Extra-klasse. Das geht, fragt ihr euch jetzt? Ja, aber sicher, es gibt zwar wenige Titel, aber es gibt sie. Kaum ein Spiel, das ich dieses Jahr gespielt habe, hat mich so aufgeregt, wie Shrek. Das sinnlose Rechts-Links Geprügele macht null Spaß, der kommt übrigens gar nicht erst auf, und somit kann er auch nach keiner Zeit abflauen. Hier gilt: Finger weg von diesem Titel! Wer ihn unter dem Weihnachtsbaum gelegt bekommen hat, hat mein tiefstes Mitgefühl. Alle anderen, die mit dem Gedanken gespielt haben, sich den Titel zu holen – vergesst den Gedanken, wirklich! Vielen Dank für die Aufmerksamkeit.



Nicolas Reinhart [HickLick] für PlanetGameboy.de



Vielen Dank an Activision für die freundliche Bereitstellung des Testmusters.

WERTUNG:
38%
Finger weg von diesem Titel! Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Komplettlösung
Videos
  Steuerung akzeptabel, aber mittelmaß
  Features Wenigstens hier gibt’s etwas.
  Grafik wüüürgh!
  Sound selbst Bond höchstpersönlich klingt besser
  Spielspaß Nix da Spielspaß.







Details
Spielname:
Shrek: Super Slam

Publisher:
Activision

Genre:
Anderes

Release:
.. (erschienen)

Multiplayer:
ja / jeder ein Modul

Screenshots:

ScreenViewer öffnen (8)

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