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Invader


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InvaderReview vom 24.10.2002

Mit der Umsetzung von Kaisertal als Invader für den GBA kommt endlich wieder ein Shoot´em Up in den Handel, der Hardcore-Freaks einiges abverlangt. Ob Invader aber auch spielerisch gut ist und nicht nur hammerschwer, dass klärt unser Test:Die Story des Spiels liest sich ein wenig wie Romeo und Julia. Statt der zwei Häuser gibt es jedoch zwei Planeten, die sich gegenseitig in den Haaren liegen und so ziemlich jeden Tag der Woche eine Schlacht führen (nur nicht am Wochenende und um fünf Uhr, da ist Weekend und Teatime). Irgendwann fiel einem Außenstehenden (wohl einem Touristen mit morbiden Gelüsten auf Krieg?) auf, dass die Planeten unter der Macht einer unbekannten Figur im Hintergrund stehen. Dies führt zum Umdenken auf beiden Seiten, als plötzlich eine Armee von Monstern angreift. In Anbetracht der Tatsache, dass man gegen diese Biester, die sich SWARM nennen, alleine keine Chance hat, raufen sich die beiden ehemaligen Erzfeinde zusammen, um der Bedrohung Herr zu werden. Doch alle Bemühungen scheinen Umsonst, bis eines Tages zwei unerschrockene Helden ihre kleinen Raumgleiter bemannen und sich mit ins Getümmel stürzen. Zwischen diesen Figuren, die unterschiedliche Fahrzeuge steuern, dürft ihr als Spieler wählen.

Invader präsentiert sich auf den ersten Blick etwas altbacken. Das Intro ist ein weißer Text vor einer Steintafel und auch der Titelscreen weiß irgendwie nicht, ob er jetzt auf einem Game Boy Color oder einem Advance ist. Während er sich also wundert schauen wir mal ins Optionenmenü und werden schonmal freudig überrascht: Neben der Anzahl der Leben können auch die Continues auf Unendlich aufgestockt werden. Bei solchen Spielen eigentlich sonst nur als Cheat im Programm. Ein Soundtest für die (garnicht üble) Musik ist ebenso vorhanden.
Im Hauptmenü kann man außerdem noch ein Zweispieler-Simultanmodus (mit zwei Modulen), Survival und nur die Bosskämpfe gezockt werden.

Das Spiel an sich ist recht simpel: Euer kleiner Gleiter fliegt von Unten nach Oben, kann sich in alle Richtungen bewegen und ballern, was das Zeug hält. Gestartet wird vom Raumtransporter Kaisertal aus, mit dem ihr über Funk Kontakt haltet. Lieutenant Zaraadj (wer kommt bitte immer auf diese tollen Namen) versorgt den Spieler immer mit den neuesten Infos und hält die Story ein wenig am Laufen.
Zerstört ihr einen Gegner hinterlässt er Münzen. Ab einer bestimmten Anzahl dieser gelben Dinger könnt ihr während des Flugs in einem Shop Upgrades kaufen. Hab ich bisher auch noch nie gesehen. Ansonsten werden neue Schüsse, Speed-Ups und Bomben von zerstörten Gegnern abgeworfen und geben dem Schiff so ein wenig mehr Power. Die ist auch dringend nötig, schließlich zerstört bereits ein Treffer eure Nussschale. Und das passiert recht häufig. Denn was auf dem Bildschirm so alles lebt ist schier unglaublich. Aus allen Ecken wird geballert, Asteroiden rasen euch um die Ohren und Nachts (ja, es gibt sogar einen Tag-Nacht-Wechsel!) kommen Vampir-ähnliche Monster raus, die nichts besseres zu tun haben, als euer Raumschiff zu verfolgen und zu vernichten. Mit den Standart-Waffen kommt man hier nicht weit. Starke Geschütze wie die Kaninchen-Kanone (keine Angst, die heißt nur so und verballert keine Ostereier-Logistiker) oder der Schlangenstrahl machen jedoch kurzen Prozess, sind jedoch beim Verlust eines Lebens auch schon wieder dahin...

Steuerung:
Locker-flockig steuert ihr eure Schiffe über die Planeten-Oberflächen und durchs All. Hoch, Runter, Links und Rechts reagieren flott und ohne zu murren. Mit A ballert ihr die Standartkanone, B zündet die Boden-Raketen (wobei ihr da das Ziel direkt im Sucher haben müsst), L die Schall-Smart-Bomb (mit einem coolen Verwisch-Effekt), während ihr mit R zwischen den Sonderwaffen (Kaninchen *g*) oder der Standartwumme hin und her schalten könnt. Das ist auch recht praktisch, da beim Verlust eines Lebens nur die aktuell ausgewählte Waffe verloren geht. Wer also intelligenterweise die stärkeren Geschütze in der Hinterhand behällt kann sie schon eher gegen die Waffenstarren Endgegner einsetzen. Mit Start pausiert ihr das Spiel (wie immer also), könnt jedoch im Pausenmodus in das Shop-Menü einsteigen, um hier je nach Barbestand, ein wenig einzukaufen. Speed-Ups, bessere Waffen und Extraleben stehen auf der Tagesordnung. Ein wenig unnötig ist es, die Funksprüche der Kaisertal oder der Endgegner per Select-Taste aufzurufen. Hier wäre ein Automatismus besser gewesen, da man im Eifer des Gefächts öfters mal vergisst, wichtige Infos zu lesen.
Was das Gameplay jedoch runter zieht sind die vielen unfairen Stellen im Spiel. Oft habt ihr keine andere Wahl, als ein Leben zu verlieren, weil einfach zu viel auf dem Bildschirm los ist. Vor allem im letzen Level setzt euch das Asteroidenfeld ziemlich zu. Da ist man froh, wenn man am Anfang unendlich Continues eingestellt hat. Mit diesen ist man jedoch in einer halben Stunde durch das Game. Harr!

Grafik:
Grafisch präsentiert sich Kaisertal/Invader erstaunlich bunt und lebendig. Die ganze Zeit passiert etwas auf dem Screen. Zwar sind die Unterschiede der Gegner sehr gering, dafür können aber die toll gezeichneten Hintergründe mit flüssigem Paralax-Scrolling überzeugen. Auch der Tag-Nacht-Wechsel hat seine Berechtigung, kommen in der Nacht doch andere Gegner zum Vorschein.
Die Geschwindigkeit des Spiels ist gut, beim Test sind keine Slowdowns aufgefallen, die irgendwie Spielspaßmindernd wären.
Die Endgegner sind jedoch recht fantasielos geworden. Nur der Wurm im Sandlevel erinnert ein wenig an den aus Zelda 3. Seine Schwachstelle ist auch in Invader der Kopf. Ansonsten Standart-Kost, nicht viel neues und vor allem: Alles viel zu überfüllt!

Sound:
Der Sound ist ein kleines Highlight bei diesem Game. Mit kleinen Sprachsampels aufgefrischt und einer flotten Techno-Mucke unterlegt macht Invader Laune. Stellenweise wird man an die genialen Kompositionen von Wipeout erinnert, wobei das Spiel jedoch nie deren Klasse erreicht. Trotzdem: Gute Arbeit in allen Bereichen.

Features:
Hier gibt es auch eine Menge zu entdecken. Leider jedoch schon auf den ersten Blick. Die Vielzahl an Features steht euch nämlich schon von Beginn an zur Verfügung. Seien es die verschiedenen Spiel-Modi oder die zwei unterschiedlichen Raumschiffe mit anderen Schussarten. Oder der Survival-Modus. Sowas sollte man eher freispielen können als frei Haus auf einem Silbertablett in die Stube getragen bekommen. Zu schnell hat man alles mal angespielt und wieder verworfen. Das gilt auch für die zwar nötigen, aber das Spiel zu einfach machenden unendlichen Continues. Da man auch beim Game Over an der selben Stelle weiterspielen kann, an der man sein letztes Leben zurückgelassen hat, ist nach einer halben Stunde der Spaß vorbei. Mit acht Leveln ist Invader nunmal nicht besonders üppig.
Dafür macht das Game im Multiplayer Laune! Und wie! Zusammen auf Alien-Jagd zu gehen ist nicht erst seit Probotector der Hit schlechthin. Mit Single-Pack-Modus wäre das Ganze perfekt abgerundet... naja, vielleicht bei Invader 2?
Deutsche Sprache sucht man genauso vergebens wie Passwörter und Speicherbatterie. Haben die Programmierer irgendwie geahnt, dass eh jeder das Game an einem Tag durch hat???...

Fazit:
Invader überrascht als kurzweiliges Action-Game für die Busfahrt zwischendurch. Schöne Grafiken, guter Sound und ein hammerhartes Gameplay, das durch unendlich Continues einen sehr soften Touch bekommt, reißen einen immer wieder zu einem kleinen Spielchen hin. Langzeitzocker sollten jedoch einen großen Bogen um das Game machen. Hardcore-Shooter-Fans mit einem Kumpel, der genauso verrückt ist, können jedoch einen Blick riskieren.


Chris


Vielen Dank an THQ für die freundliche Bereitstellung des Testmusters

WERTUNG:
69%
Kurzweiliges Ballerspiel Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks
Komplettlösung
Videos
  Steuerung Geht gut von der Hand; unfaire Level
  Features Multiplayer, unendlich Continues, nur 8 Level
  Grafik Bunt, knallig, sehr lebendig, aber unkreativ
  Sound Tolle Musik und Effekte
  Spielspaß Viel zu kurz und dank unendlich Continues zu einfach







Details
Spielname:
Invader

Publisher:
THQ

Genre:
Weltraum

Release:
.. (erschienen)

Multiplayer:
Ja

Screenshots:

ScreenViewer öffnen (8)

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