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SpongeBob: Revenge of the Flying Dutchman


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SpongeBob: Revenge of the Flying DutchmanReview vom 24.05.2003

Ihr schaut regelmäßig Super RTL, seid süchtig nach Schwammkopf und seinen Freunden und könnt an nichts anderes als die TV Serie mehr denken? Jaha, dann seid ihr hier richtig. Der grinsende Schwammkopf bekommt seinen eigenen GBA-Auftritt. Jubel aller Orten, die Begeisterung kennt keine Grenzen mehr. Was hat uns gerade noch gefehlt, naaa, wer errät es ? Richtig, unser aller Lieblingsschwammkopf „Spongebob“.
Was euch erwartet zeigt schon die absolut geniale Hintergrundgeschichte, die wohl mehr ein Mittel zum Zweck ist. Der Zweck in diesem Fall ist wohl einmal mehr der 08/15 Schrecken eines jeden Redakteurs. Mit einem relativ belanglosen und inhaltslosen Lizenzprodukt soll die Aufmerksamkeit vieler Kinder gewonnen werden- vornehmlich jene der jüngsten Zielgruppe. Bevor ich mich jetzt aber noch mehr über die Marketingstrategie der Entwickler und Publisher auslasse, wende ich mich lieber dem Review zu.

Die komplexe Hintergrundgeschichte: Der fidele Spongebob befreit nichts ahnend einen Geist aus einer Flasche, der ihm die Erfüllung eines Wunsches verspricht, falls Spongebob ihm alle Teile seiner Schatzkarte sucht. Da jauchzt das Spielerherz, endlich mal Innovation… aber es wird noch besser: Spongebob nimmt diesen Auftrag zu allem Übel auch noch an- für ihn Anfang eines Abenteuers, für den Spieler eher der Anfang vom Ende. Eine spielerische Tortur, an Abwechslungsarmut kaum zu Toppen. Aber der Albtraum ist noch nicht zu Ende. Der Pirat „Fliegender Holländer“ denkt sich aber : „Eigentlich bin ich ja noch ganz fit“ und entführt just Spongebobs Freunde. Einen Grund mehr für den gelb gelöcherten Heroen, die Fragmente der Piratenkarte zu finden…

Meine Freude war unbändig, als ich mit unserem grinsenden Schwammkopf durch den ersten Level streifte. Springen kann Spongebob, ohja - wie ein nasser Schwamm. Zu seiner Verteidigung spuckt er seinen Kontrahenten diverse Blasen entgegen und die Energie wird in Unterhosen – JA, IN UNTERHOSEN, LIEBE JUGENDSCHÜTZER – angezeigt…
Diverse Upgrades der Blasenabwehr sollen wohl eine Oase der Abwechslung in die öde Wüste des Gameplays bringen. Hui, je nach Upgrade kann er starke Blasen blasen, Gegner in Blasen fangen und als Plattform nutzen, seine Blasen als Trampolin missbrauchen oder gar als bewegliche Plattform. So arbeite ich mich durch den ersten Level auf der Suche nach dem motivierenden Kick, leider Fehlanzeige. Doch so leicht lasse ich mich nicht aus der Ruhe bringen. Hier eine Unterhose gesammelt, da einen Gegner geplättet und schwups winkt Level 2.
Was wird mich hier erwarten ? Gefährliche Gegner, gruselige Geister, pöse Piraten ? Ich trete ein, in Level 2. Hey, wow, ein neues Upgrade. Mit dem neuen Blasen-blasen Upgrad blase ich den ersten Gegner aus dem Screen. Leider war es das auch schon, das Gameplay ist und bleibt das ganze Spiel über das gleiche. Gegner plätten, springen, Münzen sammeln und so weiter, ein Graus! Völlig entnervt möchte ich meinen Spielstand sichern und ausschalten…aber, hey… wo ist das Speichermenü? Wo sind die Speicherslots ? Ich habe euch gewarnt, auch Spongebob verfügt über den gern verwendeten Passwortspeicher. Ist ja riesig.

Gibt es denn überhaupt etwas, das Spongebob spielenswert macht ? Eine Kleinigkeit ? Dier Grafik ?
Zweckmäßig und an die TV Serie angelehnt erinnert sie eher an die ersten Aquarell Versuche eines Grundschulkindes. Aber Schwamm(kopf) drüber. Die kargen Backgrounds sind zwar subjektiv gesehen passend und erinnern wirklich sehr an die TV Serie, aber objektiv ist es einfach nur schwach. Die zweidimensionale Scrolling geht zumindest ohne jegliche Ruckler von Statten, ein Tropfen auf dem heißen Stein. Nun gut, mit großer Mühe kann ich dem Spiel auch etwas positives abgewinnen. Die Hintergründe der Levels wiederholen sich nicht und die Animationen des Schwammkopfes und seiner Wiedersacher sind sehr passend…

Autsch, meine Ohren ! Endlich wird mir der Sinn des kleinen Drehrades zur Regulierung der Musiklautstärke, das an der Unterseite des GBA eingelassen ist, bewusst. Soll ich ehrlich sein ? Quatsch, ich muss ehrlich sein. Der Sound ist ein einziger Krampf, und das Resultat des Spongebob Spielens eine Goldquelle für jeden Ohrenarzt. Ich hab’s zwar noch nicht darauf angelegt, aber Jackass- Fanatiker unter euch haben eine neue Disziplin.
Die wohl teuerste Variante, sich schnellstmöglich einer Tinitusbehandlung unterziehen zu müssen. Kein Scherz, Ohren zu Musik aus, welch ein Graus !!

Ok, der Fairness halber erwähne ich auch noch den einzigen halbwegs positiven Aspekt des Spieles, die Steuerung. Springen, Blasen schießen, Gegenstände sammeln. Viel mehr Aktionen umfasst die Steuerung nicht, weshalb man sie wohl auch mindestens ebenso schnell verinnerlicht hat, wie das Spiel an sich dann auch in der nächst besten Ecke liegt. Hinzu kommt auch die miese Kollisionsabfrage, auf die ich jetzt meinen Nerven zu Liebe nicht eingehe…
Dennoch -Oh Schreck, ein Zugeständnis- die Steuerung ist wirklich sehr, sehr leicht zu erlernen, der Charakter mindestens genauso leicht zu handhaben, was der angesprochenen Zielgruppe des Spieles sicherlich entgegenkommt.

Eigentlich sollte ich an dieser Stelle noch ein paar Worte zu den Features verlieren, würde ich eigentlich auch gerne, aber es gibt ja leider keine.

Fazit:
Ich bin enttäuscht, nein, ich bin traurig und wütend, dass wir in unserer heutigen Zeit immer noch derartige Software-Ärgernisse vorgesetzt bekommen. Ich könnte jetzt seitenlang über das Paarungsspiel peruanischer Paviane schreiben und ihr wärt weniger gelangweilt, als von „Spongebob Squarepants: Revenge of the flying Dutschman“. In meiner dreistündigen Testphase ist mir klar geworden, wie wichtig die Schule doch ist, und dass ein Tag Schule eigentlich bei weitem mehr Sinn hätte, als mein dreistündiger Selbstversuch.
Kinder, Erwachsene, Fans und Fanatiker, spart das Geld, geht lieber ein wenig ins Schwimmbad oder spendet es Bedürftigen (meine Bankverbindung…mom :o)), mit fast jeder Spiel- oder Investitionsalternative seid ihr besser bedient, als mit diesem „Spiel“. Und gehört ihr zu den bemitleidenswerten Geschöpfen, die das Spiel ohne Kassenbon geschenkt bekommen haben, gibt es immer noch ein Fünkchen Anlass zur Freude: Bei Schlafstörungen: Spongebob ! Man, man, man…



N-Freak



Vielen Dank an THQ für die Bereitstellung des Testmusters !

WERTUNG:
39%
Kein Kommentar ! Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks (1)
Komplettlösung
Videos
  Steuerung Ganz ok.
  Features Features ? Welche Features ?
  Grafik Zweckmäßig, aber qualitativ lachhaft
  Sound *kreisch*
  Spielspaß Bei den jüngsten unter euch vielleicht …







Details
Spielname:
SpongeBob: Revenge of the Flying Dutchman

Publisher:
THQ

Genre:
Jump-n-Run

Release:
.. (erschienen)

Multiplayer:
natürlich nicht

Screenshots:

ScreenViewer öffnen (6)

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