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Sonic Advance


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Sonic AdvanceReview vom 23.03.2002

Erst mit Schallgeschwindigkeit den Berg hinab, durch den Looping und dann ins Ziel. Extreme G für den GBA? Keinesfalls, der Jump and Run Igel Sonic ist da. Das Ziel ist klar: Die ganzen Nintendo-Weicheier von der Strecke fegen. Sega ging schon immer eigene Wege. So auch bei dem Genre, in dem alles gehüpft wie gesprungen ist: den Jump 'n' Runs. Während Mario & Co immer brav und mehr oder wenig gemächlich ihren Pfaden folgten, ging es auf den Segakonsolen rasant zu: Nun kommen auch wir GBA-Spieler in den Genuss des blauen Igels. Kennern der Serie wird alles ziemlich bekannt vorkommen: Dr. Ivo Robotnik ist wieder ganz böse und hat nichts besseres zu tun als ganz ganz böse Roboter auf der Welt zu verteilen, und das natürlich nicht nur zwecks Verkehrsbehinderung und nächtlicher Ruhestörung. Richtig, die Weltherrschaft ist wieder mal gefragt.

Da die Story einen eh nicht weiter interessiert, stürzt man sich sofort ins Getümmel. Stop, erst einmal den Charakter auswählen. Ja, nicht nur ein stacheliges Vieh steht zur Verfügung. Gleich vier Helden warten darauf ausgewählt zu werden. Und die unterscheiden sich nicht nur grafisch. Sonic ist besonders schnell, Knuckles beherrscht einen Gleitflug und Tails hat einen Propellerantrieb. Die süße Amy ist dagegen alles andere als niedlich und zückt bei Belästigung durch Roboter gleich den Hammer.

Nun kann es endlich losgehen. Die Level von Sonic Advance sind wohl eher als Rennkurse zu bezeichnen. Zum einen liegt das Tempo der Hauptfiguren weit über dem der Konkurrenz sowie der Geschwindigkeitsbegrenzung. Zum anderen ist das Leveldesign für ein Spiel dieser Art mehr als außergewöhnlich. Bergabstrecken eignen sich ideal um erst einmal so richtig in Fahrt zu kommen. Hast du erst einmal genug Speed drauf sind selbst die steilsten Wände und sogar Loopings kein Hindernis. Von denen stehen aber auch gleich einige in den Leveln herum. Diese sind sowohl von der Grafik her, als auch von den spielerischen Elementen durchweg gelungen: Geht es zu Beginn noch relativ relax über einen wunderschönen Sandstrand, wirst du später durch Flipperautomaten geschleudert oder erforschst alte Ruinen.

Dabei werden auch genretypische Elemente wie Sprungfedern oder Hindernisse aus Stacheln eingesetzt. Ebenso bekannt dürften die Power-Ups sein: Neben einem Schild gibt es unter anderem auch einen Unbesiegbarkeitsbonus. Quer über die Level verteilt schweben goldene Ringe, die nur darauf warten von dir eingesammelt zu werden. Sie dienen nicht nur als Punktelieferant, sondern auch als Lebensversicherung. Ist die Attacke eines Gegners erfolgreich, verlierst du einen Teil dieser Ringe. Nun heisst es flink alle Ringe einsammeln, sonst sind diese verloren. Trifft dich ein Feind und du hast keinen Ring so bedeutet das für dich das vorzeitige Aus. Aber keine Angst, eine begrenzte Anzahl Leben gibt es nicht: Du startest sofort wieder am Levelbeginn oder an einem Rücksetzpunkt.

Das Hirn des Spielers wird zu einem Großteil des Spieles auf Sparflamme betrieben. Die fehlende Spieltiefe soll kein Kritikpunkt sein, Sonic ist halt eher geradlinige Action, Reaktion ist gefragt. Nicht zuletzt wegen der schon erwähnten Gegner. Die Roboter, die von niedlichen kleinen Tierchen gesteuert werden, wirken jedoch oft etwas deplatziert. Wäre es nur, dass sie meist an den fiesesten Stellen postiert sind und so Frust aufkommt. In der Regel stehen die Bösewichte jedoch stur in der Gegend herum oder folgen mehr orientierungslos und unmotiviert ihren Pfaden. Zum Glück spielen die Kämpfe eine untergeordnete Rolle. Eher unspektakulär wirken auch die Endgegner die in jedem der acht Level (unterteilt in 2 Akte) auftreten.

Technisch zeigt sich das Spiel von seiner besten Seite. Die Grafik ist wie erwähnt gelungen. Besonders die Hintergründe und Texturen sind sehr detailliert und wissen zu gefallen. Auch wenn in der Hektik eigentlich keine Zeit zum Sight-Seeing bleibt. Die Animationen sind ebenfalls solide. Ganz an den 3D-Look eines Crash Bandicoot kommt der Titel aber nicht heran. Auch die Soundbegleitung weiß zu überzeugen. Die Musik ist wohl die beste, die bisher im Jump 'n' Run Genre auf dem GBA geboten wurde, mit dem Gedudel einiger Konkurrenten hat das nichts zu tun. Die Effekte sind dagegen eher Durchschnitt. Man hat halt schon besseres zu Ohr bekommen. Die Steurung ist dem Prinzip entsprechend wenig komplex und leicht zu erlernen.

Neben dem erfrischenden Spielprinzip ist der Umfang des Spiels der große Pluspunkt. Selbst wenn der Storymodus nicht endlos lang andauert, für Abwechslung ist gesorgt. Es gibt nicht nur während des Spiels witzige 3D-Bonusrunden, der Multiplayermodus läd zum gemeinsamen Wettstreit ein: Wer ist schneller? Eine Speicherbatterie ermöglicht die Anwahl aller freigespielten Level, auch im Time Attack Modus. Und nicht zuletzt gibt es eine Linkfunktion mit dem Gamecube. So kann man sich auch unterwegs um seine Chaos aus Sonic Advanture 2 kümmern, Tamagotchi lässt grüßen. Das ganze funktioniert auch ohne den Spielwürfel.

Fazit:
Sonic ist unglaublich schnell. Sonic ist unglaublich viel Action. Ach, Sonic ist einfach unglaublich gut. Einen Rausch für die Sinne bringt Sega da auf den GBA, so dass man schon gar nicht mehr weiß was man denn nun kaufen soll. Wer spielerische Vielfalt und komplexe Rätsel sucht, der ist bei den Nintendo-Helden besser aufgehoben. Das gleiche gilt für jene, die es lieber gemütlich mögen. Aber, liebe Nintendo-Jünger: Geht doch mal fremd, wechselt die Seite, macht einmal neue Erfahrungen. Es lohnt sich!


Nasreddin

WERTUNG:
86%
Sega lässt ein Feuerwerk der Spitzenklasse abbrennen! Zu diesem Spiel: Preischeck
Preischeck
Tipps und Tricks (2)
Komplettlösung
Videos
  Steuerung Einfach, aber gut
  Features Alles was das Herz begehrt!
  Grafik Gelungene Hintergründe und Texturen
  Sound Abwechslungsreiche Musik, ordentliche Effekte
  Spielspaß Rasant, actionreich, fesselnd







Details
Spielname:
Sonic Advance

Publisher:
Sega

Genre:
Jump-n-Run

Release:
.. (erschienen)

Multiplayer:
ja, 1/mehrere Modul(e)

Screenshots:

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