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Shining Force


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Shining ForceReview vom 30.04.2004

Die Shining-Serie gehört zu Segas beliebtester Rollenspieleserie seit der Gründung des japanischen Spielekonzerns. Auch Game Boy Advance-Spieler durften mit der Shining-Soul-Serie schon 2 Action Adventures erleben. Diese zeigten sich jedoch als recht monoton und linear. Kann Shining Force mit besseren Eigenschaften überzeugen? Shining Force ist eine Wiederaufbereitung des Mega Drive-Klassikers von 1992. Sowohl grafisch als auch spielerisch hat die Spieleschmiede Segas am Klassiker gefeilt. Der etwas düstere Look aus den Neunzigern musste einem typisch japanischen Anime-Look weichen. Spielerisch wurden neue Charaktere eingebaut, Inhalte überarbeitet und kleinere Detail-Änderungen vorgenommen. Doch kann das klassische Tactic-RPG heute noch gegen die große Konkurrenz bestehen?

Die Story des Spiels wird von einer jungen Anime-Dame mit rosa leuchtendem Haar erzählt. Sie wacht über 3 Speicherplätze und die Sprachauswahl (deutsch ist dabei). Lassen wir sie mal vorlesen (Story): Im Lande Rune leben die Bewohner der verschiedensten Völker in Frieden und Harmonie zusammen. 1000 Jahre zuvor wäre es dem schwarzen Drachen beinahe gelungen, dieses Land zu zerstören. Die Mächte des Lichts konnten jedoch diese Katastrophe verhindern. Diese Geschichte wurde im Laufe der Jahre fast vergessen und erzählt sich nur noch durch Legenden weiter. Die Zeit naht jedoch, wo der schwarze Drache auferstehen wird um die Welt zu zerstören. Es ist nun eure Aufgabe, als Anführer des Kämpfertrupps „Shining Force“, die Zerstörung der Welt zu verhindern.

Die Geschichte des Spiels erinnerte mich sehr stark an Capcoms Breath of Fire Serie und auch grafisch sind Ähnlichkeiten unverkennbar. Doch wie gut ist das Spiel wirklich? Shining Force gehört zu den ältesten Taktik-RPGs die es geschafft haben im Westen zu erscheinen. Zur Zeit boomt der Markt dieses Genres gewaltig. Auch dieses Spiel kann man mühelos in diesen Bereich eingliedern. Der Held des Spiels leidet unter Amnesie und die dunklen Krieger überfallen das Land. Kapitel für Kapitel müssen neue Kameraden gewonnen und viele, viele Schlachten geschlagen werden.
Die Schlachten präsentieren sich in guter alter Strategieform. Rundenbasiert müssen bis zu 12 Charaktere nacheinander gezogen werden. Dabei sind verschiedene Einheiten in Klassen geordnet: Krieger, Bogenschütze, Paladin, Magier, Hexe, Ninja und viele weitere gesellen sich im Verlauf des Abenteuers zu eurer Truppe. Diese verschiedenen Gattungen verfügen über diverse Unterschiede auf dem Schlachtfeld. Das Kampfsystem lässt sich am ehesten mit dem von Advance Wars vergleichen, was keinesfalls negativ ins Auge fällt. Gerade die Strategieelemente sind auch bei Shining Force hoch im Kurs. Der Spieler muss genau darauf achten, wo er seine Truppen positionieren möchte, denn ein Heiler, Magier oder Bogenschütze an der Front, beißt schneller ins Graß als man „Achtung“ sagen kann. Die Krieger und Nahkämpfer sollen als Puffer vor diesen empfindlichen Einheiten dienen.

Während der Kämpfe können die Truppenmitglieder Erfahrungspunkte sammeln. Erhält ein Kämpfer im Kampfgebiet 100 ERP so steigt er ein Level auf. Das Levelwachstum sorgt nicht nur für bessere Statuswerte, sondern ermöglicht im späteren Verlauf auch eine Beförderung des Protagonisten. So wird aus einem Bogenschütze ein Scharfschütze aus einem Ritter ein Paladin, etc.
Der Vorteil der verschiedenen Charaktere im Spiel ist, dass sie auch mit diversen Waffen und Extras ausgerüstet werden können. So ist es möglich, ihnen Zaubersprüche beizubringen, die gleich mehrere Gegner treffen können, Statuswerte verbessern oder sonstige Eigenschaften auslösen. Ein neuer Charakter verfügt über verschiedene Kartenkombos, die mit Hilfe von Magiekarten aktiviert werden. So kann man den jeweiligen Gegner eine Runde aussetzen lassen, Charaktere imitieren oder Fähigkeiten kopieren.
Ein weiterer Bonus im Spiel ist das Zeitlimit. Zu Beginn eines Kampfes wird ein Rundenlimit gesetzt. Schafft man es vor Ablauf dieser Vorgabe die gegnerischen Truppen zu eliminieren so erhält man ein Geldgeschenk, ein seltenes Item oder eine Waffe.

Nach jedem erfolgreichem Kampf wird die Geschichte in Spiel-Grafik weitererzählt. Dabei ist diese recht spannend und fesselnd. Der Ablauf zwischen den Kämpfen gestaltet sich zwar erneut recht simpel und linear: Waffen kaufen, Heilen, Truppen aufstellen, ab und an ein kleines Rätsel lösen -das ist meist der Verlauf des Spiels. Die Kämpfe danach haben es jedoch in sich. Selten schafft man einen Kampf ohne einen Charakter zu verlieren. Diese können zwar nach eurem Sieg gegen eine Spende wieder belebt werden, dennoch sollten die Schritte wohl überlegt sein. Die Spieldauer ist recht annehmbar, je nach Können des Spielers braucht man eine ganze Weile, um sein Abenteuer zu beenden.

Steuerung:
Die Steuerung des Spiels wirkt an manchen Stellen noch unfertig. So gleitet der Hauptcharakter auf der Weltkarte wie auf Rollerblades durch die Landschaften. Auch die Menüführung hätte an einigen Stellen durchdachter sein können. In den Kämpfen hingegen hat man die komplette Kontrolle über die Truppen. Vorteilhaft ist auch, dass Einsteiger sich schnell zurecht finden können. Nur in Sonderfällen ist ein Blick in die komplett deutsche Anleitung nötig.

Grafik:
Nie im Leben habe ich ein so hässliches Verpackungsdesign gesehen. Gott sei Dank haben die Entwickler zumindest beim Spiel sich davon distanzieren können. Zwar ist die Spielgrafik auch nicht wirklich spektakulär, dennoch ansehnlich. Die Charaktere verfügen in den Kämpfen über wenige Animationsphasen und auch die Effekte sind nicht wirklich hohes Niveau.

Sound:
In manchen Fällen freue ich mich über den Lautstärkeregler. Die Musik in den Schlachten und die Soundeffekte sind zwar annehmbar. Jedoch erinnert die soundtechnische Untermalung in den Städten an bayrische Volksmusik...(wo sind die Weißwürstel?!) nicht Jedermanns Geschmack.

Features:
Eine im Ganzen gelungene deutsche Übersetzung, drei Speicherplätze, ein Quicksavespeicherstand (um auch während der Kämpfe zwischenzuspeichern), viele verschiedene Charaktere und ein komplexes Kampfsystem. Allein ein Multiplayermodus und die Möglichkeit, via Link-Kabel Gegenstände und Waffen zu tauschen, sind nicht gegeben.

Fazit:
Shining Force hat mich positiv überrascht. Nachdem die Hack 'n Slay-Titel der Shining Soul-Serie eher stumpfsinniges Monsterhordengemetzel darstellten, kann das neueste Abenteuer mit einer gelungenen Story mit viel strategischer Tiefe überzeugen. Wer den Stil von Breath of Fire mochte und dazu noch Gefallen Advance Wars hatte, wird mit Shining Force keinen Fehler machen. Strategen und Rollenspieler aufgepasst: Suchtgefahr!




Kevin Jensen | Iceman
PlanetGameboy.de dankt THQ für die freundliche Bereitstellung des Testmusters!

WERTUNG:
81%
Gelungener Tactics-RPG-Klassiker Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks (2)
Komplettlösung
Videos
  Steuerung Gut in den Kämpfen, auf der Weltkarte schwammig
  Features Komplex, vielseitig und umfangreich
  Grafik Klassischer SNES-Style
  Sound Nicht das Gelbe vom Ei
  Spielspaß Linear, aber mit Suchtgefahr







Details
Spielname:
Shining Force

Publisher:
THQ

Genre:
Rollenspiel

Release:
.. (erschienen)

Multiplayer:
Nein

Screenshots:

ScreenViewer öffnen (6)

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