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Seite 2: The Legend of Zelda wird 20 - Ein Rückblick!

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Autor: Christian Thol & Nicolas Reinhart

Kategorie: events
Umfang: 3 Seiten

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Game Boy Advance Artikel vom 07.02.2006






The Legend of Zelda: Link's Awakening:
Die Ära der ersten Heimkonsolen mal hinter uns gelassen schreiten wir voran zur ersten portablen Version eines Zelda Titels! Nachdem unser Protagonist den harten Kampf gegen Ganon gewonnen hat, und zum Volkshelden Hyrules aufstieg, riet ihm sein Onkel zu einem Entspannungstrip: einer Seereise. Doch der kleine wollte nicht, da er seine Freunde nicht zurücklassen wollte. Letztendlich entschied er sich doch, dass ihm ein wenig Erholung gut tun würde. Er hätte wahrscheinlich mit allem gerechnet, nur nicht mit dem, was ihn erwarten wird! Er war gerade auf der Rückreise seines Ausflugs in ferne Länder und Kulturen, als ihn ein Sturm überraschte. Er wollte sich retten und die Segel hissen, doch es war zu spät. Seine letzten Gedanken drehten sich um seine geliebte Zelda, um Ganon und sein Heimatland Hyrule. Um zu überlegen klammert er sich an ein Holzbrett, doch dann… Alles schwarz. Er wacht wieder auf. Er bemerkt neben sich eine Frau, die er zuerst für Zelda hält, die korrigiert dann allerdings die Verwechslung und stellt sich mit dem Namen „Marin“ vor. Sie erklärte ihm, dass er auf der Insel Cocolint gelandet sei, woraufhin Link plötzlich bemerkt, dass sein Schwert und Schild fehlen. Marin nimmt Link mit zu sich nach Hause und erzählt ihm zudem, dass seit er auf der Insel ist, merkwürdige Dinge vor sich gehen. Überall tauchen Monster auf und das gesamte Leben ist komplett von der sonst so friedlichen Ruhe abgekommen.


Inzwischen hat ein eigenartiger Mann namens „Train“ (Anm. d. Red.: Tuut, tuuut!) unseres Protagonisten Schild wieder gefunden und überreicht es ihm. Nach einer kleinen Pause begibt sich Link zum Strand, um sein verschollenes Schwert zu finden. Er wird schnell fündig, doch schon landet neben ihm ein Geschöpf, welches sich als Eule entpuppt. Link scheint zuerst verwundert, als diese anfängt zu sprechen, hört ihr jedoch interessiert zu, als sie von einem Windfisch erzählt, der anscheinend eng mit der Insel verbunden ist. Wenn Link den Windfisch nicht wecken kann, dann kommt er auch nicht von der Insel herunter. Nun muss unser kleiner Held also die acht Instrumente der Insel finden, um zu Zelda und Hyrule zurückzugelangen. Die Tradition der Speicherbatterien ist weiterhin vorhanden und so war es eine Freude, zu hören, dass auch Link’s Awakening eine enthält. Das Spiel, welches 1993 erstmals für den GameBoy erschien, wurde 1999 mit „Link’s Awakening DX“ auf dem GameBoy Color neu aufgelegt. Dieses Remake war allerdings immer noch auf dem Ur-GB spielbar, allerdings gab es ein Rätsel, in dessen Genuss nur Besitzer eines GBC kamen. Die Ursprungsversion verkaufte sich insgesamt 3,8 Millionen Mal, das Remake, welches zum Start des GBC eines der erfolgreichsten Titel war, wanderte ca. 2,2 Millionen Mal über die Ladentheke.


The Legend of Zelda: Ocarina of Time:
Am 8. November 1998 sollte ein Stückchen Videospielgeschichte geschrieben werden. Mit The Legend of Zelda: Ocarina of Time erschien der erste Ableger der Zeldaserie, der komplett in einer dreidimensionalen Welt angesiedelt war. Nach dreijähriger Entwicklungszeit erschien der Titel auf dem Nintendo 64 als Weihnachtshit des Jahres 1998. Kaum ein Titel wurde von Fachpresse und Spielern sehnlicher erwartet, als Ocarina of Time. Miyamoto-san meinte anno 1998 kurz vor dem Release des Titel: “Ich hoffe, dass das Spiel den Spielern gefallen wird. Wir haben viel Arbeit und Mühe investiert. Ich hätte gerne noch ein wenig Zeit investiert, um es noch besser zu gestalten.“ – Beim Release stellte sich heraus: Herr Miyamoto hatte sich umsonst gesorgt. The Legend of Zelda: Ocarina of Time avancierte zu einem der meist gefeierten und höchstgelobten Videospielkunstwerke unserer Zeit.


Schon auf der Electronic Entertainment Expo 1998 (kurz: E3) wurde das Spiel mit Lob überschüttet und mit dem Titel „Spiel des Jahres 1998“ ausgezeichnet. Kurz nach dem Release konnte Miyamoto fünf Awards der Academy of Interactive Arts and Sciences (die Oscars der Videospielbranche) für Ocarina of Time einstreichen. Das renommierte japanische Videospielmagazin Famitsu verlieh dem Spiel als erstem in der Geschichte die Höchstpunktzahl von 40/40 Punkten – Spieler und Presse waren sich einig: Ocarina of Time war ein Meilenstein der Videospielgeschichte. Diese Jubelserie ging einher mit der Aufnahme des Titels in das Guinnessbuch der Rekorde: In den USA wollten sich vor dem Release nicht weniger als 325.000 Menschen ihre Spiel per Vorbestellung sichern. Damit ward OoT das meistvorbestellte Videospiel aller Zeiten. Rekordverdächtig sind auch die Verkaufszahlen: Innerhalb eines Monats nach dem Release wanderte der Titel rund 2,5 Millionen Mal über die Ladentheken und avancierte damit zum meistverkauften Spiel des Jahres 1998, obwohl es erst im November erschienen war.


Die Story gestaltete sich jedoch recht einfach und verständlich: Ganondorf versucht einmal mehr die Weltherrschaft an sich zu reißen. Zu diesem Anlass versucht er, das Triforce aus dem Heiligen Reich zu entwenden. Der junge Link – scheinbar ein Kind des Waldes und somit Kokiri – bekommt vom Dekubaum die verantwortungsvolle Aufgabe aufgetragen, das drohende Unheil zu verhindern. Also macht sich Link auf, um die drei heiligen Steine zu finden und somit vor Ganondorf Zutritt zum Heiligen Reich zu bekommen. Nachdem ihm dies gelungen ist, reist Link – in dem er das Masterschwert aus dem Fels der Zeit zieht – 7 Jahre in die Zukunft. Durch Links Eintritt in das Heilige Reich, stand dieses auch für Ganondorf offen. Dieser konnte sich das Triforceartefakt der Kraft krallen und die Welt unterjochen. Nun ist es an Link, durch Raum und Zeit zu reisen und 5 Weise aus ihrer Gefangenschaft in 5 über das Land verteilten Tempeln zu befreien, ehe er Ganondorf in dessen Festung in einem finalen Gefecht gegenübertreten kann.
Auf der von der epischen Storyline, der namensgebenden Ocarina der Zeit und dem unbändigen Charme des Titels getragenen Reise erfährt der Spieler viel über Ganondorfs, Links und Zeldas Herkunft sowie über Vergangenheit und Zukunft Hyrules. Die immens umfangreiche Reise bietet neben diversen Sidequests auch an sich einen immensen Umfang und fesselte viele Spieler über Wochen und Monate – Nintendo und insbesondere Miyamoto war der ganz große Wurf gelungen. Verkauft hat sich „Ocarina of Time“ ca. 8 Millionen Mal – weltweit.


The Legend of Zelda: Majora's Mask
Nach diesem Ausrufezeichenerfolg ging ein Aufschrei durch die Spielergemeinde. Jedoch kein Schrei der Empörung, sondern ein Schrei des Jubels. Kurze Zeit nachdem sich die erste Zelda-Manie gelegt hatte, wurde auch schon der Nachfolgetitel angekündigt. Ersten Infos zur Folge, sollte der Nachfolger an Ocarina of Time anknüpfen, nicht nur inhaltlich sondern auch in Sachen Locations. Nach und nach dementierten veröffentlichte Screenshots dieses Gerücht aber und spätestens nach dem Bekanntwerden erster Infos wurde klar, dass The Legend of Zelda: Majora’s Mask ein komplett eigenständiges Spiel werden würde.
Dass es der Titel nach den grandiosen Vorgängern nicht leicht haben würde, war allen klar – umso weniger verwunderte es auch, dass der Titel schlechter als Ocarina of Time war. Nun, nicht wirklich schlechter, aber einfach anders. Kürzer, dennoch abwechslungsreicher aber irgendwie einfach nicht mehr so revolutionär wie Ocarina of Time seinerzeit. Es fehlt der „Wow“ Effekt anhand der 3-D Engine. Eine wesentliche Neuerung gegenüber Ocarina of Time gab es aber dennoch: Das Zeitsystem. Majora’s Mask spielt in einer Parallelwelt (Termina), in der ein Mond binnen von 3 Tagen auf die Erde herabzustürzen droht. Dieses Unglück wurde von Horrorkid – einem von Majoras Maske besessener Ausgeburt des Bösen- heraufbeschworen und würde die gesamte Existenz alles Lebens in Termina auslöschen. Eigentlich hätte Link gar nichts davon mitbekommen. Als er nach den anstrengenden Erlebnissen aus Ocarina of Time ein wenig Auszeit braucht und seelenruhig mit Epona durch den Wald reitet, wird er plötzlich von Horrorkid überfallen, sein Pferd wird ihm geraubt. Er folgt dem Dieb und gelangt dabei durch ein geheimes Portal nach Termina.


Last but not least verwandelt Horrorkid unseren Lieblingshelden auch noch in einen Deku. Ein weiterer Aspekt des Spiels ist nämlich, dass sich Link (vorausgesetzt er trägt die adäquate Maske) in verschiedene Bewohner Hyrules verwandeln kann, so etwa in einen Deku, einen Goronen oder Zora. Überhaupt spielen die Masken (welche in Ocarina of Time eher eine untergeordnete Rolle besaßen) in Majora’s Mask eine tragende Rolle. Mit den Masken gehen diverse Verwandlungen einher, welche auch Links Repertoire an Eigenschaften auf eine bestimmte Art und Weise erweitern – jede der 25 im Spiel auffindbaren Masken hat seine Vor- und Nachteile.

Die Ocarina ist zwar nach wie vor vertreten und essentielles Element des Spiels, dennoch ist ihre Wichtigkeit wegen der Masken nur zweitrangig.


Insbesondere der 3-Tages-Rhythmus (und damit obligatorische Zeitreisen zurück in die Vergangenheit, um den Tod zu entgehen), stießen seinerzeit vielen Spielern sauer auf. Es war schlicht nicht jedermanns Sache, unter Zeitdruck zu spielen. Ein Tag im Spiel dauerte nur etwas mehr als eine Stunde – zwar konnte der Zeitfluss verlangsamt oder verschnellert werden, das machte die Sache jedoch nicht wesentlich besser. Andererseits eröffnete der Zeitfluss eine Reihe ungewohnter und innovativer Möglichkeiten, insbesondere was die Sidequests anbetrifft. So fanden manche Events um eine bestimmte Uhrzeit statt – war man zur richtigen Zeit am richtigen Ort anwesend, hatte dies Auswirkungen auf Vorkommnisse am Folgetag oder ähnlich.


Nichtsdestotrotz konnte auch Majora’s Mask letzten Endes alle Welt von der beispiellosen Qualität der Zeldareihe überzeugen und nahtlos an vergangene Erfolge anknüpfen. Dies spiegelte sich nicht zuletzt darin wieder, dass auch Majora’s Mask zu einem Millionenseller (ca. 4 Millionen Verkäufe) avancierte.


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