Polar Express
- Testbericht
- Bilder (6)
- News & Videos (1)
- User (4)
- Spiel Kaufen
Polar ExpressReview vom 07.12.2004
Laut dem Glauben britischer und amerikanischer Kinder wohnt der Weihnachtsmann am Nordpol. Was wäre also nicht alles möglich, wenn man einen Zug hätte, der einen auf direktem Wege dorthin führte?! Ob hier die Vorweihnachtszeit mit einem magischen Weihnachtsmärchen oder einem abgehalfterten Lizenzspiel versüßt werden soll, lest ihr in unserem Test. Wieder einmal haben wir hier eine Filmumsetzung in den Händen, die schon auf der Games Convention einen nicht all zu hoffnungsvollen Eindruck liefern konnte.
Der neue Animations-Film Der Polarexpress, mit Tom Hanks in so ziemlich allen Rollen, hatte schon in den Kinos nicht die besten Kritiken eingeholt und nun wollen wir sehen, was das gleichnamige Game zustande bringt.
Polarexpress ist ein Jump`n Run Game für die jüngere Generation. Doch schon nach den ersten Levels bemerkt man den extrem linearen Aufbau des Spiels. Man "huscht" also mit seinem Protagonisten etwas schwerfällig durch diverse Abteile und muss (wie immer) Süßigkeiten und andere Gimmicks einsammeln, um seine Lebens- und Energieleiste auf Schuss zu halten.
Tannenbäume dienen passend zurzeit als Checkpoint in den Levels. Gegner sind eigentlich hauptsächlich Feuerfontainen oder andere technischen Hindernisse des Zuges, über die man springen muss. Abwechslung lässt auf sich warten.
Steuerung:
Recht schnell fällt einem die extrem schwerfällige und schwammige Steuerung auf. Der kleine Protagonist läuft durch den Zug als hätte er einen Stock verschluckt. Springen und Rennen sind nur bedingt zu handlen. Besonders die weiten Sprünge werden hier schon mal zum Verhängnis. Kam es doch vor, dass der Kerl einfach keine Lust mehr hatte zu rennen, was er eigentlich bei gedrückter R-Taste ohne Probleme tun sollte.
Ich hatte noch nie Probleme mit meiner lieben R-Taste und dennoch weigerte sich der Junge immer wieder einen Zahn zu zulegen. Dies kann einen wirklich nerven, besonders wenn man gerade Anlauf genommen hat, um über eine große Distanz springen zu können und dann, mir nichts, dir nichts ins Loch plumpst.
Auch der vielleicht gut gemeinte Pogostab, den man als Extra aus einer Zauberkiste ziehen kann, bringt nicht immer ganz das was er soll. So ist das Springen doch fast unmöglich, egal wie sehr man sich an die vorher gegebene Gebrauchsanweisung hält.
Hübsch gemacht ist die Möglichkeit Kisten durch die Gegend zu schieben, beziehungsweise zu ziehen. Hält man B gedrückt schnappt sich "Schmidtchen Schleicher" die Holzkisten, die (warum auch immer) im ganzen Zug verteilt sind und kann sie nach Herzenslust durchs Gelände zerren. Hierbei kann man selbst den Animationen etwas Hübsches abgewinnen. Allerdings erinnert schon das Leiternklettern wieder eher an Pinocchio als an einen echten Jungen.
Während die Levels alles in allem sehr trist in braun und blau gehalten sind, wozu unser Hauptdarsteller passend im blauen Morgenmantel auftritt, sind die rot-weißen, sich drehenden und blinkenden Zuckerstangen eine willkommene Abwechslung, allerdings auch leider die Einzige.
Auch die Grafik zeugt von Unlust und Zeitdruck der Entwickler. Die karge Zuglandschaft nimmt und nimmt kein Ende. Spannung pur - leider nur ironischerweise....
Ebenso wie Steuerung und Grafik ist der Sound des Games zu bemängeln. Was zu Beginn noch ganz hübsch anmutet, wird nach ständiger Wiederholung schnell nervig und treibt den Finger gen Volumenregler. Auch die Geräuschkulisse kann das Game nicht aufpäppeln. Die Dauerschleife des Zugratterns und Hupens, sowie diverse Sounduntermalungen bei manchen Bewegungen (zum Beispiel auch hier wieder beim Kisten-Schieben) kann nicht als Pluspunkt bewertet werden.
Features:
Und wieder kann nicht viel genannt werden. Immerhin gibt es zwei Speicherplätze, die belegt werden können und Sprachwahl. Einige Minigames sollen es schaffen Abwechslung ins triste Spiel zu bringen, was ihnen jedoch nur bedingt gelingt. Keine Schlechte Idee ist die Möglichkeit im gesonderten Spielmenü Sprache, Sound-Einstellungen und Helligkeit einstellen zu können. Dies bleibt nun erhalten, bis man es wieder umstellt. Hier wird dem Spieler die sonst obligatorische Frage nach der Sprache am Anfang des Games erspart.
Fazit:
Alles in allem ein schwaches Lizenzspiel, das unterm Weihnachtsbaum nicht viel Freude bereiten wird. Wo schon der Film schlecht abgeschlossen hat, legt das Spiel noch mal eins drauf.
Dann doch lieber was Richtiges für die lieben Kleinen!
Vielen Dank an THQ für die freundliche Bereitstellung des Testmusters
Stefanie Mohr für PlanetGameboy.de
|
|
WERTUNG:
42%
|
schlechte Filmumsetzung, die niemand unter dem Weihnachtsbaum sehen will
|
Zu diesem Spiel:
|

Preischeck
|
|
Tipps und Tricks |
|
Komplettlösung |
|
Videos
|
Steuerung
|
schwammig und schwerfällig
|
Features
|
Speicherbatterie, Sprachwahl, gesondert wählbare Einstellungen
|
Grafik
|
trist und ohne große Animationen
|
Sound
|
ewig wiederholtes Gedudel
|
Spielspaß
|
linear und langweilig, selbst für die Jüngsten
|
|
|
|
|

Details
Spielname:
Polar Express
Publisher:
THQ
Genre:
Jump-n-Run
Release:
.. (erschienen)
Multiplayer:
nein
Screenshots:
 ScreenViewer öffnen (6)
Jetzt Bestellen:
Zum Shop
|