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Seite 6: Gewalt in Videospielen - Ein Problem in unserer Gesellschaft?!

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Autor: N-Freak

Kategorie: kolumnen
Umfang: 6 Seiten

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Game Boy Advance Artikel vom 22.02.2005













8 Bei der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (kurz BPjM, vormals BPjS) handelt es sich um die Institution, die eine eventuelle Indizierung nach Antragstellung vornehmen kann. Neuerdings kann die BPjM auch ohne Antrag eine Indizierung vornehmen, sodass möglichst alle jugendgefährdenden Medien aus dem Verkehr gezogen werden können. Die Erweiterung der Kompetenzen der BPjM betrifft mittlerweile alle neuen Medien – mit Ausnahme des Rundfunks.

Die BPjM ist dem Bundesministerium für Familie, Familie, Senioren, Frauen und Jugend untergeordnet. Die BPjM ist eine bis dato einzigartige Institution in Europa.


9 Das neu aufgelegte Jugendschutzgesetz trägt in seiner Auslegung vor allem zum Schutze der Jugend in der Öffentlichkeit und zum Schutze der Jugend vor jugendgefährdenden Medien bei. Das JuSchG ist zeitgleich mit dem „Jugendmedienschutz-Staatsvertrag der Länder“ [

Link ] in Kraft getreten.

In Bezug auf Videospiele besagt das Gesetz, dass alle Datenträger eine verpflichtende Alterskennzeichnung tragen müssen – entsprechend ist die Abgabe nur an diejenigen Personen erlaubt, die besagtes Mindestalter erreicht haben.


10 Artikel 5 des Grundgesetzes (Absatz 1& 2):

(1) Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.

(2) Diese Rechte finden ihre Schranken in den Vorschriften der allgemeinen Gesetze, den gesetzlichen Bestimmungen zum Schutze der Jugend und in dem Recht der persönlichen Ehre.


11 Bei der USK handelt es sich um die in Deutschland für eine Alterskennzeichnung zuständige Stelle. Seit dem 1.4.2003 ist eine Alterskennzeichnung bei Computer/Videospielen obligatorisch. Die USK ist Teil des „Fördervereins für Jugend Sozialarbeit e.V.“. Bei der Untersuchung eines Spieles stellen die Sachverständigen den USK eine Alterskennzeichnung nach ausgiebiger Betrachtung diverser Kriterien auf. Bei Spielen, die Krieg verherrlichende Elemente oder leidende Menschen darstellen [Verstoß gg. §15 Abs. 2 JuSchG] kann die USK die Vergabe einer Alterskennzeichnung verweigern. In diesem Falle wird das betreffende Spiel direkt an die BPjM weitergeleitet, eine Indizierung ist wahrscheinlich.

Die USK ist nicht eine Institution, deren Entscheidungen in Bezug auf Altersfreigaben aus einem kompetenten Gremium aus Pädagogen, Journalisten, Vertreter der Bundesländer, Sozialwissenschaftlern sowie Vertretern der Kirchen- und Wirtschaftsverbände.


Bei der Einstufung in die diversen Alterskategorien [JuSchG § 14 Abs. 2] müssen bestimmte Kriterien erfüllt werden, im Folgenden alle Alterskennzeichnungen der USK kurz zusammengefasst:




Spiele mit diesem Siegel sind aus der Sicht des Jugendschutzes für Kinder jeden Alters unbedenklich. Sie sind aber nicht zwangsläufig schon für jüngere Kinder verständlich oder gar komplex beherrschbar.



Die Spiele wirken abstrakt-symbolisch, comicartig oder in anderer Weise unwirklich. Spielangebote versetzen den Spieler möglicherweise in etwas unheimliche Spielräume oder scheinen durch Aufgabenstellung oder Geschwindigkeit zu belastend für Kinder unter sechs Jahren.



Kampfbetonte Grundmuster in der Lösung von Spielaufgaben. Zum Beispiel setzen die Spielkonzepte auf Technikfaszination (historische Militärgerätschaft oder Science-Fiction-Welt) oder auch auf die Motivation, tapfere Rollen in komplexen Sagen und Mythenwelten zu spielen. Gewalt ist nicht in alltagsrelevante Szenarien eingebunden.




Rasante bewaffnete Action, mitunter gegen menschenähnliche Spielfiguren, sowie Spielkonzepte, die fiktive oder historische kriegerische Auseinandersetzungen atmosphärisch nachvollziehen lassen. Die Inhalte lassen eine bestimmte Reife des sozialen Urteilsvermögens und die Fähigkeit zur kritischen Reflektion der interaktiven Beteiligung am Spiel erforderlich erscheinen.




Der Inhalt ist geeignet, die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit zu beeinträchtigen. Voraussetzung für die Kennzeichnung ist, dass § 14 JuSchG Abs. 4 und § 15 JuSchG Abs. 2 und 3 ("Jugendgefährdung") nicht erfüllt sind.


12




Den Artikel über die Iowa State University bekommt ihr unter folgendem
Link






Quellenverzeichnis:




Quellartikel




Originalinterview (komplett) mit Dave A. Grossman





Die Quelle zu dem Bericht, nach dem Gewaltspiele das Mitleidsempfinden schrumpfen ließen:





Über Dr. Manuel Ladas/ Website




Über die Forschungsergebnisse von Werner Früh








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