Super Mario Advance 4: Super Mario Bros. 3Super Mario Advance 4: Super Mario Bros. 3Review vom 29.10.2003
Grafisch bewegt sich Mario Advance 4 auf gehobenem GBA Niveau. Auch in diesem Ableger der Serie steuert ihr wahlweise Mario oder Luigi durch bunte 2-D Landschaften, die vor Interaktivität und Abwechslungsreichtum nur so strotzen. Beispiele gefällig? In einem Wüstenlevel schwebt eine grimmig aussehende Sonne über euch. Als müsstet ihr euch nicht schon genug mit Wirbelstürmen, Treibsand und anderen Nettigkeiten auseinandersetzen, fällt plötzlich auch noch die Sonne vom Himmel und bläst fortan zur wilden Treibjagd – ihr seid das Opfer. Dabei passt sich das Leveldesign dem jeweiligen Themenbereich auf der Oberwelt an: Wüste, Wasser, Graslandschaft und und und. Einmal mehr weiß Nintendos Ideenreichtum zu begeistern – auch wenn ältere Semester den Spaß vor 10 Jahren auf dem FAmicom schon genießen durften.
Erwähnenswert sind auch die schönen Animationen der Protagonisten und die weichen Übergänge bei den Hintergrundbildern. Fast keiner Erwähnung bedarf die Tatsache, dass sich Mario Advance 4 – Mario Bros. 3 auch und insbesondere wegen der immer konstanten Bilderwiedergabe absolut flüssig spielt. Summa summarum lassen die vielen positiven Aspekte die negativen schlicht in der Versenkung versinken und der in sich gesunkene, testende Redakteur deklariert diesen Teilaspekt als gelungen, Ende der Fahnenstange.
Doch… Moment – was zeichnete die vielen Mario Spiele über all die Jahre hinweg stets aus? Na? Richtig, das Gameplay. Mario Spiele – Inbegriff für schlüssiges, flüssiges, abwechslungsreiches und höchst intuitives Gameplay. Auch bei diesem Ableger der Serie werden unsere Erwartungen unter diesem Gesichtspunkt nur wenig enttäuscht. Flüssiges Spiel, tolle Ideen (Siehe „Grafik“), superbe Umsetzung und eine „In-Szene-Setzung“, die Ihresgleichen sucht. Der Abwechslungsreichtum lässt sich nicht auflisten, zu groß die Vielfalt all dessen, was Spielerherzen jauchzen lässt.
Auch steuerungstechnisch muss ich Mario ein Lob aussprechen. „Nur“ ein Lob. Ältere Semester unter euch nehmen es als Erhöhung des Schwierigkeitsgrades und Manko der Mario Serie – Insbesondere aber Neueinsteigern dürfte die durch das Schlittern der Charaktere erreichte Emporhebung des Schwierigkeitsgrades einen Bowser-großen Felsen in den Weg legen. Insbesondere anfangs irritiert es schlichtweg, dass Mario nach einem kleinen Sprint noch 2 Meter durch die Gegend schlittert, anstatt gleich stehen zu bleiben.
Legitimierung erhält Nintendo auf theoretischer Ebene durch das Gesetz der Trägheit der Masse, aber bitte, ein Videospiel hat mit der Realität nichts zu tun und so schlittert Mario auf diese Art und Weise des Öfteren gen Abgrund. Aber nach einer gewissen Einspielzeit, dürfte sich auch dieses Problem relativieren und Mario schwebt von euch gesteuert förmlich durch die Level.
Apropos schweben: Auch in MA 4 stehen euch Unmengen an Extras zur Verfügung. Neben dem obligatorischen Pilz, der Blume, der Feder (zum kurzzeitigen Fliegen) und der Wolke stehen euch der Frosch, der Hammer, der Stern und mehr zur Verfügung. Auch diese Tatsache vermag das Gameplay noch abwechslungsreicher und noch spannender zu gestalten.
So ist es grundsätzlich dem Spieler überlassen, ob er in Bonusleveln erspielte Extras in bestimmten Levels einsetzt oder nicht. Teils bergen sie einen alternativen oder gar vereinfachten Lösungsweg, teils nur die üblichen Vorteile „Ich bin groß, also darf ich Gegner drei mal berühren, bis ich kaputt bin“. Selbstredend können Extras auch innerhalb der Levels gefunden werden.
Auf Dauer weiß Mario zwar zu gefallen, aber vor allem geübte Spieler und Kenner der NES Version werden bald den Abspann sehen. Logo, auch Mario 4 verfügt über eine stattliche Anzahl an Levels und den mittlerweile leider obligatorisch scheinenden „Mario Bros.“ Modus, aber viel ist das nun bei Leibe nicht. Einsteiger werden vielleicht teilweise am etwas höheren Schwierigkeitsgrad zu knabbern haben. Jener entsteht dadurch, dass es innerhalb der Levels keine Speicherpunkte gibt und es so durchaus vorkommen kann, dass man immer und immer wieder kurz vor dem Ziel ein Leben lassen muss und den gesamten Level nochmals neu starten muss. Einziger Aspekt, der den höheren Schwierigkeitsgrad vielleicht zum Teil egalisiert, sind die etwas kleineren Level.
Multiplayertechnisch kann ich in Anbetracht von „Mario Bros.“ Nur verzweifelt mit dem Kopf schütteln. Hallo?! Das kann ja wohl nicht Nintendos Ernst sein… Derselbe Multiplayer Modus in allen vier GBA Ablegern der Serie. Auf derart stupide Ideen muss man erst einmal kommen, leider. Viel ändert das zugegebenermaßen an der Wertung nicht, Mario wäre auch ohne MP Modus ein klasse Spiel.
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![]() Super Mario Advance 4: Super Mario Bros. 3 Publisher: Nintendo Genre: Jump-n-Run Release: .. (erschienen) Multiplayer: ja ![]() ScreenViewer öffnen (14) Zum Shop |



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