PlanetSwitch Planet3DS PlanetVita PSP.de PlanetiPhone Classics Forum

PGN-ID:[?] (Nicht eingeloggt)
Login
Registrieren
PlanetDS PlanetGameboy N-Page.de

Seite 3: The Legend of Zelda wird 20 - Ein Rückblick!

zurück

Autor: Christian Thol & Nicolas Reinhart

Kategorie: events
Umfang: 3 Seiten

Seite  1  2   3  

Kommentare:

Kommentieren (-)

Game Boy Advance Artikel vom 07.02.2006






The Legend of Zelda: Oracle of Ages/Seasons:
Noch vor richtigem Beginn der GBA Ära, schickte Nintendo im Jahr 2001 gleich zwei Zeldatitel für den GBA ins Rennen (welche zweifelsohne auch davon profitierten, dass der GBA abwärtskompatibel ist). Oracle of Seasons handelt von einem bösen Zauberer namens Onox, welcher das Orakel der Jahreszeiten (die Tänzerin Din) entführt und versteckt hält. Mittels des Stabs der Jahreszeit muss Link nun wieder Ruhe in die vom Wetterchaos gebeutelte Welt Holodrum einkehren lassen. Der mächtige Maku-Baum muss Link bei seiner gefährlichen Mission helfen, dazu muss er jedoch erst die acht Essenzen der Natur aus acht – wie könnte es anders sein- Tempeln befreien.


In Oracle of Ages spielt in Labrynna, wo die böse Zauberin Veran das Orakel der Zeit – die Sängerin Nayru- entführt. Um Verans Weltherrschaft zu verhindern, muss Link die acht Essenzen der Zeit finden, um schließlich einmal mehr mit Hilfe des Maku-Baumes Nayru und Labrynna retten zu können.


Capcom übernahm seinerzeit die Entwicklung der beiden Spiele, Nintendo lediglich den Vertrieb. Das schmälerte die Qualität der Toptitel jedoch keinesfalls! Über ein Passwortsystem konnte man beide Versionen außerdem miteinander assoziieren, was die komplette Hintergrundgeschichte und alle Zusammenhänge aufdeckte. Beide Titel gingen bis heute etwas mehr als 4 Millionen Mal über die Ladentheken dieser Welt.


The Legend of Zelda: The Wind Waker:
Pünktlich zum Beginn der GameCube Ära, ward auch schon ein neuer Teil der erfolgreichsten Action-Adventure Serie geplant. Die E3 gab mit fast fotorealistischen Grafiken Grund zum Jubeln – wenige Monate später blieb vielen Anhängern der Zeldareihe der Jubel im Halse stecken: Die neue Engine sollte von der Cel-Shading Technologie Gebrauch machen, der neue Zeldaableger würde also eher wie ein Comic aussehen. Viele Anhänger waren ob des kindlichen und wenig erwachsenen Comiclooks geschockt.

Nintendo stand jedoch wacker zu seiner Innovationspolitik und releaste den Titel mit der Argumentation, etwas Neues probieren zu wollen. Außerdem würde der Grafikstil besser zu „The Wind Waker“ passen – anhand der durch Meer und Wind gegebenen technischen Ansprüche sicherlich auch keine falsche Entscheidung. Der Stil brachte jedoch auch seine Vorteile mit sich: Erstmals konnte nun der Mimik und Gestik Ausdruck verliehen werden – Ein Blick in Links Gesicht verriet schon viel über den Ernst der Lage.

Chronologisch spielt „The Wind Waker“ einige Zeit nach den Geschehnissen aus „Ocarina of Time“ und „Majora’s Mask“. Der Held ist nun auch nicht mehr wirklich „Link“ – er sieht nur aus wie Link, bekämpft die gleichen Gegner und wurde in die gleiche epische Hintergrundstory verfrachtet, wie sein Vorgänger.


Die riesige Oberwelt in „The Wind Waker“ ist ein beträchtlich großer Ozean, auf dem viele kleine und größere Inselgruppen angesiedelt sind. Befahren wird das Meer mittels eines Segelbootes. Damit der Wind dem Spieler auch immer hold ist, hat man mit dem „Taktstock des Windes“ die Möglichkeit, die Windrichtung zu beeinflussen. Inhaltlich gilt es einmal mehr, das Böse zu verbannen – logo: Ganondorf ist zurück und keiner weiß warum.

Wind Waker machte außerdem Gebrauch von der GCN-GBA Connectivity, welche es dem Spieler erlaubt, seinen GBA an den GameCube anzustöpseln und daraus Vorteile für das laufende GCN Spiel zu ziehen. The Wind Waker verkaufte sich insgesamt etwas mehr als 4,5 Millionen Mal.


Nur kurze Zeit später erschien (2004 in Japan und USA, 2005 in Europa) der erste wirklich multiplayerfähige Zeldaableger. Diesmal galt es nicht, Ganondorf den Garaus zu machen, sondern Vaati, einem bösen Hexer. Alleine ist das aber leider nicht schaffbar und sollte man möglichst mit drei menschlichen Mitspielern in die Schlacht ziehen. „Four Sword Adventures“ knüpft dabei in gewisser Weise an die Zugabe „Four Swords“ aus „A Links Awakening“ (GBA) an. Das Spiel macht dabei exzessiven Gebrauch von der GCN-GBA Connectivity. Gesteuert werden die Charaktere also mit an den Cube angeschlossenen GBAs.


The Legend of Zelda - The Minish Cap:
Na, wo gibt’s denn so was? Wir hüpfen ja wirklich von Ära zu Ära! Lassen wir mal das veraltete (S)NES, den GB, das N64 und den GBC hinter uns – denn hier kommt „Zelda Portable Round 3“! Das Remake von „A Link To The Past“ mal außen vor, ist „The Minish Cap“ das erste GBA-Spiel, das es vorher noch nirgendwo gab. Den Titel könnte man kurz mit „Kleine Viecher ganz groß“ beschreiben, denn der Kern- und Knackpunkt des Titels sind die kleinen Minish. Diese sind zwergenähnliche Kreaturen, die versteckt leben (Anm. d. Red.: David, der Klabautermann…). Vaati war einer dieser Minish. Vaati? Richtig, den kennen wir doch irgendwoher! Denn Vaati feiert im kleinen Spiel nicht seinen ersten Auftritt, bereits im Multiplayer-Adventure „The Four Swords“ war er der fiese Bösewicht. Nun gut, zurück zur Story: auch Vaati war ein Minish, der seinen Lehrmeister Ezelo verriet. Dieser Ezelo hatte die Mütze der Wünsche erschaffen, die sich Vaati später stahl. Durch diese Mütze wurde er zum Hexenmeister und verwandelte Ezelo in eine grüne Mütze. Vaati entführt (aus zu Beginn unerklärlichen Gründen) Prinzessin Zelda (kennen wir das nicht irgendwoher?). Und wie könnte es anders sein, kommt hier Link ins Spiel. Er begibt sich auf die Suche nach der schönen Thronfolgerin und stößt bei seiner Suche auf besagte „Mütze“ Ezelo. Durch Ezelo hat Link die Fähigkeit, zu schrumpfen und so die Welt der Minish zu erkunden. Grafisch lehnt das Spiel sehr an Four Swords an und Gerüchten zufolge haben die beiden Teile sogar chronologisch etwas miteinander zu tun. Im Spiel selbst bekommt man eine simple Erklärung der sagenumwobenen Frage „Woher kommen die Sachen, die ich unter Büschen und Krügen finde?“. Es sind die Minish, die diese dort verstecken. Es gibt zudem neue Items wie den Magischen Krug („Staubsauger“) oder andere Gegenstände. Das Spiel verkaufte sich (für Zelda-Verhältnisse) bisher „nur“ bescheidene 1 Millionen Mal. Trotz allem ist das auch dieser Titel grandios, wie man nicht zuletzt daraus erschließen kann, dass es bei uns stolze 92% bekommen hat und somit das bisher beste GBA-Spiel in der PG-Wertung darstellt.



Und was bringt die Zukunft? Ganz klar, Link wird es noch lange geben. Wer sich ein paar Jahre zurückerinnert, kurz vor dem GameCube Release, der wird sich auch an Statements aus der Nintendo-Chefetage zurückerinnern. Da hieß es, dass es Zeit wäre für einen Imagewechsel – Mario und Link hätten aus gedient und ähnlich. Mittlerweile können wir statuieren, dass dem nicht so ist und dem auch nicht so sein wird. Zum einen befindet sich ein Zeldatitel für den Nintendo DS in Planung, zum anderen wird gegen Mitte 2006 mit The Legend of Zelda: Twilight Princess der zweite Zeldatitel für den Nintendo GameCube erscheinen – erstmals nun mit „NextGen Erwachsenengrafik“. Dass „Twilight Princess“ zweifelsohne einschlagen wird wie eine Bombe, steht schon jetzt so gut wie fest. Fachpresse und Spieler sind sich nach der letztjährigen E3 und GC einig: Uns erwartet der nächste (und vielleicht auch der letzte) Megakracher für den GameCube.


20 Jahre sind nun vergangen, seit dem Link auf Achse ist, 20 durchweg erfolgreiche und in jeder Hinsicht prägende Jahre für das Videospielzeitalter! The Legend of Zelda ist auf dem besten Wege zu dem zu werden, was sein Titel schon seit Anbeginn der Serie assoziiert: Eine Legende.


Nicolas Reinhart und Christian Thol für PlanetGameboy.de
< vorige Seite Seite  1  2   3   nächste Seite >