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Midnight Club Street Racing


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Midnight Club Street RacingReview vom 12.02.2002

Zum PS2-Start gab es ein gelungenes Rennspiel. Wie schon beim PC-Spiel "Midtown Madness" fährt man Rennen und andere Aufträge in einer realistisch nachgestellten Stadt, Verkehr inklusive. Eher fragwürdig ist jedoch wie das ganze für den GBA umgesetzt werden soll...Zuerst einmal sollte erwähnt werden, dass aufgrund des sehr komplexen Spielkonzepts viele technische Abstriche gemacht wurden: Zuerst einmal hat man die 3D-Engine komplettt weggeschmissen und sich für eine Vogelperspektive wie in GTA entschieden. Auch der Verkehr ist bei weitem nicht so wirklichkeitsnah wie beim PS2-Vorbild. Stur bewegen sich die Zivilfahrzeuge auf ihren Bahnen, sie weichen weder aus, noch "denken" sie mit.

Wahlweise geht es im Arcade- oder im Karrieremodus ins Rennen. Im Karrieremodus musst du nach und nach Missionen für eine Straßengang erfüllen. Im Arcademodus kannst du dann später freigespielte Rennen einzeln aufrufen. Neben den obligatorischen Stadtrennen, bei denen du schneller als die Konkurrenz über Checkpoints vom Start ins Ziel fahren musst, gibt es auch noch Verfolgungsjagden. Bei beiden Varianten hindern dich nicht nur die Gegner am Sieg. Erstes Hindernis: Die Rennen finden mitten in einer belebten Stadt statt. Das heißt: Jede Menge Verkehr stellt sich dir in den Weg, vor Ampeln entstehen kleine Staus und du musst öfters Zivilfahrzeuge als Slalomflaggen missbrauchen. Zum anderen gibt es auch noch die Polizei, dein Freund und Verkehrsrowdy. Solltest du den Ordnungshütern auffallen, versuchen dich diese mehr oder weniger elegant am weiterfahren zu hindern. Die einzelnen Aufträge werden in einer eher nebensächlichen Story zusammengehalten. Wenn man sich mal was ausruhen oder die Stadt erkunden will, darf man auch noch frei durch die Straßen brettern, ohne vorgegebenes Ziel.

Über den Umfang kann dabei eigentlich nicht gemeckert werden. Es stehen zwei Städte zur Verfügung: New York und London. Interessant ist vor allem letztere Stadt mit den vertauschten Straßenseiten. Der Fuhrpark ist nahezu sensationell bestückt: Über 40 Wagen stehen dir zur Verfügung, vom Taxi über den pickup bis hin zum Doppeldeckerbus ist alles dabei was halt so die Straßen unsicher macht. Selbst einen Eiswagen ala GTA gibt es. So gut wie alle Fahrzeuge und Rennen müssen erst im Karrieremodus freigespielt werden. Das Problem der Fahrzeugvielfalt: Große Unterschiede im Fahrgefühl machen sich nicht bemerkbar, nur in rudimentären Werten wie z.B. Geschwindigkeit sind Differenzen festzustellen.

Überhaupt sieht es in Sachen Fahrphysik beim Mitternachtsrennen eher düster aus. Man könnte fast so weit gehen und behaupten sie wäre nicht vorhanden. Deine fahrbaren Untersätze schlittern nicht, sondern lassen sich einfach locker durch jede Kurve steuern. Dass man auch aus der Vogelperspektive ein realistischeres Fahrgefühl hinbekommt zeigt die GTA-Serie auf Playstation und PC.
Desweiteren sind die technischen Abzüge nicht zu übersehen und vernichten einiges an der faszinierenden Atmosphäre des Vorbilds. Das Gefühl in einer "echten" Stadt unterwegs zu sein, stellt sich in keiner Sekunde ein. Der Spielverlauf ist dazu mehr als langweilig. Nicht nur die Zivilisten-, sondern auch die Gegner-KI ist erschreckend mies. Sie weichen dir nicht aus, sondern folgen spur ihren Pfaden. unfair auch, dass sie sofort den perfekten Weg durch das Straßenlabyrinth finden und sich nicht, wie es dir häufiger passieren wird, verfahren.

Grafisch ist das Spiel auf den ersten Blick gelungen. Die 2D-Straßenschluchten sind ordentlich detailliert und schön gezeichnet. Jedoch wird es auf Dauer sehr langweilig. Eine Straße gleicht der anderen und es gibt zu wenige Farbwechsel oder andere Auflockerungen. Ok, in der Nacht ist immer alles schwarz, aber ein bisschen mehr Abwechslung wäre schon angebracht. Der Sound dagegen nervt von der ersten Minute an. Sind die Effekte noch ordentlich umgesetzt, lässt sich das von der Musik kaum sagen. Das Niveau der titelmusik wird später von der krächzenden Untermalung nie mehr erreicht.

Abschließend sollte noch erwähnt werden, dass Destination auch noch bei den Features gespart hat. Es gibt leider nur nervende Paßwörter, die immerhin mit 4 Zeichen nicht so lang sind. Trotzdem ist es besonders bei Rennspielen eine Farce, da man sich alle paar Minuten eine neue dieser Kombinationen merken muss. Auch einen Multiplayermodus haben die Entwickler erst gar nicht eingebaut. Vielleicht hätte der die dringend nötige Motivation hervorgerufen.

Fazit:
Midnight Club Street Racing ist momentan mit Abstand das Schlußlicht des Rennspielgenres. Die öde Technik Marke "Einheitsbrei" wird nur noch von dem nicht vorhandenden Spielspaß und dem total uninspirierten Fahrverhalten "getoppt". Grundsätzlich frage ich mich wer auf die "originelle" Idee kam, ein 3D-Rennspiel mit aufwendiger Verkehrssimulation für den GBA mit 16 MHz-Prozessor umzusetzen. Zu viele Abstriche mussten gemacht werden. Wenn ich daran denke, dass GTA 3 von dem selben Entwicklerteam kommt, wird mir Angst und Bange. Die Versuchung die selbe Engine zu nutzen wird hoffentlich dem Qualitätsanspruch von Destination Software unterliegen.

Nasreddin

WERTUNG:
36%
Dieser frustrierende Raser ist niemandem zu empfehlen Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks (1)
Komplettlösung
Videos
  Steuerung leicht, aber extrem unrealistisch
  Features wenigstens ein Karrieremodus mit Geheimwagen
  Grafik Detailliert aber zum Gähnen langweilig
  Sound grausame Musik übertönt ordentliche Effekte
  Spielspaß Misslungenes Experiment, das keinen Spaß macht







Details
Spielname:
Midnight Club Street Racing

Publisher:
Swing

Genre:
Racing

Release:
.. (erschienen)

Multiplayer:
nein

Screenshots:

ScreenViewer öffnen (9)

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