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Space Invaders


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Space InvadersReview vom 05.06.2002

Aliens. Warum eigentlich immer Aliens? E.T.´s düstere Zeitgenossen mussten inzwischen schon für dutzende von Ballergames herhalten. Der Urklassiker der "Was-guckst-du-Monster-isch-röste-dir!" ist unumstritten Space Invaders. Halt, ein weiterer Klassiker für den GBA? Ja, aber was für einer!Worum zum Geier geht´s eigentlich?
30 Jahre sind vergangen, seit dem die Menschheit den letzten Angriff der Außerirdischen zurückgeschlagen hat. 30 Jahre voll Frieden und Wohlstand. Die Gegner von damals haben sich in die dunklen Weiten des Weltalls zurückgezogen und sind nur noch Sagengestalten in den Geschichten alter Tattergreise. Die Menschen haben sich weiterentwickelt und ihr Sonnensystem kolonialisiert. Alles ist gut...
Bis eines Tages ein Funkspruch vom Planeten Pluto alle Befürchtungen wahr macht: Die Außerirdischen sind zurück! Mächtiger und dazu auch noch stinksauer! Nun liegt es an euch, dem mutigen Abwehrchef des Sonnensystems, mit eurem Gleiter den glitschigen E.T.s den Hintern zu versohlen! Auf in den Kampf, Kamerad!

Space Invaders ist Kult. In den 70er Jahren machte das Automatengame so ziemlich jede Spielhölle unsicher, schluckte massig Geld (was die eigentliche Bedrohung war --> Pleite für Jugendliche!) und ließ erste Hornhaut an den Daddel-Fingern entstehen.
Was könnte man also tun, um den Klassiker auf dem GBA wieder auferstehen zu lassen? Einfach nur das alte Spielprinzip mit neuer Grafik wäre zu langweilig. Nein, die Programmierer von Torus (brachten uns u.a. den unsäglichen Planet der Affen) haben zwar nicht das Genre neu erfunden, es jedoch um ein paar neue Spielpunkter erweitert und aus dem klassischen Ballerspiel einen Taktikshooter allererster Güte gemacht. Denn: Wo es früher kaum zu unterscheidende Pixelberge gab (Hinweis: Das waren die Gegner) umschwirren die Planeten bunte, komisch geformte Raumgleiter, welche bestimmte Eigenschaften beherbergen. Schießt ihr z.B. vier rote Schiffe hintereinander ab wird euch eine Extra-Waffe zugeteilt, mit der eine ganze Reihe Gegner vertikal weggebruzzelt wird. Gleiches gilt für grüne und blaue Aliens (links- und rechts-bruzzel!). Durch diese Komponente wird die Strategie ein wichtiges Hilfsmittel: Wie erlege ich am schnellsten die meisten Biester, wo gibts am schnellsten Punkte. Im spaßigen Zweispielermodus geht das dann entweder gegeneinander oder kooperativ.

Die Steuerung ist denkbar einfach. Mit dem Steuerkreuz bewegt ihr eure Blechbuchse von links nach rechts (ja, auch umgekehrt!), A und R ballern, was das Zeug hält, und B und L aktivieren eure Zusatzwummen. Insgesamt reagiert die Steuerung leider etwas träge, was man mit ein wenig Übung jedoch gut hinbekommt.

Grafisch erwartet man von Space Invaders nicht viel. Daher ist man positiv überrascht, wenn die GBA-Version wunderschön gerenderte Gegnerscharen präsentiert. Vor allem die Endgegner alle 10 Level wissen mit geschmeidigen Animationen zu gefallen. Auch wenn euer Raumer mal getroffen wird (oh mein Gott! Sie haben Kenny getötet!) explodiert er in einem wunderbaren Feuerball nebst anschließender Druckwelle. Überhaupt sehen die Explosionen sehr plastisch aus und geben dem Spiel einen eigenen, ganz speziellen Look.
Leider kann man das nicht auch von den Hintergründen sagen. Diese präsentieren sich sehr dunkel und trist. Ohne gutes Licht ist hier nichts zu erkennen. Man hat das Gefühl, dass die Programmierer hier lieber ihre tollen Aliens und nicht die Planeten des Sonnensystems zeigen wollten. Immerhin sieht man erstere dadurch auch verdammt gut!
Das Hauptmenü brilliert mit spaciger Grafik, die einen gleich das Gefühl eines modernen Bordcomputers gibt. Gut gemacht.

Soundtechnisch ist das neue Space Invaders ein Quantensprung gegenüber dem Klassiker von vor 30 Jahren. Die nebenbei daherwummernde Technomusik spricht den Zeitgeist an, stört nicht und passt gut zum Geschehen. Die Soundeffekte sind leider etwas dumpf und hätten krachender sein können. Sprachausgabe gibt es leider keine.

In den Features kann Space Invaders begeistern! Speicherbatterie, zwei verschiedene Multiplayer-Modi sowie das Classic-Game sorgen für Fun! Das strategische Element der verschiedenen Gegner nebst Extrawaffen fesselt euch für eine Weile an den GBA (dank Speicher auch mal nur für Zwischendurch), ist jedoch für 100 Level nach einer Weile doch zu langweilig... Viel Abwechslung wird nicht geboten.
Schade ist auch, dass es kein Continue gibt. Nach fünf Leben ist Schluss. Gnade für den, der nicht rechtzeitig gespeichert hat!

Fazit:
Space Invaders für den GBA überrascht mit neuen Ideen in einem uralten Spiel. Zwar bietet es keinen Spaß auf all zu lange Dauer, für ein kurzes Spiel zwischendurch (wie es auf einem Handheld auch üblich ist) kann man es jedoch uneingeschränkt empfehlen! Probespielen lohnt sich!


by chris

vielen Dank an Activision für das Testmuster

WERTUNG:
71%
Spaciger Klassik-Shooter mit neuen Ideen Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks (2)
Komplettlösung
Videos
  Steuerung Einfach, aber ein wenig träge
  Features Speicher, Multiplayer, Spielerherz, was willst du mehr?
  Grafik Tolle Sprites, düstere Hintergründe
  Sound Gute Mucke, ey, aber warum so dumpf?
  Spielspaß Vorsicht: Suchtgefahr!







Details
Spielname:
Space Invaders

Publisher:
Activision

Genre:
Weltraum

Release:
.. (erschienen)

Multiplayer:
ja

Screenshots:

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