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Wer wird Millionär ?


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Wer wird Millionär ?Review vom 10.11.2002

Wer kennt sie nicht, einer der wohl beliebtesten Game-Shows unserer Zeit: „Wer wird Millionär“. Und wer würde nicht mal gerne, gegenüber von Günther Jauch, versuchen eine Million zu gewinnen? Ob Brettspiel, PC-Version und und und, auch in der Unterhaltungswelt ist Wer wird Millionär beliebt. Kann sich die tragbare GBA Version behaupten oder handelt es sich hier um eine billige Kopie der TV-Serie?In fast allen Ländern auf diesem Erdball gibt es TV-Sendungen im Stil von Wer wird Millionär. Da war es nur eine Frage der Zeit wann diese aus Großbritannien stammende Quiz-Sendung nach Deutschland kommt. Seit September 1999 ist, der charismatische und beliebte TV-Moderator Günther Jauch das deutsche Erfolgsrezept der Millionen-TV-Show bei RTL. Und nach der 1. Sendung verfiel Deutschland quasi dem Quiz-Fieber. Schnell wurde dieses Prinzip auch von anderen Sendern kopiert und abgewandelt. Bei dem GBA Spiel handelt es sich um eine Umsetzung des RTL-Originals. Doch kann dieser Lizenztitel wirklich überzeugen?

Schaltet man den GBA ein, durchstreift man erstmal einige Entwicklerlogos um nach einem Video-Intro ins Spiel zu gelangen. Doch halt, gibt es gar keine einstellbaren Optionen? Scheinbar nicht denn nach dem Intro, der original musikalischen Begleitung und einer kurzen Kamerafahrt landet man direkt auf den „heißen Stuhl“ und wird sofort mit den 15 Fragen konfrontiert.
Die Regeln des Spiel sind einfach: Jetzt werden dem Spieler bis zu 15 Fragen gestellt. Kann er alle richtig beantworten, gewinnt er die heiß begehrte Summe von einer Million €. Die einzelnen Fragen werden nacheinander gestellt und zwar so lange, wie der Spieler diese richtig beantwortet oder bis dieser vorzeitig das Weite sucht. Für jede richtig beantwortete Frage gewinnt man einen bestimmten Geldbetrag. Jederzeit kann man entscheiden, ob man das Spiel vorzeitig zu beenden und den bis dato gewonnen Euro-Betrag mit nach Hause nehmen will, oder man spielt weiter bis man die Million in der Tasche hat.
Der Spieler sieht die Frage und vier alternativ Antworten auf seinem Monitor. Ein Zeitlimit für die Antworten gibt es nicht, man kann also getrost auch zwei- dreimal über die Frage nachdenken. Zu jeder Zeit hat man die Möglichkeit, einen von drei Joker einzusetzen. Diese können jedoch nur einmal benutzt werden. Wann man diese Joker benutzen will ist einem selbst überlassen, es können auch alle Joker für eine Frage verwendet werden. Gehen wir einmal genauer auf die einzelnen Joker ein:
Joker Nummer 1: ist der 50:50 Joker. Zwei falsche Antworten werden von den Auswahlmöglichkeiten entfernt.
Joker Nummer 2 ist der Telefon-Joker: virtuell wird ein Bekannter angerufen und um dessen Rat gebeten. Seine Antwort könnt ihr dann auf dem Monitor ablesen.

Der 3. und letzte Joker ist der Publikums-Joker. Das virtuelle Studiopublikum beantwortet die Frage per Abstimmung. Ein Übersichtsdiagramm mit den prozentualen Antworten des Publikums soll die Entscheidung erleichtern.

In der Theorie hört sich das natürlich ganz einfach an, eben mal 15 Fragen beantworten und mit einer Million nach Hause gehen. Doch der Schwierigkeitsgrad der Fragen steigt von Antwort zu Antwort kontinuierlich an. Und nach den anfänglich Kinderleichen Aufgaben gesellen sich später die richtig harten Kopfzerbrecher. Wenn man allerdings die virtuelle Million mit nach Hause nehmen möchte, sollte man z.B. schon wissen, worum es sich "der ingogermanischen Wort-Herkunft nach bei Salz" dreht ? Vielleicht "A: einen Durstmacher", oder "B: Schweißperlen" ? Wie wäre es mit "C: das weiße Gold" oder "D: das Schmutziggraue" ...? (Für alle Neugierigen, die richtige Antwort wäre D ) Als Hilfen gibt es noch sogenannte Sicherheitsstufen, diese sind bei Geldbeträgen von 500€ und 16000€ zu finden. Hat man eine solche Sicherheitsstufengrenze erreicht, kann diese gewonnene Summe nicht mehr verlieren. Auch die Vielzahl der Fragen in der GBA Version kann überzeugen. Scheinbar heißt es jetzt nur noch ran an die Million.

Bisher ist alles noch schön und gut in der beliebten RTL-Quizshow im Taschenformat, doch es gibt natürlich wie bei jedem Spiel etwas zu bemängeln. Wieso wurde auf eine Optionsvielfalt verzichtet. Es gibt z.B. nur den einen Hauptspielmodus. Und warum wurde diesem Spiel keine Speicherbatterie geschenkt, um Erfolge, Namen etc. aufzeichnen zu können? Es ist einem überhaupt nicht möglich seinen Namen ins Spiel einzugeben. Und auch nach einem gewonnen Geldbetrag, ist es einfach vorbei. Das heißt es gibt leider keine Highscoretabelle mit der man, mit einer gewonnen Million, bei seinen Freunden angeben könnte. Was auch komplett fehlt ist ein Multiplayermodus, dabei zeigen die PC-Versionen ganz einfach wie das zu lösen wäre. Trotz der positiv anzurechnenden Vielzahl der Fragen, hat dies natürlich nach einer gewissen Spielzeit auch ein Ende, und die Fragen können sich wiederholen. Diese Tatsachen drücken das bisher positive Bild des Spiel doch ein wenig herunter.

Steuerung:
Die Steuerung des Spiels ist beschämend einfach. Dazu braucht man nichteinmal in die 15 Seitige Spielanleitung schauen. Mit dem Steuerkreuz wird die Antwort oder der zu benutzende Joker ausgewählt und mit A aktiviert. Einfacher geht's Steuerungstechnisch wirklich nicht.

Grafik:
Neben der zweckmäßigen Grafik bei den gestellten Fragen, kann Wer wird Millionär bei den Videosequenzen positiv überraschen. Die stilvollen Kamerafahrten durch das virtuelle RTL-Studio, bei richtig beantwortung der Fragen, oder bei einsetzen diverser Joker, sehen einfach klasse aus. Jetzt fehlt nur noch Günther Jauch, der sich zu einem gesellt.

Sound:
Soundtechnisch hat Wer wir Millionär einiges auf dem Kasten. Die original Sounds aus der TV-Serie werden gekonnt in Szene gesetzt. Via Kopfhörer kommt es einem fast so vor als säße man direkt im RTL-Studio. Dazu kommt noch die original Spannung erzeugende Musik die auch aus der Quiz-Show bekannt sind. In Sachen Sound können sich manche Spiele hier ein Vorbild nehmen!

Features: Bei den Features hingegen wurde eher geschlampt. Warum es keine Optionsmenüs, keine Speicherbatterie und auch kein Multiplayermodus gibt, ist mir ein Rätsel. Zumindest eine Highscoreliste wäre noch drin gewesen, oder? Einzig allein die komplett deutschen Fragen und die original Regeln des Spiels können ein paar Punkte sammeln.

Fazit:
Fans der Serie können sich bestimmt schnell mit dem Spiel anfreunden, und haben ein gutes Mittel in der Hand um das Algemeinwissen aufzubessern. Doch Wer wird Millionär ist mehr ein Spiel für zwischendurch, und keines was über Monate hinweg fesseln kann. Dafür kann man es aber immer ab und an aus der Tasche ziehen um sein Wissen auf die Probe stellen. Die geringe Anzahl der Features mindert jedoch das Ergebnis des Spiels. Und schade, dass der GBA keine Geldscheine auswerfen kann ;)


Kevin Jensen [Iceman]


Vielen Dank an Big Ben für die Bereitstellung des Testmusters.

WERTUNG:
70%
Jauch im Taschenformat Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Komplettlösung
Videos
  Steuerung einfacher geht's nicht !
  Features nach den Features sucht man vergebens
  Grafik zweckmäßig bei den Fragen, tolle Kamerafahrten
  Sound Der GBA kann sehr wohl schöne Klänge zaubern
  Spielspaß ein guter Pausenfüller







Details
Spielname:
Wer wird Millionär ?

Publisher:
BigBen

Genre:
Denkspiel

Release:
.. (erschienen)

Multiplayer:
nein

Screenshots:

ScreenViewer öffnen (8)

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