Mr. Driller 2
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Mr. Driller 2Review vom 11.03.2004
Atari hat auf dem fernöstlichen Spiele-Transfermarkt zugeschlagen und einen jungen japanischen Shooting-Star nach Deutschland eingeflogen. Mr. Driller ist sein Name und was der alles kann, haben wir für euch in Erfahrung gebracht. Genau betrachtet handelt es sich um zwei Personen: Susumu und Anna sind die Charaktere des Spiels, zwischen denen der Spieler nach Belieben wählen kann. Angesichts der Waffen, die die beiden im Intro ergreifen, könnte man meinen, sie seien Killer. Blutrünstige Kämpfer auf den Spuren von Megaman und Co. Sowieso erinnern die Outfits, eine typisch japanische Mischung aus Strampelanzug und futuristischem Hightech-Kampfgerät, irgendwie an den eben erwähnten Kollegen von Capcom. Aber es kommt ganz anders. Keine bösen Schergen warten auf die beiden, keine Monster und auch kein Besuch vom Mars. Steine fallen vom Himmel. Auf Tokyo, die Pyramiden in Ägypten, einfach weltweit. Was dahinter steckt? Die globale Erwärmung? Neue Anschläge von Terroristen? Gott? Egal, denn darüber klärt uns das Intro nicht auf, aber ihr werdet es noch früh genug erfahren. Eins bleibt: Die fallenden Steine fallen, und das heisst, dass sie fallen. Und, dass sie die Städte vergraben. Ach ja, und natürlich, dass ihr den ganzen Müll wieder wegräumen dürft.
Als moderner Suchtrupp bahnt ihr euch durch die Blöcke nun einen Weg und geht dem ganzen einmal wortwörtlich auf den Grund. Alle Steine müsst ihr dabei nicht entfernen, es gilt lediglich heil unten anzukommen, was sich aber auch als schwierig genug herausstellt, das kann ich euch sagen. Denn diese Steine haben verschiedene Farben, Größen und Formen. Steine gleicher Farbe können zu einem verschmelzen. Wenn ihr Steine mit eurem Gerät entfernt, dann stürzen die darüber runter. Alles logisch also. Nun baut ihr also in Anti-Tetris-Manier den Steinberg ab, ohne euch selber zu begraben. Naja, eigentlich ist der Vergleich mit Tetris unfair. Denn Mr. Driller ist ein eigenständiger Titel mit einem erfrischend anderen Konzept, das eine ganz andere Seite der Geschicklichkeitsspiele zeigt. Was lediglich an Tetris erinnert sind halt die Steine, und die könnten echt von einem verzweifelten Tetrisspieler in fortgeschrittenen Levels zusammengeschustert worden sein... ;)
Bisher ist das noch recht simpel, aber natürlich war das noch nicht alles, was du wissen musst. Denn als weiterer Faktor kommt dein Luftvorrat hinzu. Frag bitte nicht, warum es dort unten keine Luft gibt, aber es gibt halt keine. Und Luft ist ja bekanntlich enorm nützlich wenn es darum geht den Stoffwechsel des Körpers in Gang zu halten. Damit die Überlebenschancen auch in den Tiefen der Steine gegeben sind, liegen überall verstreut Sauerstoffflaschen herum. Eine Anzeige informiert dich ständig über den aktuellen Stand der Dinge bzw. der Sauerstoffmoleküle. Ebenfalls in den Arealen befinden sich Kisten, die dir den Weg versperren. Dann heisst es einen Umweg zu suchen. Notfalls kann man sie auch zerstören, aber das zieht einen Luftverlust mit sich. Extraleben und -Punkte versüßen euch hin und wieder das Leben.
Auch wenn ich es in diesem Bericht schwer rüberbringen kann, dieses Spiel macht einfach Spaß. Mag sich das Konzept oben auf dem Papier (oder Monitor) noch so einseitig anhören. Es motiviert ungemein! Das Konzept ist eingängig und sofort erlernt. Gerade einmal das Steuerkreuz und eine(!) Taste reichen, um so viel Spielspass zu entfesseln, beeindruckend. Dabei wird der Verlauf nie zu einfach. Zügig, aber fair, steigt der Schwierigkeitsgrad an, später hechtet ihr regelrecht von einer Luftquelle zur nächsten. Nach einiger Zeit lässt die Motivation vermutlich etwas ab, aber eins ist sicher: Zu Mr. Driller greift man immer wieder mal gerne. Es kann sogar zur Sucht führen.
Um dieser Sucht gerecht zu werden haben die Entwickler dem Spiel u.a. eine Kampagne mit Missionen spendiert. Das ist sehr ungewöhnlich für ein Puzzlespiel. Aber auch im Endlos- und TimeAttack-Modus kann man auf klassische Weise Steinchen vernichten. Wer nicht gerne alleine spielt, der greift zum Multiplayer. Zwei Spieler können dort um die Wette zocken, allerdings braucht jeder ein Modul. Eventuell hätte man dem kleinen Driller noch ein oder zwei alternative Modi spendieren können, aber sowas stört höchsten Erbsenzähler. Oder besser gesagt, sie freut es. Denn wenigstens einen Kritikpunkt haben sie damit entdeckt. Ein Batteriespeicher ist vorhanden, großes Lob, denn der wäre nicht lebensnotwendig gewesen.
Auch technisch präsentiert sich Mr. Driller 2 solide. Grafik und Sound sind extrem niedlich und vermutlich süßer als die exotischsten Früchte sein können. Die Screenshots sagen ja schon einiges aus. Zum Sound möchte ich hinzufügen: Der setzt noch einen oben drauf! Vor allem die Sprachausgabe ist einfach... ach, kauft euch das Spiel selbst!
Fazit:
Es wird niemanden interessieren und keiner von euch wird das Spiel kaufen. Aber ich wiederhole es einfach noch einmal: Mr. Driller 2 ist eines der genialsten, fesselndsten und einfachsten Spielkonzepte der Videospiel-Neuzeit. Und deshalb sollte, nein, muss es jeder kaufen, der auch nur einmal in seinem Leben das Wort Geschicklichkeitsspiel gehört hat. Wer es nicht tut ist ignorant, aber spielt ruhig weiter Golden Sun, Leute. Gaukelt euch weiterhin vor, mit Metroid noch immer Spaß zu haben. Ich geh jetzt noch ne Runde Sauerstoff inhalieren.
Michael Voigt|Nasreddin
Steuerung
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Eine Taste reicht völlig aus
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Features
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das Rundum-Knobelpacket
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Grafik
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Bunt, aber dafür übersichtlich
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Sound
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niedliche Musik und Voices
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Spielspaß
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Ungemein fesselndes Konzept
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Details
Spielname:
Mr. Driller 2
Publisher:
Atari
Genre:
Geschicklichkeitsspiel
Release:
.. (erschienen)
Multiplayer:
Ja
Screenshots:
 ScreenViewer öffnen (6)
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