PlanetSwitch Planet3DS PlanetVita PSP.de PlanetiPhone Classics Forum

PGN-ID:[?] (Nicht eingeloggt)
Login
Registrieren
PlanetDS PlanetGameboy N-Page.de

The Legend of Zelda wird 20 - Ein Rückblick!

zurück

Autor: Christian Thol & Nicolas Reinhart

Kategorie: events
Umfang: 3 Seiten

Seite   1   2  3 

Kommentare:

Kommentieren (-)

Game Boy Advance Artikel vom 07.02.2006






Die Entstehung:
The Legend of Zelda – Ein Phänomen unserer Zeit. Kein geringerer als Videospiellegende Shigeru Miyamoto zeichnet sich verantwortlich für DIE Action-Adventure Serie der vergangenen beiden Dekaden. Wann immer ein neuer Zeldatitel auf den Releaselisten erscheint, lechzen Spielerwelt und internationale Fachpresse nach neuen Infos. Wenn man einen Titel schon vor dem Release Höchstwertungen und Awards rund um den Globus zusichern könnte, dann einem dieser Serie. Ein übertriebenes Loblied? Sicherlich nicht. Die Vergangenheit lehrte uns in beeindruckender Manier: Alleine der Titel „Zelda“ kommt einer Verkaufsgarantie gleich. Für uns anlässlich des 20. Geburtstages der Action-Adventure-Serie Grund genug, einen Blick hinter die Grundfesten des Mythos zu werfen – Vorhang auf!


Die Geschichte um Namensgeberin Zelda, Prinzessin des fiktiven Landes Hyrule, entsprang der Phantasie von Nintendomitarbeiter Kensuke Tanabes. (U.a.) Inspiriert durch die Werke J.R.R. Tolkiens und angespornt von der eigenen Phantasie, schrieb Tanabes in jungen Jahren eigene Geschichten. Nach einiger Zeit, schuf er die Phantasiewelt Hyrule, stellte Nintendo seine Ideen vor und begeisterte den Vorstand. Eine Ära war geboren und unter Zelda-Anhängern ist Tanabes eine ähnlich populäre Lichtgestalt wie Konji Kondo und Shigeru Miyamoto-san es sind. Kurios: Die spitzen Ohren vieler Wesen und Bewohner des Zelda-Universums sind darauf zurückzuführen, dass einer der wichtigsten Designer der Serie ein großer Fan von Mr.Spock ist.


In den meisten Teilen der Serie handelt es von einem spitzohrigen Jüngling namens Link. Diesem wird meist die Aufgabe zuteil, die namensgebende Prinzessin Zelda aus den Fängen des personifizierten Bösen Ganondorf Dragmire (oder Ganon) zu befreien. Dieser ist meistens erpicht darauf, die Welt in die ewige Dunkelheit zu stürzen, um den Bewohnern eine schreckliche Willkürherrschaft aufzuzwingen. Einen Gott birgt das Zelda-Universum nicht direkt, wohl aber eine gottähnliche Kraft. Das Triforce – die heilige Trinität. Das Triforce ist zersplittert in drei Artefakte, das Triforceteil des Mutes (welches von Link getragen wird), das Teil der Weisheit (welches Zelda innehat) und letzen Endes noch das Teil der Kraft, meist von Ganondorf annektiert. Wer Besitz von allen drei Teilen ergreifen kann, wird die Welt beherrschen, so besagt es die Legende. Die Triforceteile entstanden bei der Schöpfung der Welt Hyrules. Din, Nayru und Farore zeichneten sich für die Schöpfung verantwortlich und ließen der Bevölkerung Hyrules als Überbleibsel ihrer Macht das Triforce. Bis zur Entdeckung dieses Artefakts, ruhte das Triforce im Tempel des Lichts im Heiligen Reich.


Neben einer epischen Hintergrundgeschichte ist aber vor allem auch eines wichtig, um eine Phantasiewelt glaubwürdig zu gestalten: Eine ihr gerecht werdende Bevölkerung. Mit den Zora (Bewohnern des Meeres), den Goronen (ein steinfressendes Bergvolk), den Hylianern, den Kokiri (Bewohner des Waldes), den Shiekah, Gerudo und Deku ist die Welt Hyrule voller traumhafter Kreaturen und Geschöpfe. Da jedoch nicht alle Ableger der Serie in Hyrule spielen, gibt es auch noch eine Reihe weiterer Völker und Wesen, welche man im Laufe der Serie kennen lernt. Der gegenwärtig aktuellste 1-Player Ableger der Serie „Wind Waker (Nintendo GameCube) ist beispielsweise auf der großen See angesiedelt. Diese befindet sich (Vorsicht an alle, die den Titel noch spielen wollen: Spoiler) über dem überfluteten Hyrule. Weitere Orte sind Termina (Majora’s Mask), Cocolint (Link’s Awakening), Labrynna und Holodrum (Oracle of Ages/Seasons, GBC) und Toaru (wo der für 2006 angekündigte GameCube Ableger “Twilight Princess” spielen wird).

The Legend of Zelda:
Wir schreiben das Jahr 1986. In einer weit entfernten Galaxie entwickeln einige, menschenähnliche Halbgötter ein Spiel, das später mal den Weltmarkt erringen sollte. „The Legend of Zelda“ – so der Titel. Zu dieser Zeit auf noch einem Aufsatz zu einer recht unscheinbaren 8bit-Konsole, dem Famicom, machte sich das Spiel auf, die Welt zu erobern – und dies nicht nur sprichwörtlich. 1987 erschien daraufhin der erste Titel der Erfolgssaga auch auf dem bei uns wohl besser bekannten Nintendo Entertaiment System, kurz „NES“. Nicht nur, dass Zelda etwas völlig neues in Sachen Genre darstellte, nein, es war auch das erste Modul, welches eine interne Batterie enthielt, und so war es zum ersten Mal erlaubt, zu speichern. In „The Legend of Zelda“ selbst gilt es, den Prinz der Dunkelheit, Ganon, zu besiegen. Dieser ist in das friedliche Königreich Hyrule eingedrungen und hat das Triforce-Fragment der Kraft geraubt. Damit er nicht noch weiter unheil anrichten kann, zerstört Prinzessin Zelda das Triforce-Fragment der Weisheit in 8 Teile und nun liegt es an unserem Protagonisten Link, die acht Triforce-Teile zu finden, sie zusammenzusetzen und Prinzessin Zelda aus den Fängen Ganons zu befreien. Insgesamt gibt es im Spiel neun Dungeons – acht dieser Dungeons beinhalten je ein Fragment, diese allerdings werden von einem Bossgegner beschützt. Neben den Start-Items Schwert und Schild gibt es im Spiel noch eine beträchtliche Anzahl an weiteren Objekten, die zur Interaktion dienen. Wie auch in den meisten darauf folgenden Episoden, gab es schon im ersten Teil der Serie Bomben, die dazu dienten, Wände einzureisen und sich so seinen Weg zu bahnen. Andere Gegenstände wie eine Fackel zum Verbrennen von Büschen waren also auch schon 1987 vorhanden. Insgesamt ist das Spiel in ganze 128 große Oberwelten geteilt, in der man sich aus der Vogelperspektive zu den Dungeons durchschlagen darf. The Legend of Zelda erschien damals nur mit englischem Bildschirmtext und verkaufte sich bis heute stolze 6,5 Millionen Mal und ist somit eines der erfolgreichsten Titel der Serie (wobei eigentlich alle erfolgreich waren). Das Spiel erschien 2004 als 1 zu 1 Umsetzung auf dem GBA in der „NES Classics Series 1“.


The Legend of Zelda II: The Adventure of Link:
Der zweite Teil des Zelda-Epos erschien nur ein Jahr nach dem grandiosen ersten Teil. Die Story des hiesigen war allerdings eine (zumindest teilweise) andere: Zelda (diesmal eine ganz andere, als im ersten Teil) wurde vor unzähligen Jahren mit einem Bann belegt und fiel so in einen tiiiefen Schlaf. Natürlich kann unser „kurzer Grüner“ da nicht tatenlos zusehen, und so begibt er, Link (übrigens ist dieser der gleiche, wie im ersten Teil), sich auf den Weg, die Tempel des Landes aufzusuchen, um die sechs zersplitterten Zauberkristalle in die dortigen Statuen einzusetzen, um den Weg zum siebten und letzten Tempel freizugeben. In diesem finalen Tempel befindet sich dann das Triforce-Fragment des Mutes (Anm. d. Red.: Haha, was kommt als nächstes? Das Triforce-Fragment des Willens?). Mit diesem Fragment ist es unserem Protagonisten erlaubt, die schöne, blonde Prinzessin zu befreien. Trotz der Tatsache, dass einige Rollenspiel-Elemente wie das Verwenden von Magie oder ein Level-Up-System (Link erhält Erfahrungspunkte und levelt sich somit hoch), ist Zelda 2 heute bei Fans nicht ganz so beliebt, wie die restlichen Teile. Das mag wohl daran liegen, dass der Titel nicht mehr aus der üblichen (und sich auch später durchsetzenden) Vogelperspektive gespielt wird, sondern in ein simples 2D Links-Rechts-„Gehüpfe“ (Seiten-Ansicht) ausgeartet ist. Trotzdem hat sich Zelda bis zum heutigen Tage etwa 4,4 Millionen Mal verkauft. Genau wie der Vorgänger, erschien auch The Legend of Zelda 2 – The Adventure of Link im Jahre 2004 als NES Classic (Series 2) auf dem GBA als 1 zu 1 Umsetzung.


The Legend of Zelda: A Link To The Past:
Nach vier Jahren Entwicklungszeit hat sich bei unserem kleinen, nicht mehr ganz so grünen, Helden etwas getan – er hat den Sprung vom „NES“ aufs „Super NES“ (SNES) geschafft. Doch diese vier Jahre haben sich gelohnt, oh ja! Dieses Mal ist der Bösewicht nur noch im entferntesten Sinne Ganon, denn dieser wurde mittlerweile durch ein Siegel in die Schattenwelt (eine Zeit vor der Zeit) gesperrt. Der böse Zauber Agahnim versucht nun, das Siegel zu brechen – hierzu „bedient“ er sich (wortwörtlich) bei den Nachfahren der Weisen, darunter Zelda, entführt diese, sperrt sie in Kristalle ein und hält sie in der Schattenwelt gefangen. Und an dieser Stelle kommt – wie könnte es anders sein – unser Grünling zum Einsatz. Denn nun liegt es an ihm, Hyrule und die sieben Mädchen (Anm. d. Red.: hrhr ...) zu befreien. Dazu muss er allerdings erstmals drei Amulette und eine Mondperle in den Tempeln des Königreiches finden, bevor er sich mit einem Zauberspiegel von der Schatten- in die Lichtwelt begeben kann. Wer jetzt mal ein wenig nachgedacht hat, der wird feststellen, dass das Spiel einen grandiosen Umfang haben muss – stimmt, hat es auch! Nicht umsonst gilt der Titel bei erfahrenen Zockern als das beste Adventure aller Zeiten! Die große Beliebtheit war mitunter ein Grund, dass Zelda – A Link to The Past der erste Zelda-Titel wurde, der ins Deutsche übersetzt wurde. Anders als bei den beiden Vorgängern hat man sich hier auch die Mühe gemacht und ein richtiges Orchester den Soundtrack spielen lassen! Dieser wurde dann digitalisiert und ins Spielgeschehen eingebaut. Doch nicht nur die Story, der Sound, oder die vielen Extras machen A Link To The Past zu einem der größten Spiele aller Zeiten – nein, auch die grafische Darstellung lässt so manches Zockerherz höher schlagen. Das gesamte Spiel wurde mit sehr, sehr viel Liebe zum Detail entwickelt. Was viele nicht wissen werden, ist, dass das Schloss von Hyrule wirklich existiert! Natürlich gibt es Hyrule nirgends (oder doch?), allerdings ist das Schloss in ALttP originalgetreu nach dem „Nijo-Schloss“ in Kyoto gebaut. Die große Beliebtheit spiegelt sich auch perfekt in den Zahlen des Spiels. Bis heute wurde das Spiel fast 5 Millionen Mal verkauft und wurde in Japan nicht nur zum Spiel des Jahres gewählt, sondern erhielt auch einen besonderen Preis des Kultusministeriums! Chronologisch spielte der Titel allerdings vor den beiden NES-Teilen. Das Spiel erschien im Dezember 2002 zusammen mit „The Four Swords“ in einem Modul auf dem GBA. Hierbei handelte es sich um fast vollständige 1 zu 1 Umsetzung, allerdings gab es bei der GBA-Version ein Dungeon mehr. Dieses Remake verkaufte sich übrigens 2,2 Millionen Mal.


< vorige Seite Seite   1   2  3  nächste Seite >