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Yu-Gi-Oh: Das Dunkle Duell - Der GBC lebt noch!

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Autor: Iceman

Kategorie: spiele
Umfang: 1 Seiten

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Game Boy Advance Artikel vom 25.04.2003




Ein seltenes, von Zeit zu Zeit auftretendes Phänomen beweist, dass der Gameboy Color noch nicht komplett ausgestorben ist. Nachdem Capcom das Spiel "Shantae" und Nintendo ein Spiel zur Serie Hamtaro auf den Markt gebracht haben, scheint nun auch Konami nochmals in den Geschmack des Gameboy Colors gekommen zu sein. Gemeint ist natürlich „Yu-Gi-Oh: Das Dunkle Duell“ ,das wir trotz der Tatsache, dass es „nur“ ein Gameboy Color Spiel ist, einmal unter die Lupe nehmen wollen. Denn unser GBA ist ja bekanntlich auch abwärtskompatibel.

Einen kleinen Unterschied bei diesem Test wird es dennoch geben: Da ein direkter Vergleich zwischen GameboyColor- und GBA-Spielen unmöglich ist, verzichten wir bei "Yu-Gi-Oh: Das Dunkle Duell" auf eine Wertung in Prozentangaben. Stattdessen erfahrt ihr in einem Fazit unsere Meinung zu dem Spiel.


Einige von euch werden jetzt denken, "Nicht schon wieder ein Kartenspielableger einer Monsteraufzuchts-Anime-Serie á la Pokémon und Digimon. Doch wer so denkt, liegt falsch und sollte erst einmal aufgeklärt werden, worum es sich eigentlich bei Yu-Gi-Oh handelt:


Story:

Zu Zeiten der mächtigen Pharaonen wurde ein mächtiges Spiel gespielt, es hieß: Das Spiel der Schatten. Ein mächtiges Kartenspiel, welches gefährliche Monster, Zauber, etc. beschwört um seinen Gegenspieler zu schlagen. Das Spiel war so mächtig, dass ein Krieg ausbrach und es drohte sogar die Welt zu vernichten. Doch ein mutiger Pharao bändigte die Karten und hielt sie gefangen. Bis 5000 Jahre später ein Junge mit Namen Yugi das Geheimnis des Millennium Puzzles lüftete und, da er nun auserkoren ist, mit Hilfe der mächtigen Karten die Welt zu retten wie einst zuvor der Pharao.



Hier setzt die bekannte TV Serie an - einen kleinen Unterschied zwischen Serie und Spiel gibt es dennoch. In der TV Serie wird mit weniger Lebenspunkten gespielt und man kann schnell starke Kreaturen beschwören. Das GBC Spiel lehnt mehr an das Original-Kartenspiel an und so spielt man mit mehr Lebenspunkten und muss kleinere Opfer bringen um starke Kreaturen zu beschwören .


Doch wie spielt man dieses Spiel?


Es gibt 2 Spieler, beide beginnen mit 8000 Lebenspunkten. Nun müssen die Spieler sich gegenseitig angreifen um den Gegenspieler auf 0 Punkte "herunter zu schrauben". Dazu stehen einem zahlreiche Monster, Zaubersprüche oder Fallen zur Verfügung. Wenn man bedenkt, dass es über 800 verschiedene Karten gibt, hat man schon eine recht lange Eingewöhnungszeit um alle Kombinationen und Kniffe zu erlernen. Wer schonmal andere Kartenspiele gespielt hat (Magic the Gathering oder Pokémon), dem fällt der Einstieg leichter.

Jeder Spieler kann nun seine Züge nacheinander koordinieren und muss mit etwas taktischem Geschick und natürlich Glück mit den Karten seinen Gegenspieler besiegen. So müssen nach und nach die Karten von der virtuellen Hand auf den Tisch gelegt werden; meist Monster die im Gegenzug angreifen, bzw. verteidigen müssen. Greift ein Spieler an, so steht auf der Karte wie viel Schaden ausgeteilt wird und wie viel der Gegner einstecken wird. Besiegt man alle Kreaturen auf dem Tisch kann man den Gegenspieler direkt angreifen um somit an seinen Lebenspunkten zu zehren. Zusätzlich kann man noch Kreaturen miteinander fusionieren, um aus zwei schwachen oder minder starken Monstern ein Super Monster zu kreieren. Bei über 800 Karten dauert es jedoch eine Weile bis man weiß, welche verschiedenen Fusionsmöglichkeiten es gibt und welche fehlschlagen werden.

Das sind im Grobenn die Grundzüge des Regelwerks, doch wie genau spielt man das Spiel auf dem Gameboy Color? Hier gibt es in einer virtuellen Kampfarena 5 verschiedene Gegner, die die Serien-Fans sicherlich alle kennen werden. Besiegt man einen Feind gewinnt man eine neue Karte aus seinem Deck, verliert man muss man eine Karte abgeben. Schafft man es gegen alle 5 Gegner in der Arena 5 mal erfolgreich zu siegen, so tauchen 5 neue Gegner auf. Bis man irgendwann im Finalkampf gegen seinen Erzfeind Pegasus kämpfen muss. Dabei steigt der Schwierigkeitsgrad kontinuierlich an. Die ersten 5 Gegner sind mit dem Starterdeck ein leichtes Spiel und gelten eher zur Eingewöhnungszeit, die nächsten Gegner kommen mit stärkeren Karten und einer bessern Strategie. Doch kein Gegner ist zu schwer, um ihn irgendwann zu besiegen. Am meisten Spaß wird man wohl gegen einen Freund haben, denn im Multiplayer gegen einen echten Gegner zu kämpfen ist wahrlich etwas anderes als sich gegen eine Computer KI behaupten zu müssen.

Steuerung:

Steuerungstechnisch muss man sich erstmal an das Spiel gewöhnen, es gibt zahlreiche Menüs und Möglichkeiten, die zunächst durchforstet werden müssen. Nach einer längeren Eingewöhnungszeit geht die anfangs etwas komplizierte Steuerung schneller von der Hand.


Grafik:


Grafisch gesehen ist Yu-Gi-Oh: Das Dunkle Duell einigermaßen überzeugend . Man muss natürlich bedenken, dass es sich hier um ein Gameboy Color Spiel handelt und man deshalb nicht so viel erwarten kann wie vom GBA. Für GBC Verhältnisse bietes das Spiel gute Grafik mit jedoch recht wenigen Animationen. Zwar gibt es hier und da einige Bewegungen, aber wenn dann nur recht dürftig. Was die Karten angeht, werden diese nicht so detailiert abgebildet wie z.B. beim Pokémon Trading Card Game, dennoch so genau, dass sie einen gewissen Wiedererkennungswert haben. Bei der Übersetzung hat man anscheinend doch größere Platz-Probleme aus japanischen Schriftzeichen deutsche Wörter bzw. Sätze zu bilden und so kommt man um Abkürzungen nicht herum.


Sound:

Tja, vom Gameboy Color ist man wildes Rumgepiepse gewöhnt, aber gleich so extrem? Die Melodien sind zwar recht gut gemacht, gehen aber sehr schnell auf die Nerven. Glücklicherweise gibt es einen Lautstärkeregler.


Features:

Mit über 800 Karten und einem fast originalen Kartenspielregelwerk, einer Speicherbatterie und deutschen Texten können sich die Features für ein Gameboy Color Spiel sehen lassen. Dazu kommt noch der Multiplayermodus, der wohl die größte Herausforderung darstellt. Manche GBA Spiele könnten sich hier noch eine Scheibe abschneiden.


FAZIT:


Erst einmal müssen wir bedenken, dass es sich hier um ein Gameboy Color Spiel handelt und man somit nicht soviel erwarten kann wie von einem Gameboy Advance Spiel. Daher gibt es im Vergleich natürlich Defizite in Sachen Grafik, Sound und Umfang. Dazu kommt, dass nicht jedermann Gefallen an einem Kartenspiel hat. Doch wer sich als Fan der Serie oder des Spiels bezeichnet, wird sicherlich großen Gefallen an dem Spiel finden. Für die Fans und Besitzer des Gameboy Colors unter euch, die (noch) keinen GBA haben, wird dieses Yu-Gi-Oh Spiel wohl die erste Wahl sein. Besitzer des Gameboy Advance hingegen sollten sich gut überlegen, ob sie nicht eher zu dem GBA Spiel aus der Serie greifen. Der Test zur GBA Version dürfte übrigens in Kürze folgen.


Kevin Jensen [Iceman]

Vielen Dank an Konami für die freundliche Bereitstellung des Testmusters




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