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Driver 2


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Driver 2Review vom 26.10.2002

Mit 80 Meilen pro Stunde in den Gegenverkehr, gejagt von einer Armada an Cops, gehetzt durch die gesamte Chicagoer Unterwelt, dein Auto ist schrottreif, der Zeuge, den du beschatten solltest über alle Berge. Die Situation wird immer brenzliger und die Spannung nimmt nicht gekannte Formen an...es geht aufs Ganze, mit angezogener Handbremse schlitterst du in eine enge Seitengasse, rammst einen entgegenkommenden Van, jetzt heißt es alles oder nichts... Wer eine der Heimkonsolen Versionen von Driver kennt, wird wissen, wovon ich rede...Die Kritiker überschütteten seinerzeit Driver 1 mit Höchstwertungen, der zweite Teil wurde mit hoher Erwartungshaltung herbeigesehnt...und enttäuschte auf der ganzen Linie. Gründe fand man vor allem im teilweise verkorksten und wenig innovativen Gameplay... Umso erstaunlicher, dass eine Konvertierung des zweiten Teils der „erste“ GBA Driver ist ? Oder kann Driver 2 auf dem GBA wider erwarten neue Maßstäbe setzen ? Dies und mehr in unserem PG.de Review, let’s read !Wer die Playstation- oder PC Versionen einmal angespielt hat, dem dürfte relativ klar sein, worum es geht...wilde Verfolgungsjagden in amerikanischen Städten, Kronzeugenschutzprogramme oder Taxi-Dienste für die Gangster Bosse, dies und mehr bietet Driver 2 in Hülle und Fülle. Zur interessanten Storyline lässt sich zusammenfassend folgendes sagen: Alvaro Vasquez, Kopf einer der größten Verbrecherorganisationen Brasiliens, verlagert seine Geschäft mehr und mehr in die USA. Das wiederum missfällt Solomon Caine, seines Zeichens mächtigster Gangster Boss Chicagos. Doch als wäre es nicht schon genug, dass Vasquez sich in die dunklen Machenschaften und in das Geschäft seines amerikanischen Konkurrenten einmischt, nein, nun stellt sich auch noch heraus, dass Pink Lenny, Caines Buchhalter, für Vasquez arbeitet. Die Situation ist beängstigend und droht zu eskalieren. Um wieder Ruhe in den Bandenkrieg zu bringen, engagiert die Polizei den bewährten Undercover Cop „Tanner“, der sich durch seine großartigen Taten in jüngster Vergangenheit schon mehrfach bewährte. Nun liegt es an dir, dich in der Rolle des coolen und eiskalten Undercovers Tanner zu beweisen, das Vertrauen der Bandenchefs zu erschleichen, Lenny zu finden bevor es Caine tut, sowie Ruhe und Frieden zu stiften...keine leichte Aufgabe, aber packen wir es langsam an...

Driver 2 kann mit satten 5 Sprachversionen auffahren, was auf Grund der komplexen Hintergrundgeschichte nur hilfreich ist. Im übersichtlichen Hauptmenü stehen dir 5 Optionsmöglichkeiten zur Wahl. Der „Undercover“ Modus stellt den eigentlichen Story Modus und somit das Herz des Spieles dar. Mittels des modulinternen Batterie Speichers kann man 4 Spielstände sichern, hast du dich für einen entschieden, führt dich die Anfangssequenz in das Geschehen ein... Als Anfänger empfiehlt es sich tunlichst eine „Ausfahrt (zu) machen“, auf diese Weise könnt ihr euch in aller Ruhe mit den Gegebenheiten der Steuerung, der diversen Bildschirmanzeigen und den komplexen Städten vertraut machen. Der „Rennspiele“Modus beinhaltet diverse Minispielchen, die den Dauerspaß nicht unerheblich erhöhen. Ob eine „Hetzjagd“, bei der es gilt, das Fluchauto innerhalb möglichst kurzer Zeit zu stoppen (Highscore wird automatisch modulintern gesichert...), um zu „Überleben“ so lange wie möglich gegen eine Horde wildgewordener Cops zu bestehen (Zeit wird auch hier gesichert...), auf der „Flucht“ möglichst schnell der Police zu entkommen, als „Pistensucher“ möglichst viele von 100 in der Stadt verteilten Hütchen innerhalb eines Zeitlimits zu finden, oder ein Level durch das Überqueren diverser „Checkpoints“ so schnell als möglich zu beenden, hier wird euch nicht allzu schnell langweilig...denn wen reizt es schon nicht, immer und immer wieder seinem persönlichen Highscores hinterher zu jagen ?

Als ob das nicht genug wäre, bietet Driver obendrauf noch einen (2-Modul...) Mehrspieler Modus, der auch diverse Minispielchen und Rennvarianten beinhaltet. Als ebenso selbstverständlich wie nötig erweist sich der „Optionsmodus“, in dem tragende und wichtige Einstellungen für das spätere „Undercover“ Spiel getroffen werden (können und müssen).

Unter dem Aspekt der grafischen Darstellung bot sich mir ein durchwachsenes, aber schlussendlich relativ überzeugendes Bild. Aus einer ordentlichen Pseudo- 3-D Perspektive, erzeugt durch gelungenen Einsatz des Mode 7, beobachtest du das Geschehen aus einer rennspielüblichen „Knapp-überhalb-und-hinter-dem-Wagen“ Kameraperspektive. Die komplexen Städte wissen vor allem durch den komplett animierten „Verkehr“ zu überzeugen, die Häuserfassaden sind leider pixelig und teilweise ist es für den Spieler offensichtlich, dass die Häuser nur zur Straße hin (als spröde Bitmap) designt wurden... Schade und dem Spielfluss mitnichten dienlich, sind die vielen, vielen Pop Ups, seien es Autos, die Straße oder ganze Häuser- mit der Weitsicht ist es im wahrsten Sinne des Wortes nicht „weit“ her...aller schlechten Dinge scheinen 3 zu sein: Die Frame Rate, die „streckenweise“ unter die Schmerzgrenze der Einstelligkeit sinkt und die damit verbundenen Tempo Einbußen der ohnehin geringen Spielgeschwindigkeit minimieren den Spaßfaktor und lassen die Frustkurve erschreckend steigen... Zum Glück handelt es sich bei obig genannten Mängeln um keinen Dauerzustand und wenn erst einmal 5 Polizeiwägen hinter dir her sind, ist es in 99 % aller Fälle ohnehin zu spät...*g* Aber- man sollte es nicht glauben- die Grafik Engine hat auch ihre guten Seiten, welche die Wertung der Grafik durchaus rechtfertigen. Die 3-D Perspektive an sich ist sehr gut gelungen, das Flair des sonnigen Rios in Relation zum eher tristen Chicago ist ebenso geglückt, wie die hohe KI und die riesigen Städte mit ihren diversen Stadtteilen. Ein großes Lob muss man indessen auch für die Sequenzen aussprechen. Die mit Textpassagen unterlegten Standbilder machen einen klasse Eindruck, vor allem dadurch, dass sie komplett in 3-D designt wurden und die komplexe Story mit ihren vielen Wendungen überraschend und spannungsfördernd erzählen. Im großen und ganzen ziemlich gut !

Auch musiktechnisch wird einiges geboten. Sprachsamples und andere Handheld Luxus Güter sucht man zwar vergebens, dennoch können die Stücke und die realistische Geräuschkulisse weitgehend (insbesondere Stereo) überzeugen. Ob nun die motivierende Background Musik im Hauptmenü, der hektische Sound während wilden Verfolgungsjagden, die Martinshörner der Polizeiwägen oder das Quietschen der qualmenden Reifen, wenn man sich mit einem spektakulären Burnout vor den Gesetzeshütern rettet... Man kann es wirklich als ziemlich gelungen bezeichnen, was die Entwickler auf den GBA gezaubert haben. Zwar werden manche der Stücke schnell nervtötend, aber dennoch:...gutes Mittelmaß !

Kommen wir zum Gameplay...ferner der Steuerung. Driver 2 lässt sich innerhalb weniger Minuten bestens spielen, auch ohne einschlägige Kenntnisse in Sachen „Videospielsteuerung“... Mit dem A-Button beschleunigt ihr den Wagen, mit B bremst ihr, des weiteren könnt ihr mittels des R-Triggers (wenn ihr Tanner gerade zu Fuß steuert) in einen parkenden Wagen einsteigen oder, sofern ihr schon fahrt, die Handbremse ziehen. Mit dem digitalen Steuerkreuz könnt ihr Tanner steuern, oder seinen gegenwärtigen Wagen durch die Städte manövrieren. Die Hupe (L Trigger) benötigt ihr relativ selten, sie ist vielmehr als nettes Zusatzfeature gedacht... Eine Schadens- und Verbrechensanzeige am oberen Bildschirmrand informieren euch stets über euren aktuellen „Zustand“, auf einer Karte definiert ein roter Pfeil euer Missionsziel, beziehungsweise dessen Standort. Leider, leider haben es die Entwickler versäumt, dem ohnehin trägen Spielablauf eine halbwegs passable Steuerung zu verpassen. Das Gemurkse endet spätestens mit der miesen Kollisionsabfrage im mittelmäßigen Desaster...schade, schade...

Auf Dauer kann Driver 2 dank der vielen Spielmodi, des umfangreichen „Undercover Modus“ und der vielen Spielmöglichkeiten durchweg überzeugen. Ob zwischendurch oder auf längere Zeit, während des Schulunterrichts oder an einem freien Tag, Driver 2 lädt immer und immer wieder zu einer kleinen Ausfahrt ein und motiviert somit auf lange Zeit. Anzumerken bleibt jedoch, dass man sich vom ersten Eindruck nicht täuschen lassen sollte. Wer Driver Zwei 5 Minuten Probe spielt, dem wird die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben sein, nehmt ihr euch 30 Minuten oder mehr Zeit, fängt Driver an, mächtig Spaß zu machen und ziemlich zu motivieren, es braucht nur seine Zeit, der erste Eindruck trügt hier also: Nicht täuschen lassen !

Fazit:
Mit der Portierung der Heimkonsolenversion von Driver 2 auf den GBA ist Infogrames ein regelrechter Coup geglückt. Nicht, dass das Game neue Maßstäbe setzen würde, nein, eher in sofern, als dass Driver 2 (GBA) der beste zweite Driver Teil ist- plattformübergreifend ! Die relativ gute Grafik, der angenehme Sound, die intuitive und leicht erlernbare Steuerung und der große Dauerspaß hieven Driver 2 auf den Genre Thron, wenngleich der Schwierigkeitsgrad eher auf die jüngeren Spieler zugeschnitten ist.
Eine konkrete Kaufempfehlung möchte ich dennoch nicht aussprechen, zu eigensinnig ist das Gameplay, zu durchwachsen die Grafik. Wer sich aber für das Genre interessiert und ein (30-minütiges) Probespielen in Kauf nimmt, der wird sicherlich bald von der Atmosphäre des Drivers in seinen Bann gezogen...



Christian Thol



Herzlichen Dank an Infogrames für die freundliche Bereitstellung eines Testmusters.


WERTUNG:
77%
Genre Thron im Genre Mix Genre Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks (2)
Komplettlösung
Videos
  Steuerung Zwar nicht optimal, aber erträglich
  Features Spielerherz, was willst du mehr ?
  Grafik Klasse Sequenzen, mittelprächtige Spielgrafik
  Sound Guter Durchschnitt
  Spielspaß Sehr motivierend !







Details
Spielname:
Driver 2

Publisher:
Infogrames

Genre:
Racing

Release:
.. (erschienen)

Multiplayer:
ja

Screenshots:

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