Planet3DS PlanetDS PlanetVita PSP.de PlanetiPhone Classics Forum

PGN-ID:[?] (Nicht eingeloggt)
Login
Registrieren
PlanetGameboy N-Page.de

The Simpsons: Road Rage


  • Testbericht
  • Bilder (7)
  • News & Videos (4)
  • User (0)
  • Spiel Kaufen
The Simpsons: Road RageReview vom 07.10.2003

Ay Carramba. Die gelben Kult Komödianten erobern den GBA – mit Road Rage beschert uns THQ nun endlich auch den ersten GBA Teil rund um die Einwohner des amerikanischen Örtchens Springfield. Nach durchwachsener Kritik auf den stationären Konsolen ist allerdings fraglich, ob die GBA Umsetzung einen qualitativen Quantensprung vollbringen kann – zumal sich einiges gegenüber den großen Brüdern geändert hat.Ähnlich wie ich werden wohl auch unter euch viele Simpsons Fan weilen, die sich zum 30ten Mal die erste Staffel nebst einer Tüte Popcorn verinnerlichen und jedes Mal aufs Neue bei denselben Witzen lachen. Die Simpsons sind einfach großartig – zumindest im Fernsehen. Um an dieser Stelle die Begeisterung zu schüren und euch mindestens noch ein paar Zeilen ans Review zu heften, vorerst die positiven Gesichtspunkte…

Bart, Lisa, Homer, Marge, Moe, Mr. Burns – der Wiedererkennungswert ist enorm und jeder der Charaktere sieht seinem „realen“ Ebenbild der Serie ziemlich ähnlich, zudem verfügt jeder Charakter auch über ein individuelles Vehikel, mit dem es dann in vielen, vielen Spielmodi auf die Straßen Springfields geht… Die Modi „Sonntagsfahrt“ [Ihr dürft auf den freigespielten Strecken ohne jeglichen Zeitdruck eine Spazierfahrt unternehmen], „Road Rage“ […], „Road Rage“ [Crazy Taxi Verschnitt in Simpsons gelb], „Gib Gas“ [durch verrückte Fahrweise die Beifahrer überzeugen], „Missionen“ [Der Story Modus des Spiels] und last but not least „Kopf an Kopf“ [via Linkkabel gegen einen menschlichen Kontrahenten antreten] stehen zur Verfügung (soviel zu den positiven Gesichtspunkten…). Die beiden interessantesten Spielmodi sind wohl der „Road Rage“ als auch der „Missionen“ Modus. Road Rage bietet wie eingangs dieser Passage schon erwähnt Crazy Taxi in (Springfield)gelb. Das Spielprinzip wurde schon seit jeher hoch gelobt und daran hat sich auch in „Road Rage“ nichts geändert. Wieder ist es deine Aufgabe, am Rande der Fahrbahn stehenden Charaktere „einzusammeln“ und so schnell als möglich an einen gewünschten Zielort zu kutschieren. Der Missionen Modus beschäftigt sich mehr mit den Einwohnern selbst und bietet viele kleine Geschichten (zu jeder Mission eine), in denen die Charaktere aus Springfield aus den verschiedensten Gründen diverse Aufgaben absolvieren müssen. Chief Wiggums muss aus einem Donut-Transporter herauskullernde Donuts einsammeln, Otto eine Taxifahrprüfung bestehen und dabei 20 Fahnen einsammeln und so weiter. Was sich äußerst schmackhaft anhört, ist leider auf Grund der groben technischen Mängel unglaublich fad. Hätte man Road Rage eine bessere Technik spendiert [alle Mängel sind unter der Teilwertung „Grafik“ aufgeführt], so würde das Spiel sicherlich auch immensen Spaß bereiten – in der uns vorliegenden Version tut Road Rage leider alles, um Spielspaß nicht erst aufkommen zu lassen.

Leider sehen die Straßen Springfields nicht aus, wie die Straßen Springfields, leider steuern sich die Autos und Vehikel wie alterskranke Rasenmäher und leider ist Road Rage prädestiniert dazu, deinen Freunden die Unterlegenheit deines Gameboy Advance gegenüber ihres NES zu demonstrieren – kurz: THQ, waaarum ?

Grafisch bewegt sich der teure Spaß zwischen moderner Kunst und den Anfängen eines experimentierenden Nachwuchsentwicklers. Positiv anzumerken: Man hat sich wenigstens die Mühe gemacht, eine halbwegs normale 3-D Illusion zu schaffen, was dank Mode 7 auch ganz gut gelingt. Negativ anzumerken: Man fährt grundsätzlich wie nachts ohne Scheinwerfer blind durch die Gegend. Es ist zum Haare raufen. Ab und an kommt ein verpixeltes, 2-diemsionales Häuser Pop Up am Straßenrand – immer dasselbe Modell Haus. Die Umgebung ist quasi leer, hier und da ein bisschen Verkehr. Der ganze Spaß hat leider in Relation zu Springfield die gleiche Ähnlichkeit, wie ein Storch zu einem Bären. Klar, irgendwo hat der GBA seine Leistungsgrenzen, aber wenigstens ein einziges, halbwegs ähnliches Häusermodell wäre doch nicht verkehrt gewesen… Und meine noch verbliebenen Haare raufe ich mir auch noch aus, denn das Schlimmste kommt noch: Die Absperrungen an Straßenrändern, von Grundstücken etc. sind auf den Untergrund „gemalt“. Wollt ihr zum Beispiel nach rechts fahren, weil dort gerade ein nettes Haus aus dem Boden gesprossen ist, so könnt ihr sicher sein, gegen eine Abgrenzung zu fahren, die lediglich als farbiger Streifen auf dem Untergrund markiert ist. Keine Mauern, nur farbige Streifen. Meist ist es zu spät, wenn ihr die Streifen bemerkt und somit entwickelt sich das Ganze zur unspielbaren Billardpartie – mit deinem Charakter als Kugel. Ohman, so was habe ich wirklich noch nie erlebt…

Musiktechnisch hält sich alles noch in erträglichen Grenzen. Hier und da hört man schrille Polizeisirenen, der Gegenverkehr kommt dir hupend entgegen und im Hintergrund plätschert belangloses MIDI Gedudel – leider auch nicht der Original Soundtrack der Simpsons, aber das kann man dem Spiel nun nicht auch noch verübeln. Schade, dass die Abwechslung fehlt, da das Ohr aber relativ geschont wird und die fröhlichen-monotonen Melodien nicht wirklich nervig sind, kann man an dieser Stelle ein Hühnerauge zudrücken, das lassen wir grad noch so durchgehen und versehen den Sound aber mit dem Prädikat: Mittelprächtig.

Wer auch nur ein einziges Mal ein Rennspiel auf dem Gameboy Advance gespielt hat, der wird sich hier binnen der ersten 10 Sekunden eingefunden haben: Mit A wird Gas gegeben [die verschiedenen Vehikel unterscheiden sich in Punkto Geschwindigkeit, Beschleunigung und Fahrverhalten], mit B gebremst und gleichzeitig rückwärts gefahren und mit dem digitalen Steuerkreuz gelenkt. Alles 08/15, nur ein wenig schwammiger.

Reden wir an dieser Stelle von „Spielspaß“ und nicht von „Dauerspaß“. Wie dem auch sei, es käme bei beidem das gleiche, erschreckende Ergebnis zu Tage: Die Mischung macht’s: Langweilige Grafik
+ Schwache Technik
+ Sinnlose, fast unsichtbare Begrenzungen
+ Teils schwammige Steuerung
+ Eintönigkeit des Gameplay

___________________________________
= Schon Minuten nach dem enthusiastischen, von Vorfreude geprägten Einschalten des GBA folgt die herbe Enttäuschung und das Modul wandert wieder aus dem Schacht. Im Ernst: Simpsons: Road Rage fesselt wirklich enorm wenig, so traurig es klingt – es ist „nichts als die Wahrheit“…

Fazit:
Um eines vorwegzunehmen: Könnte ich die Gesamtwertung willkürlich festlegen, so Stünde Road Rage am Rande der Einstelligkeit, aber oh Wunder, unser Wertungssystem verhindert dank der relativ hohen Gewichtung der Features (die allesamt fast unspielbar sind…) und der passablen Steuerung die spielerische Nullrunde. Developer an die Tafel, schreibt 1000 Mal: „Ich darf Simpsons Fans nicht enttäuschen“, „Ich darf Simpsons Fans nicht enttäuschen“ […].
Abschließend halten wir also hart aber herzlich fest: Schade aber wahr, selbst den eingefleischtesten Simpsons Fans unter euch muss ich beinahe vehement vom Kauf abraten. Ich hätte nie gedacht, dass ein geniales Spielprinzip durch die technischen Gesichtspunkte so belanglos erscheinen kann – Road Rage ist eine der größten Enttäuschungen der letzten Zeit.



N-Freak



Vielen Dank an THQ für die freundliche Bereitstellung des Testmusters!

WERTUNG:
43%
Nicht einmal dem größten Simpsons-Fan empfehlenswert Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks (3)
Komplettlösung
Videos
  Steuerung geht in Ordnung, aber zu schwammig
  Features viele Modi
  Grafik Fahrzeugmodelle hui, der Rest pfui !
  Sound eintönig aber akzeptabel
  Spielspaß motiviert bis alle Modi einmal angespielt sind - nicht länger







Details
Spielname:
The Simpsons: Road Rage

Publisher:
THQ

Genre:
Fun-Racer

Release:
.. (erschienen)

Multiplayer:
ja

Screenshots:

ScreenViewer öffnen (7)

Jetzt Bestellen:
Zum Shop