Peter Pan: Neue Abenteuer in Nimmerland
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Peter Pan: Neue Abenteuer in NimmerlandReview vom 18.10.2002
Wer kennt ihn nicht, den grüngekleideten Jüngling aus Nimmerland, dessen Fee ihm stets mit Rat und Tat zur Seite steht ?
Genau, die Rede ist von Pan, Peter Pan...geschüttelt und nicht gerührt...
Die einen lieben ihn, die anderen hassen ihn, welche der beide Alternativen nun auf mich zutrifft und ob es mich angesichts des Games eher schüttelt oder rührt, das und mehr lest ihr wie immer in unserem PG.de Review. Im Auftrag seiner selbst, bewaffnet mit einem gefährlichen Dolch und ausgerüstet mit Naseweis Spezial Equipment begibt sich der charmante Comic Held Peter Pan auf den langen und grausigen Weg nach Nimmerland.
Nicht alles, was ich euch gerade aufgetischt habe, entspricht der Realität...demzufolge ist Peter Pan zwar ein Comic Held, doch weniger charmant als überheblich und dämlich grinsend, Naseweis Spezial Equipment kann sich Peter vorerst an den (zugegebenermaßen albernen) Hut stecken und der Dolch ist ohnehin aus Plastik (alles andere riefe gezwungenermaßen die Jugendschützer auf den Plan...*g*).
Fakt ist also, dass der ominöse Käpt’n Hook Naseweis- Pans Fee- nach Nimmerland entführt hat. An und für sich kein Weltuntergang, nur leider kann Peter ohne seine Fee all die praktischen Helden-Fähigkeiten ( wie z.B.: das Fliegen) nicht mehr ausüben, so ein Jammer aber auch...
Soweit die 08/15 Storyline, die nicht mit Gähneffekten geizt und deutlich auf die jüngeren Fanatiker der videospielbegeisterten Kindergartengeneration zugeschnitten ist...- wie der Rest des Spieles übrigens auch, aber alles der Reihe nach.
Im Hauptmenü stehen mir 4 Punkte zur Wahl: „Neues Spiel“ bedarf wohl keiner weiteren Erklärungen, „Spiel Fortsetzen“...Die Freude währt nicht lange...unter dem verheißungsvollen „Spiel fortsetzen“ verbirgt sich lediglich ein nerviger „Enter Passwort“ Screen, na toll...
Die üblichen Einstellungen unter den „Optionen“ können mein herzhaftes Gähnen nicht unterdrücken. Halt, was war das...“Filme“ ? Ja, richtig gelesen. Unter diesem Menüpunkt könnt ihr im Laufe des Spieles die 4 gefundenen Filmsequenzen (im Stile des Zeichentrick Films !!) betrachten... ein netter Zusatz- nicht nur für Nostalgiker und Fans !
Ich entscheide mich für das „neue Spiel“. Eine comicmäßige und mit Texttafeln unterlegte Anfangssequenz erzählt mir, was wir schon wissen.
Entnervt klicke ich mich durch den Wulst an Texttafeln. Endlich- Level 1- London. Noch habe ich die Hoffnung auf ein akzeptables Game nicht aufgegeben…
Die ersten Schritte durch das virtuelle 2-D London belehren mich eines Besseren. Eine schwammige und unpräzise Steuerung ersticken meine Hoffnung auf ansprechende Jump and Run Kost im Keim...
Keine Nebelschwaden...keine bedrohliche Musik ...irgendwann musste doch einmal ein Schockeffekt kommen...
Hossa...in einem unsäglich langsamen Tempo trottet behäbig ein bärtiger Wachtmeister in den Screen, dreht sich um und läuft ein Stückchen zurück. Ha, dem werd’ ich’s zeigen. Ich lasse Peter seinen Dolch zücken und ihn mit aller Wucht in Richtung des korpulenten Ordnungshüter werfen. „Bomb“. Der Dolch prallt an seinem Bierbauch ab und fliegt schnurstracks zu Peter zurück...na spitze...
Apropos Peter...: und dieser grobe Pixelhaufen, der sich bewegt wenn ich auf das digitale Steuerkreuz drücke, das soll der legendäre Peter Pan sein ? Pah...
Womit wir bei der Grafik wären. Das normale Spiel betrachtest du aus einer Jump and Run üblichen 2-D Seitenansicht. Da stechen vor allem die wenig spektakulären Hintergrundgrafiken und die grob designten Gegner und Objekte ins Auge. Spärlich animiert begegnet man alle 5 Sekunden einem feindlich gesinnten Objekt. Angriffsstil oder – Taktik ? Nein, etwas derartiges besitzen sie nicht. Sie laufen plump und träge ihre Strecke ab, berührst du sie, kostet es dich Energie.
Sonst gibt es unter dem Aspekt der Grafik nicht viel Erwähnenswertes. Die Zwischensequenzen in ihrem originalgetreuen Comic Look können noch am ehesten überzeugen, zusammen mit den tollen Filmen (die man erspielen muss...) bilden sie aber leider nur den sinnbildlichen „Rahmen“ des grafischen Bildes, deutlich zu wenig, um den Gesamteindruck zu schmücken...
Nicht gerade als spannungsfördernd, aber als durchaus gelungen und unterhaltsam kann man die musikalische Untermalung des Spieles bezeichen.
Träumerisch und zum Spiel passende Stücke werden mit kurzen Sprachsamples (auf Englisch) kombiniert.
Die Tatsache, dass bei weitem nicht nur ein Stück bzw. ein Thema vertreten ist, lassen hoffen und verbessern den technischen Eindruck des Moduls.
Mehr oder minder elegant aber blechern, jedoch bei weitem nicht perfekt, so könnte man den Sound mit wenigen Worten beschreiben...geht im großen und ganzen in Ordnung.
Um ein weiteres leidiges Kapitel aufzuschlagen...das Gameplay . Ich mach’s kurz und knapp: Schlecht, einfach nur schlecht.
Nun gut: Mittels des A Buttons könnt ihr springen, mit B werft ihr den Plastik Dolch und- nachdem ihr das entsprechende Extra aufgesammelt habt- könnt ihr durch zweimaliges Drücken und gedrückt halten des A-Buttons gar kurzzeitig fliegen, is das nicht phänomenal ? Ja, unglaublich. Dem Spieler bietet sich ein unversöhnliches Bild: Die schwammige und unpräzise Steuerung in Kombination mit der teils miesen Kollisionsabfrage ziehen die gesamte Spielspaß-Wertung in den Keller...
Hinzu kommt das (untertrieben gesagt) höchst lethargische, anspruchslose und abwechslungsarme Gameplay: Hüpfen, Laufen, Hüpfen, Laufen, Gegner, Hüpfen, Laufen, Fliegen...aber was will man in dieser Hinsicht von einem „JUMP“ and „RUN“ erwarten ? Schade...
Wer sich von Peter Pan ein Spiel erhofft hat, das auch nur kurzzeitig fesselt, den muss ich definitiv enttäuschen. Mit (fast) jedem Genrevertreter seid ihr besser bedient. Kleine Makel und Macken darf sich jedes Game leisten, dadurch wird es meist auch nicht unwesentlich schlechter...summiert sich das ganze ungünstig, wie ich anhand des Beispiels „Peter Pan: Return to Nimmerland“ verallgemeinern kann, artet das Spiel in einer mittleren Katastrophe aus.
Um ehrlich zu sein: Wäre es für den Test nicht vonnöten gewesen, ich hätte das Game schon wesentlich früher in die Tonne gekloppt...
Fazit:
Mit „Peter Pan: Return to Nimmerland“ liefert uns Ubi Soft ein weiteres Paradebeispiel dafür, dass Lizenz-Versoftungen meist gehörig daneben gehen. Die langweilige Storyline spricht nicht einmal die Jüngsten unter euch an und kann auf Grund der schwachen Grafik, des miesen Gameplays und des quasi nicht vorhandenen Dauerspaßes kaum überzeugen. In Relation zum restlichen Game stellt der Sound zwar einen Glanzpunkt dar, der es aber bei weitem nicht zu Stande bringt, auch nur einen der übrigen negativen Aspekte in den Schatten zu stellen. Liebe Eltern, liebe Kinder, dieses Geld kann man wahrlich sinnvoller investieren und wenn die Sehnsucht nach Peter Pan doch allzu groß sein sollte, möchte ich euch an dieser Stelle doch den Zeichentrick Film nahe legen...*g*
Game Over, auf Wiederlesen.
Christian Thol
Vielen Dank an UbiSoft für die freundliche Bereitstellung des Testmusters
Steuerung
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ein Graus
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Features
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leider zu wenig
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Grafik
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unterdurchschnittlich
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Sound
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akzeptabel
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Spielspaß
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nur sehr spärlich vorhanden...
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Details
Spielname:
Peter Pan: Neue Abenteuer in Nimmerland
Publisher:
Ubi Soft
Genre:
Jump-n-Run
Release:
.. (erschienen)
Multiplayer:
nein
Screenshots:
 ScreenViewer öffnen (7)
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