Pokémon Smaragd
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Pokémon SmaragdReview vom 13.11.2005
Rot, Blau, Grün, Gelb, Rubin, Saphir, Blattgrün, Feuerrot, Smaragd, Diamant, Perle…. Was hier aufeinander folgt ist keine wirre Kette von Worten, sondern eher eine chronologische Anreihung der erschienen und kommenden RPG-Pokémon Titel aus dem Hause Nintendo. Aktuell im Testlabor: Pokémon Saphir, welches wohl die letzte Episode ist, die auf dem Game Boy Advance erscheint. Die kommenden Titel Diamant und Perle werden demnach auf dem Nintendo DS erscheinen. Können die Fabelwesen, die Spieler erneut begeistern? Nintendos Erfolgsstory Pokémon scheint nie aufzuhören. Schon zu Beginn der Serie hat der Großkonzern schnell erkannt, dass kleinere Updates des grandios ankommenden Konzepts den Rubel rollen lassen. Nach Pokémon Rot und Blau folgte schnell Gelb. Hier wurden nur kleinere Änderungen vorgenommen und das wohl bekannteste Pokémon Pikachu, folgte dauerhaft als Wegbegleiter. Auch zu Gold uns Silber gab es bekanntermaßen eine Detailverbesserung, diese nannte sich Pokémon Kristall. Eine bessere Abstimmung für den damals aktuellen Game Boy Color und einige wenig Animationen der Fabelwesen genügten, um die Kassen klingeln zu lassen. Wir schreiben nun das Jahr 2005 und just in diesem Moment erwartet uns die nächste Episode der allseits beliebten Pokémon. Bei Pokémon Smaragd handelt es sich um eine Detailverschönerung von Rubin und Saphir, die einst auf dem Game Boy Advance erschienen. Haben wir es hier mit einer gelungenen Neuauflage zu tun oder mangelt es an Ideen und Neuerungen? Mehr dazu im ausführlichen Test.
Fast im ähnlichen Jahrestakt wie die Sportumsetzungen von Electronic Arts, erscheinen auch die Pokémontitel. Bei Pokémon Smaragd handelt es sich, wie schon genannt, um eine neuaufbereitete Version von Pokémon Rubin und Saphir. Noch immer seid ihr ein kleiner Junge, der in die Welt der Pokémon eingeführt wird, um eines Tages der Meistertrainer zu werden. Und noch immer geht es um eins: Den Pokédex, das Lexikon der Pokémon, mit zahlreichen Einträgen zu füllen.
Jedes noch so kleine Getier zählt zu euren insgesamt 386 Zielen, die ihr von nun an fangen möchtet. Natürlich kann man mit einer Edition nicht alle Pokémon fangen und benötig, die Hilfe seiner Freunde mit den anderen erhältlichen Versionen. Wie gesagt, alles beim Alten.
Der Verlauf des Abenteuers ist fast identisch mit den 2003 erschienenen Versionen Rubin und Saphir. Nur die Story hat eine leichte Veränderung durchlebt. Zwar spielt sich alles weiterhin in Hoenn ab, doch gibt es neue Orte, neue Wettbewerbe und neue Pokémon zu fangen, die es damals nicht gab. Es heißt wieder, dass man sich als Trainer in die weite Welt stürzt und seine gefangenen Fabelwesen in einem ausgeglichenem Team zusammenführt, um die zahlreichen Kämpfe zu bestehen. In Pokémon Smaragd gibt es eine höhere Zahl von Doppelkämpfen, sprich wenn man zeitgleich zwei Trainern begegnet, werden sie sich zusammentun und gemeinsam gegen den Spieler antreten.
Umso wichtiger ist es, nicht nur ein aufgepowertes Mega-Pokémon zu besitzen, sondern ein wenig zu taktieren und die Fähigkeiten geschickt einzusetzen. Bis man alle 8 Orden ergattert hat, die Top 4 Trainer der Welt besiegt und danach noch die zahlreichen Neuheiten entdeckt hat, wird einige Zeit vergehen. Die Pokémon Titel gehören zu den komplexesten Spielen überhaupt, es gibt nur wenige, die alle Rätsel gelüftet haben. Einige Orte auf Hoenn kann man nur besuchen, wenn man spezielle Tickets erworben hat, die man nur von Nintendo auf speziellen Events oder durch Schummelmodule, wie den Action Replay erhalten kann. Gerade die Komplexität ist es, was Pokémon so spannend macht. Doch nicht nur die totalen Freaks werden sich dafür begeistern können, sondern auch Neulinge, denn Dank vielen Einsteigerhilfen, wird auch diese Gattung des Spielers wohl fühlen.
Einige Änderungen werden wohl dennoch nur die eingefleischten Fans entdecken können. Wie zum Beispiel den Ausbau der Safarizone, nachdem man das Spiel durchgespielt hat. Hier können nun auch Pokémon der Gold, Silber und Kristall Editionen gefangen werden. Hier ein kleiner Auszug von Pokémon, die man erstmals in Smaragd fangen kann: Farbeagle, Griffel, Damphirlex oder Hunduster. Als besonderen Schmankerl ist es nun auch möglich, "Mew“ zu fangen. Leider erneut nur, wenn man ein spezielles Ticket von Nintendo erhalten hat.
Eine weitere Neuerung ist, dass man sowohl gegen Team Magma als auch gegen Team Aqua antreten wird, an manchmal veränderten Stellen und man beschützt sowohl Groudon als auch Kyogre. In Pokémon Smaragd ist es erstmals möglich, beide legendären Pokémon zu fangen und Rayquaza wird sich in der Story in den erbitterten Kampf zwischen Groudon und Kyogre einmischen, um das Gleichgewicht der Natur beibehalten zu können.
Spieler der Versionen Gold und Silber werden ein weiteres „neues“ Feature schon kennen, welches auf nützliche Art und Weise das Abenteuer begleitet und den Spieler unterstützt. Im PokéNav, dem praktischem Pokémon Trainertool, welches man im Abenteuer erhält, ist erstmals ein Handy integriert. So kann man mit Bekannten und Freunden telefonieren und interessante Infos erhalten. Es gibt wieder Kampfhallen wie in der Game Boy Color Version Pokémon Kristall und einen Trainerturm wie in den Game Boy Advance Titeln Feuerrot/Blattgrün. Insgesamt hat man es also mit vielen kleinen Detailverbesserungen zu tun, aber nicht mit einem großartigen neuen Gesamtkonzept. Pokémon Smaragd ist eher die Fusion aus Rubin und Saphir, mit kleineren Details aus Gold und Silber.
Steuerung:
Hier wird sich sowohl der Fan als auch der Neuling zurechtfinden können. Das Spielmenü von Pokémon hat schon manchen erfolgreich durch das Spiel gebracht. Die gute Übersicht trotz der vielen Informationen ist wohl für den Gelegenheitsspieler als auch für den harten Profi geeignet. Wie gehabt lenkt ihr eure Figur, ob Männlein oder Weiblein (mit leicht verändertem Outfit) etwas staksig durchs Land. Querdenker und -geher werden fluchen, schräg laufen geht nämlich immer noch nicht.
Grafik:
Auch hier hat man kleine Detailverbesserungen vorgenommen. So gibt es wie damals in der Kristall Version kurze Animationen, sobald ein Pokémon auftaucht. Tag und Nachtunterschiede gibt es trotz eingebauter Uhr noch immer nicht. Die Umgebungsgrafiken sind eher zweckmäßig und die Animationen auch nicht das, was man gehobenen Standard nennen kann. Doch bei dem Inhalt musste wohl an anderen Dingen gespart werden.
Sound:
Auch auf diesem Feld merkt man die Sparmaßnahmen. Doch waren die Soundeffekte von Pokémon-Titeln nie besonders lobenswert. Einige Kampfgeräusche auf minderem Niveau. Doch das Schwert ist zweischneidig. Denn die Musik birgt immer noch Ohrwurmgefahr. Hier wird der Kenner alte Melodien wieder erkennen und womöglich Gefallen daran finden. Doch was passiert, wenn man sein Lieblingslied zu oft hört?
Features:
Komplett deutsche Lokalisierung, Speicherbatterie (leider nur ein Speicherplatz) ein umfangreiches Abenteuer mit jeder Menge zu tun. Neu seit der Rubin und Saphirversion ist die Möglichkeit, auch den Wireless Adapter zu nutzen, der noch bei Feuerrot und Blattgrün mitgeliefert wurde. Schade, dass man diesen nicht mehr als kostenlose Beigabe erhält. Mit den Wirelessfunktionen kann man sich im Pokémoncenter verabreden, tauschen und kämpfen. In dem so genannten Konnex Klub können sich sogar bis zu 39 Spieler via Wirelessadapter in einer Lobby treffen und Chatten. Natürlich kann man auch noch klassisch via Linkkabel kämpfen und tauschen.
Fazit:
Das immer wiederkehrende Spielprinzip mag zwar bei vielen schon regelrechte Aversionen erwecken und das déjà-vu Erlebnis wird bei Fans der Serie auch nicht besser. Dennoch: Pokémon ist und bleibt ein Abenteuer, welches man zumindest einmal gespielt haben sollte.
Besitzer von Rubin oder Saphir müssen nicht zwingend auch zu Emerald greifen, außer sie wollen wirklich jedes noch so kleine Geheimnis lüften. Neueinsteiger in die bunte Welt der Pokémon erhalten dennoch eine ausgereifte, komplexe und ausgedehnte Spielerfahrung. Das Sättegefühl überkommt den Kenner dennoch und man hofft, dass sich diese Tatsache mit Erscheinen des ersten Pokémon-RPGs auf dem Nintendo DS ändern wird.
Kevin Jensen [Iceman] für PlanetGameboy.de
Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.
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WERTUNG:
80%
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Eine komplexe Fusion aus Rubin und Saphir, ohne große Änderungen.
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Zu diesem Spiel:
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Preischeck
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Tipps und Tricks |
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Komplettlösung |
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Videos
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Steuerung
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Recht gelungen und durchdacht
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Features
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Sehr komplex mit einigen Neuerungen
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Grafik
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Nur geringe Detailverbesserungen
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Sound
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bekannte Musik, schwache Sounds
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Spielspaß
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Eher ein Spiel für die totalen Pokémon Freaks oder die, die seit langem nicht mehr die Serie spielten
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Details
Spielname:
Pokémon Smaragd
Publisher:
Nintendo
Genre:
Rollenspiel
Release:
en.hi.ersc (erschienen)
Multiplayer:
ja, 1-4 (39 im Chat)
Screenshots:
 ScreenViewer öffnen (8)
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