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Star Wars: Flight of the Falcon


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Star Wars: Flight of the FalconReview vom 10.01.2004

„Luke, ich bin dein Vater“ – DAAAAdaaaadadadadadaaaaa. Eine der erfolgreichsten Filmserien aller Zeiten bekommt ihren sage und schreibe vierten GBA Rundflug spendiert. Die Saga rund um Gut und Böse ist mit dem Millennium Falcon unterwegs –glaubt man der Geschichte einem der schnellsten Gleiter überhaupt. Wieso die Macht nichts nützt und warum ich den Entwicklern am Liebsten einmal mit dem Lichtschwert die Meinung geigen würde? Lest unsere Review, unerschrockene Sternenkrieger.Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus. Große Namen lassen auf große Spiele hoffen. Beides trifft auf „Star Wars – Flight of the Falcon“ zu. Star Wars ist einer der größten Namen, der Release eines so verheißungsvollen Spiels sicherlich ein nicht zu verachtendes Ereignis. Leider begräbt der Schatten des Ereignisses unsere Hoffnungen auf ein gutes Spiel schneller, als Luke das Lichtschwert umherwirbelt. Wieder einmal werden uns pompöse Lizenzen um die Ohren gefuchtelt und wieder einmal kann ein solches Spiel nur enttäuschen.

Aber gehen wir unvoreingenommen in den K(r)ampf. Schon im ersten Level jagen euch Horden von Ties quer durchs All, im zweiten geht es mitten durch eine Stadt und spätestens jetzt seid ihr am Ende – euer Geduldsfaden ist doppelt und dreifach gerissen und gequält schaut ihr auf den kleinen Spiegelscreen. Was ist DAS?! Eine anfangs vom bekannten Star Wars Thema untermalte Diashow mit Sehnenscheidenentzündungsgarantie. Hätte THQ dem Krampf wenigstens ein ärztliches Attest beigelegt. Während der gesamten Levels liegt das Hauptaugenmerk auf Ballern, als gäbe es kein Morgen mehr. Und richtig: Das Stückchen Lizenzsoftware lässt auch in mir etwas Endzeitstimmung aufkommen – so weit musste es doch nicht kommen, die Videospielindustrie im Endstadium ihrer Existenz? Wäre das Buttonsmashing wenigstens einigermaßen flüssig dargestellt und gäbe es zumindest ein wenig mehr Abwechslung, könnte man dem Spiel vielleicht noch etwas Gutes abgewinnen. Die hier an den Tag gelegte Technik ist nicht nur GBA unwürdig, sie überschreitet schlicht die Schmerzgrenze…

Dasselbe Problem wie schon in „Star Wars 2: Attack of the Clones“ macht sich auch hier breit. Die Framerate. Sagat berichtete neulich bei seiner SSX3 Review, dass teils heftige Einbrüche der Framerate den Spielspaß deutlich spürbar dämpfen.
Nun, in Star Wars - FotF bricht die Framerate nie ein, sie ist bereits am Boden. Und wenn ich die Frames per second an einer Hand mitzählen kann, geht sicherlich etwas gewaltig schief. Und, hahaha, ein Gleiter? Bitte? Was ich hier steuere ist ungefähr so schnell wie ein Dreirad in der Fußgängerzone und lässt sich etwa so gut lenken, wie ein 5000 Tonner mit den Füßen. Bei den Städte-Missionen haben wir also regelmäßig einstellige fps, in den All Missionen kommt dank unendlich monotoner Weiten kein Geschwindigkeitsgefühl auf. Im Gegenteil: Es scheint, als würdet ihr euch auf der Stelle bewegen und lediglich die Gegner auf euch zukommen. Bei allem Respekt, den ich Entwicklern grundsätzlich entgegenbringe, dieses Desaster ist nicht zu rechtfertigen. Bleiben wir aber mal bei der Optik, es ist noch nicht überstanden. Zu nicht vorhandener Framerate kommt noch die Tatsache hinzu, dass der Millennium Falcon und Teile der Levels absolut hässliche Pixelhaufen sind. Derartiges sollte man in Videospielen dieser Generation definitiv nicht mehr vorfinden. Während sich also der Großteil der Optik der dunklen Seite der Macht verschreibt, gibt es auch noch Lichtblicke: Originale Schauplätze und dadurch gewährleistetes Star Wars Feeling.

A Propos Star Wars Feeling: Auch der Sound weiß hier stellenweise zu überzeugen. Stöpselt ihr nämlich eure Kopfhörer an den Zauberkasten, donnert euch anfangs der originale Star Wars Soundtrack um die Ohren – absolut phantastisch. Aber auch hier schienen sich die Programmierer auf die Überzeugungskraft der Filmmusik verlassen zu haben, nennenswerte Geräuschkulissen und Hintergrundmusik findet ihr während des gesamten Spielablaufs größtenteils nicht mehr. Dennoch spielt sich alles im Durchschnitt ab, qualitativ hochwertige Stücke darf man vom GBA einfach nicht erwarten.

Setzen wir dem ganzen aber die virtuelle Krone auf, die Dreistigkeit wurde tatsächlich noch auf die Spitze getrieben. Star Wars:FotF ist wahrlich kein einfaches Spiel. Der Schwierigkeitsgrad an sich ginge ja noch (ihr habt außerdem drei Leben und drei Continues), leider gibt’s das erste Passwort erst nach dem fünften Level. Wenn das Spiel zwischendurch „Game Over“ ist, heißt es: Den ganzen Spaß von vorne, Buttonsmashing bis die Daumen glühen. Da der Schwierigkeitsgrad nun wirklich nicht geschenkt ist, kann das ganze in eine ziemlich frustrierende Angelegenheit ausarten, und wieder reißt einem der Geduldsfaden.

Auf Dauer ist der Hosentaschenkrieg der Sterne auf Grund der vielen obig aufgeführten Mängel absolute Kamikaze für den geneigten Sternenkrieger und der Millennium Falcon ist- wie sich im Laufe des Spieles mehr und mehr herausstellt- ziemlich flügellahm. Wenn ihr die in dieser Review aufgeführten Mängel einmal addiert, werdet ihr schon sehr bald merken, dass das Spiel einfach nicht gut sein kann. Ab in die Werkstatt mit dem Millennium Falcon.

Fazit:
Schade um die Lizenz, denn Star Wars Spiele konnten in jüngerer Vergangenheit plattformübergreifend meist halten, was die Thematik verspricht. Dass die neuste GBA Fassung sich nicht in die Riege der guten Umsetzungen einreiht, spiegelt meiner Ansicht nach sehr gut die aktuelle Lage auf dem Gameboy Spiele Markt wieder, Verwirrung, Hektik, Ungewissheit. Aber wollen wir nicht zu einer Grundsatzdiskussion abdriften, Fakt ist, dass ich Star Wars getestet habe und Fakt ist, dass ich enttäuscht bin, um es gelinde auszudrücken. Was uns hier einmal mehr vorgesetzt wird, ist das Modul nicht wert, auf das es gespeichert wurde, ist die Zeit nicht wert, die man zum Spielen benötigt und ist das Geld nicht wert, dass ihr beim Kauf an THQ spendet. Sternenkrieger, schwingt lieber einen Besenstiel…da ruckelt nichts, die Optik ist absolut klar, eure Daumen und Nerven werden geschont, die Framerate ist konstant und wenn ihr den Stiel zerdeppert, kostet der Spaß sicherlich keine 40 €.


Christian Thol [N-Freak]


Vielen Dank an THQ für die freundliche Bereitstellung des Testmusters.

WERTUNG:
40%
Der Millenium Falcon legt eine Bruchlandung hin Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks (1)
Komplettlösung
Videos
  Steuerung Dank Framerate ein heiteres Richtungsraten
  Features Mieser Passwortspeicher, ein Modus
  Grafik Schaut am besten weg
  Sound Durchschnittsgedudel mit Soundtrackbonus
  Spielspaß Passwortspeicher, Technik und Gameplay ersticken ihn im Keim







Details
Spielname:
Star Wars: Flight of the Falcon

Publisher:
THQ

Genre:
Flugsimulation

Release:
.. (erschienen)

Multiplayer:
nein

Screenshots:

ScreenViewer öffnen (7)

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