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Scooby Doo 2: Die Monster sind los


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Scooby Doo 2: Die Monster sind losReview vom 10.05.2004

Die Kostüme der Ex-Feinde von Scooby Doo und seinen Freunden sind zum Leben erwacht und laufen Amok. Zum Glück lässt sich diese Story im Optionsmenü abstellen. Das beste und einzig innovative Feature des Comic-Titels, wie sich ziemlich schnell herausstellt. Im Grunde spielt sich Scooby Doo 2 genauso wie die übrigen Jump 'n' Run Titel aus dem letzten Viertel unserer Wertungstabelle. Mit einem der bekannten Freunde aus der Welt von Scooby säuberst du fünf Teile von Coolsville, die von den oben erwähnten Kostümen bedroht werden. Ich persönlich habe während des Spielens von Scooby Doo eine Theorie entwickelt. Dazu hatte ich auch jede Menge Zeit, denn Aufmerksamkeit erfordert dieses Game nicht wirklich. Die Spieleentwickler haben alle den gleichen Spielebaukasten zu Hause. Mit dem können sie Spiele quasi zum Nulltarif zusammenschustern. Einfach ein paar Texturen und Sprites austauschen, ein neues Menü gebastelt und schon ist ein neuer Lizenztitel fertig. Ganz ohne Programmier- und Designarbeit. Immer wenn es dann eine Auftragsarbeit gibt, die es nicht wert ist, Arbeit und Zeit zu investieren, wird der Kasten aus dem Keller geholt und los gehts.

Den Spielebaukasten gibt es in zwei Varianten: Eine für ein schlechtes isometrisches Actionspiel und die andere für ein schlechtes 2D-Actionspiel. Die japanischen Entwickler von Altron haben die letztere Version als Grundgerüst für Scooby Doo 2 genommen. Und bewiesen prompt, dass sie keine Ahnung haben, wie man damit umgeht. Oder gibt es vielleicht kein japanisches Handbuch? Scooby Doo ist jedenfalls ein Spiel, das absolut nichts neues bietet und sich dann auch noch nur den wichtigsten standardisierten Strukturen des Jump 'n' Runs Genres bedient. Back to the Roots quasi. Springen, schlagen, später noch Gegenstände werfen. Das ist alles.

Da man sich aber doch irgendwie von der Masse abheben wollte, hat man noch schnell ein paar Fehler und Ungereimtheiten ins Spiel eingebaut. So ist die träge Steuerung zwar für einen Hund wie Scooby realistisch, aber nicht für die menschlichen Figuren. Mal abgesehen davon, dass sich so Frusterlebnisse ergeben. Die gefährden aufgrund des (selbst für Kids) laschen Schwierigkeitsgrad zwar nicht den Fortschritt im Spiel, aber sehr wohl das Nervensystem des Spielers. Auf Wunsch kann man sogar schnell rennen. Dafür muss man das Steuerkreuz doppelt antippen. Eine sehr unkluge Wahl, weil in der Praxis chaotisch. Nahezu konfus die dazugehörige Passage in der Anleitung: "Steuerkreuz: Nach links oder rechts laufen, doppelt antippen, um zu laufen". Ahja, Hauptsache der Leser weiss, was gemeint ist.

Um die Mängelliste mal etwas schneller zusammenzutragen: Die Gegner sind uninspiriert, unoriginell, ohne jegliche KI ausgerüstet, und langweilig positioniert. Nahtlos an diese Leistungen knüpft das Spiel beim unglaublich langweiligen Leveldesign an. Wenn das Interaktion ist, dann ist Super Mario die Simulation unserer Welt! Ein Gefühl von Euphorie stellt sich dann ein, als man in einem Level doch tatsächlich Schlüssel aufsammeln muss, um Türen zu öffnen. Diese liegen zwar eh auf dem Weg und sind kaum zu umgehen, aber immerhin. Damit wir uns nicht falsch verstehen, all das schmälert den Spielspass nur wenig, denn der ist ohnehin minimal.

Minispiele sind typisch für das Baukasten-Prinzip. Und so hat auch Scooby Doo 2 vier Stück von denen zu bieten. Autorennen und Abfahrt sind kaum spielbar und eigentlich das übliche, was man so in Lizenztiteln vorfindet. Eine nennenswerte Ausnahme bilden da eine simple Knobeleinlage namens Stromkreis und eine kleine Stealth-Mission aus der Vogelperspektive. Beides spielt sich nett und kann durchaus Freude bereiten. Genau genommen hat man von diesen fünf Minuten mehr als vom gesamten restlichen Spiel.

Wie bereits oben erwähnt ist eigentlich alles in "Die Monster sind los!" beliebig austauschbar. Außer natürlich die Grafik. Bei den Hintergründen haben die Zeichner solide Arbeit geleistet, auch wenn es nur für das Mittelfeld langt. Aber die Animationen, die Animationen. Vermutlich sollten die lustig wirken, tatsächlich sind sie bloß peinlich. Das liegt nicht zuletzt an viel zu wenigen Animationsphasen. Der Sound ist realtiv belanglos und keine weitere Erwähnung wert. Dass Paßwörter den Wiedereinstieg in ein Spiel ermöglichen, ist eigentlich auch erwartungsgemäß. Eher seltsam ist jedoch die frappierende Ähnlichkeit der Buchstaben C und G dabei. Das Menü deutet mit ein paar Fragezeichen darauf hin, dass sich neue Inhalte freispielen lassen. Kann man machen, oder es auch sein lassen.

Fazit:
Ich persönlich bin jetzt in der letzten Welt und habe gerade einmal gut 2 Stunden gespielt. Trotz des nahenden Endes und der kurzen Spielzeit habe ich aber keinerlei Motivation mehr. Weder das Spiel weiterzuzocken, noch hier weiterzuschreiben. Aus diesem Grund beende ich den Artikel und rate euch dazu, diesem Spiel aus dem Weg zu gehen.


Michael Voigt|Nasreddin


Vielen Dank an THQ für die Bereitstellung des Testmusters.

WERTUNG:
37%
Irgendwie muss ich diese Zeile füllen. Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks (2)
Komplettlösung
Videos
  Steuerung Träge wie ein schlafwandelnder Elephant
  Features Man kann irgendwas freispielen...
  Grafik Peinliche Animationen
  Sound Es gibt keine Überraschungen
  Spielspaß ... lässt es aber lieber sein.







Details
Spielname:
Scooby Doo 2: Die Monster sind los

Publisher:
THQ

Genre:
Adventure

Release:
.. (erschienen)

Multiplayer:
nein

Screenshots:

ScreenViewer öffnen (6)

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