PlanetSwitch Planet3DS PlanetVita PSP.de PlanetiPhone Classics Forum

PGN-ID:[?] (Nicht eingeloggt)
Login
Registrieren
PlanetDS PlanetGameboy N-Page.de

Gunstar - Future Heroes


  • Testbericht
  • Bilder (8)
  • News & Videos (10)
  • User (8)
  • Spiel Kaufen
Gunstar - Future HeroesReview vom 01.12.2005

Shooter auf dem GBA? Wer die mittlerweile älteste Handheldhardware der derzeitigen Generation in Händen hält, wird wohl nicht im Entferntesten technisch aufwendige Spiele erwarten. 3-D ist die Ausnahme und auch sonst zeichnete sich der Nintendo-Winzling in den letzten Jahren meist eher durch besonnenes Gameplay denn durch aufwendige Technikfeuerwerke aus. Wenn ein Spiel jedoch beide Aspekte verbinden konnte, kam dabei meist ein furioses Action-Feuerwerk oberster Güteklasse zustande – zuletzt eindrucksvoll bewiesen durch „Iridion II“. Mit Gunstar: Future Heroes beglückt uns ein weiterer Edelshooter am Rande des GBA-Zenits. Nicht umsonst heimste der namentlich so unscheinbare Shooter den e3-Award „Best of e3“ ein – Gunstar ist feinster Mumbo-Jumbo, ein Action-Feuerwerk in Reinkultur – an die Waffen, fertig, los! Lässt man sich nicht von der Banalität der Storyline (wenn man die fade Story überhaupt als solche bezeichnen möchte) nicht beeinflussen, so bekommt man einen exzellenten Shooter vorgesetzt. Die bösen Gegner versuchen nämlich den mächtigen Kristall zu benutzen, welcher den verheerenden Gott des Ruins wiederbeleben würde – euer Untergang! Dies gilt es natürlich zu verhindern! Zuerst schlagt ihr euch durch die Sprachwahl und schenkt Red oder Blue (die beiden einfallsreichen Namen der Protagonisten) eure Gunst.
Animebasierende Standbilder erzählen nun vor dem Spiel die Grundzüge der Story und treiben diese im Spielverlauf mittels simpler Texttafeln auch voran. Optionsvielfalt bietet das Spiel hierbei tragischerweise ebenso wenig wie eine Scheibe Salami auf der Käseplatte. Doch dieser Aspekt tangiert den geneigten Shooterfan eher peripher. Das Spiel hat einen internen Speicher und eine Highscore Tabelle - pro Level – und das reicht vollkommen zum Shooter Glück.

Der Umfang alleine fällt dabei leider eher spärlich aus. Sechs Welten bescheren euch ein eher kurzes Spielvergnügen. Zwar gestalten sich diese sechs Level abwechslungsreicher denn je – lange dauert es jedoch nicht, bis der Abspann über den Screen flimmert. Macht aber nix. Da das Spiel einem Rausch der Sinne gleicht (die GBA Hardware bewegt sich offensichtlich am Rande ihres Möglichen) und zudem einen Batteriespeicher offeriert, geht dieses Manko vollkommen in Ordnung und nur geringfügig zu Lasten der Gesamtwertung.

Das fertige Spiel gibt sich als effektgeladener Höhepunkt – die Action reißt während der gesamten Spielzeit nicht ab – im Gegenteil: Gegen Endes des Spiels schieb Gunstar noch eine ordentlich Schippe Kohle ins lodernde Spielspaßfeuer. Die Ideen der Entwickler sind dabei so haarsträubend wie genial. Neben den klassischen 2-D Passagen erwarten euch auch Hubschraubereinsätze aus der Vogelperspektive, Verfolgungsjagden im Crash-Bandicoot-Stil und weitere geniale Ideen im Levelaufbau, die in einem furiosen Finish gipfeln.

Grafisch gesehen spielt „Gunstar“ in der GBA Oberklasse. Die Edeloptik zeichnet sich nicht etwa durch pompöse 3-D Effekte aus, sondern durch die solideste 2-D Optik seit DK Country auf dem SNES. Eines vorweg: Bei allem, was ich in den folgenden Zeilen aufzähle, läuft die Framerate flüssiger als Freibier beim Fassanstich! Wenn euer Protagonist durch die schön gezeichneten Welten stiefelt, wird ein Effektfeuerwerk abgebrannt, das jedem Pyrotechniker die Tränen in die Augen treibt. Wahre Gallonenmengen an Gegnern versuchen euch das Leben schwer zu machen – und wie! Raketenfeuer, MG-Feuer und Explosionen in jeder Bildschirmecke! Und das bei einem Gegneraufkommen von teilweise 10 (auch bildschirmfüllenden) Widersachern gleichzeitig! Hinzu kommen die famosen Animationen des Protagonisten, wenn er einmal mehr durch die Luft wirbelt und mit seiner Strahlenkanone alles aus dem Bild fegt, was auch nur den Anschein eines Gegners hat. So etwas wünscht man sich doch auch manchmal auf der Autobahn - wer kennt das Gefühl nicht. Die Optik läuft dabei konstant flüssig und demonstriert mit einer nie da gewesenen Effektfülle, wozu der GBA imstande ist. Wenn irgendwo ein „Oho“ Effekt angebracht ist, dann hier! Einziger Kritikpunkt (weswegen ich die Optik auch nicht mit der vollen Punktzahl bewerte), sind die (ganz selten!) abwechslungsarmen Hintergründe! Ansonsten zücke ich meinen Hut, eine so schnell scrollende, effektreiche und geniale Engine sucht seines gleichen!

Ähnlich steht es mit dem Sound. Wieder hält sich das Spiel weit abseits traditionell-stationärer Aspekte wie der Sprachausgabe und ähnlichem Geplänkel. Der für GBA-Verhältnisse geradezu umhauende orchestrale Soundtrack untermalt das Actiongeschehen dermaßen gut, dass die Stereo-Headphones zum obligatorischen Utensil avancieren. Jeder Effekt und jede Musikuntermalung scheint ideal auf das Geschehen abgestimmt – so etwas kennt man üblicherweise nur von Zelda. Gunstar gibt den Ton an – unglaublich!

Bis hierhin klingt eigentlich alles nach einem Toptitel – wie oft mussten wir jedoch feststellen, dass eine gute technische Seite die Kehrseite der Medaille vertuschen sollte. Im Falle von Gunstar ist dies jedoch zum Glück nicht der Fall. Das Spiel steuert sich ebenso gut wie es aussieht! Selbst die wenigen GBA Buttons wurden (sehr sinnvoll) mehrfach belegt und schon nach wenigen Minuten habt ihr die Steuerung intuitiv erlernt. Damit das ganze nicht in reines Button-Shmashing ausartet, hat man eine Hand voll sinnvoller Combos integriert, welche jedoch nach Tastenkombinationen dürsten – davon abgesehen ist das Gameplay dermaßen anspruchsvoll gestaltet, dass Buttonsmasher Spaß an der Freude haben, jedoch keine unsäglichen Highscores erzielen werden können.

Fazit:
Wow. Wer hätte gedacht, dass ein Shooter zur GBA-Endzeit-Ära noch einmal in diesem Maße für Trubel sorgen kann wie es Gunstar tut. Das bombastische Effektfeuerwerk lässt euch mit unsäglichem Staunen vor dem kleinen Flimmerkasten sitzen, das Gameplay zieht euch in den Bann. Treasure hat wahrlich ganze Arbeit geleistet und offeriert euch ein über weite Strecken begeisterndes Shootererlebnis!
Einziger Kritikpunkt ist der etwas magere Umfang – der Replay Wert dieses Spiel macht diesen jedoch bei Weitem wett. Wenn ein GBA Titel je den Titel „Best of E3“ verdient hat, dann kann ich diesen Award bei „Gunstar“ nur doppelt und dreifach unterstreichen! Hut ab – Gunstar ist Shooter-Ekstase in Reinkultur!



Christian Thol für PlanetGameboy.de



Herzlichen Dank an THQ/SEGA für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

WERTUNG:
86%
Begeisterndes Shoot’em Up - am Rande des auf dem GBA Machbaren! Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Komplettlösung
Videos
  Steuerung Das GBA-Optimum in Sachen Handhabe!
  Features Leider etwas mager an Umfang und Optionen
  Grafik Nahe der Perfektion
  Sound Iridion-Like: Bombast Soundtrack!
  Spielspaß Bester GBA Arcade Titel!







Details
Spielname:
Gunstar - Future Heroes

Publisher:
Treasure

Genre:
Shooter

Release:
en.hi.ersc (erschienen)

Multiplayer:
nein

Screenshots:

ScreenViewer öffnen (8)

Jetzt Bestellen:
Zum Shop