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Der Stand der Dinge

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Autor: Sonic

Kategorie: kolumnen
Umfang: 1 Seiten

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Game Boy Advance Artikel vom 23.08.2002



Der Stand der Dinge











Der GBA ein Schminkspiegel ? – Eine Image-Analyse


Man muss sich nur mal kurz in den gängigen Videospiele-Foren im Internet umsehen, um festzustellen, dass bei bestimmten Themen doch immer schnell Vorurteile bei der Hand sind. So ist der Gamecube doch „die reinste Kinder-Konsole“ oder die X-Box ist „eine überteuerte Ablage für PC-Spiele ohne Spieltiefe“.Da kriegt jeder Publisher sein Fett weg oder Spielehersteller XY wird von seinen Jüngern angehimmelt.


Ganz abseits vom Konsolenkampf der großen Drei führt der Gameboy Advance ein eher unbehelligtes (Schatten-)Dasein. Wo sich bei X-Box, PS2 und Gamecube das Spielerlager noch in Fanboys und Basher spaltet, herrscht in der ganzen GBA-Community friedvolle Glückseligkeit.


In der ganzen Community ? Nein, ein kleiner, unbeugsamer Teil von Nörglern hält doch tatsächlich Nintendos Monopol-Missbrauch und den damit verbundenen hohen Preis für GBA-Software für unverschämt oder beklagt sich über das mangelhafte Display des GameboyAdvance ; ja verspottet ihn sogar aufgrund gerade erwähnten Eigenschaften als „Schminkspiegel“.


Schlussendlich herrscht in der Community aber doch Einigkeit, im großen und ganzen ist der Gameboy Advance „halt ein prima Gerät für unterwegs“ und die Nintendo-Spiele „sind einfach nur allererste Sahne“.


Hallo Zielgruppe ??


Die Zielgruppe; ein äußerst weit verbreitetes Phänomen, welches dazu führt, dass X-Box-Spieler niemals „Barbie auf dem Reiterhof“ werden spielen können und der GameboyColor von Pokemons aller Sorten und Farben überflutet wurde. Aber diese Kolumne würde diese Zeilen nicht beinhalten, wenn auch der GBA nicht hier wieder aus der Reihe tanzen würde. Was bitte soll man denn von einer Konsole halten, auf der zum einen „Doom“ , „Ecks vs. Sever“ , „Tekken“ und „Rainbow Six“ erscheinen , zum anderen aber auch sämtliche Serien des Sat1-Kinderprogramms als Spieleumsetzungen erhältlich sind. Tja, Gegensätze ziehen sich ja bekanntlich an. Folglich pendelt sich die eigtl. Zielgruppe irgendwo dazwischen ein ! Oder doch nicht ?? Gerüchten zufolge sollen ja gewitzte PR-Manager auf die Idee gekommen sein, einfach die Spiele zu veröffentlichen, die den größten (finanziellen) Erfolg versprechen. Und es soll ja auch Leute geben, die sich um Sachen wie (vermeintliches) Image nicht scheren......


Dich kenn ich doch ?


Die oben erwähnte Profitgier in den oberen Etagen der Videospielkonzerne hat auf dem GBA noch weitere Folgeerscheinungen verursacht: Den Konvertierungswahn ! So manch argloser Spieler hat beim Einstecken des gerade eben erworbenen Spielemoduls eine Deja-Vú-Erlebnis der ernüchternden Art. Aber wie immer gibt es 2 Seiten der Medallie: Endlich kann man die alten SNES-Hits auch unterwegs spielen, und wer zu Zeiten des Super-Nintendo noch nicht einmal „MARIO“ buchstabieren konnte, hat jetzt endlich die Möglichkeit , das nachzuholen, was er nach Meinung vieler Nostalgiker verpasst hat.


Ich bin so einsam ! Gebt mir Konkurrenz !


Obwohl also im internationalen Handheld-Markt eigentlich alles seinen geregelten Gang nimmt (in die Richtung, die Nintendo vorschreibt......), ist doch hin und wieder der Ruf nach Konkurrenz berechtig, denn Konkurrenz belebt ja schließlich das Geschäft. Die Folgen eines Verlustes der Handheld-Monopolstellung könnte sich jeder ausmalen, der 1 und 1 zusammenzählen kann: Sinkende Preise usw.... Allerdings sieht es bis auf äußerst vage Andeutungen seitens Sony nicht so aus, als ob in naher Zukunft jemand Nintendos Monopolstellung streitig machen würde. Und Bandais Wonderswan fristet sogar im videospiele-verrückten Land der aufgehenden Sonne ein Schattendasein und wird von den Nintendo-Bossen noch nicht einmal müde belächelt. Wo also im Heimkonsolenmarkt Nintendos PR-Strategen grübeln, wie man den Mitbewerbern eins auswischen könnte, ist die einzige Sorge der GBA-Abteilung, wie man noch mehr Leute für Handheld-Gaming begeistern kann.


Wie tief ist eigtl. das Sommerloch ?


Nicht nur das Fernsehen und die Politik sind betroffen, auch der GBA bleibt nicht verschont. Und schon wieder sind irgendwelche verflixten PR-Strategen schuld, die sich ausgedacht haben, potenzielle Spiele-Hits doch möglichst dann zu veröffentlichen, wenn der Verbraucher am konsumfreudigsten ist – sprich zur Weihnachtszeit. Und da das Hauptaugenmerk nunmal den USA und Japan gilt, dürfen wir Europäer uns immer brav auf die 3 Monate nach Weihnachten freuen, dann sind nämlich die meisten Titel endlich lokalisiert und können auf dem europäischen Markt veröffentlicht werden. Erfreulicherweise gibt es gelegentlich humane Publisher, die dann doch Mitleid zeigen und dem geschädigten Spieler Titel wie „V-Rally“ oder „Breath of Fire 2“ schenken, die unter den Massen von Comic- oder Filmumsetzungen hervorstechen.


Lange Rede – Kurzer Sinn : Das Fazit


Trotz Sommerloch, Monopolstellung, Konvertierungswahn und wasweißichwas : Wir alle lieben den GBA ! Gebt es doch zu.....


In diesem Sinne, frohes Spielen

[Sonic]

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