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Spiralstone: Publisher, verzweifelt gesucht !

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Autor: Sonic

Kategorie: spiele
Umfang: 1 Seiten

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Game Boy Advance Artikel vom 22.03.2003





(K)ein Publisher für Spiralstone !

Über einen Mangel an Rollenspielen kann sich der gewöhnliche GBA-Spieler wahrlich nicht beschweren, „westliche“ RPGs im Stile eines Diablo sind allerdings bislang rar gesät. Dementsprechend freudig war auch die Reaktion der meisten Spieler auf die Ankündigung von „Spiralstone“, dem Erstlingswerk der neu gegründeten englischen Spieleschmiede Gatehouse Games. Absolute Bewegungsfreheit in einer großen Fantasy-Welt, zahlreiche Monster und Items, ein spannendes Kampf-System in Echtzeitund eine mehr als ansprechende technische Umsetzung ließen auf einen potenziellen Rollenspiel-Hit hoffen.
Nach der Ankündigung und der Veröffentlichung einiger Screenshots im Mai vergangenen Jahres wurde es allerdings still um Spiralstone. Sollte das vielversprechende Projekt etwa mangels zugkräftiger Lizenz ohne Publisher dar stehen und somit nie das Licht der (Spiele-)Welt erblicken ? Gegenüber Planetgameboy.de äußerte sich Tom Scutt, Lead Designer bei Gatehouse Games und ebenfalls leitender Designer der Tomb Raider-Serie für den PC, zum aktuellen Stand der Dinge und zeigte uns exklusiv eine spielbare Demo-Version des Spiels.



„Wir haben
im letzten Jahr mit mehreren großen Publishern gesprochen. Aber trotz der Tatsache, dass uns alle bescheinigten, Spiralstone sei ein großartiges Spiel, müssen wir immer noch einen Vertrag abschließen.“ Es gibt also derzeit noch keinen Publisher für Spiralstone, sicherlich kein gutes Zeichen für ein so vielversprechendes Projekt.


Wie schon andere kleinere Entwickler hat auch Gatehouse Games mit den Tücken des lahmenden GBA-Marktes zu kämpfen. „Der Markt für GBA-Spiele befindet sich in äußerst schlechten Zustand.“, äußert sich Tom Scutt dementsprechend. „Es gibt einfach viel zu viele Spiele, und die meisten von ihnen sind von schlechter Qualität oder stumpfe Remakes alter Spiele.“ Wie nicht anders zu erwarten, haben die Gespräche mit den Publishern vor allem eines gezeigt: „Vielen Publishern geht es viel mehr um die dem Spiel angehängte Lizenz als die Qualität des Spiels an sich“.




Dennoch ist Tom Scutt von der Qualität seines Spiels überzeugt, „Spiralstone ist besser als 95% der veröffentlichten GBA-Spiele“. Bleibt also zu hoffen, dass sich demnächst doch noch ein mutiger Publisher für das Spiel findet, der bereit ist abseits der ausgelatschtens Pfade von SNES-Remakes und unterdurchschnittlichen Film-Umsetzungen die neuen Impulse zu setzen, die der Markt für den GBA so dringend benötigt.


Die spielbare Demo-Version, die Planetgameboy.de vorliegt, bestätigt die vielversprechenden Ansätze. Der Demo-Spielumfang von ca. 5 Stunden soll etwa 5-10% des vollständigen Spiels in der finalen Version entsprechen. Auch wenn es uns Spielern aufgrund uneinsichtiger Publisher entgehen sollte, wollen wir uns die Gelegenheit nicht nehmen, und das ehrgeizige Projekt nochmals ausführlich vorstellen.




Um euch und vielleicht auch einigen Publishern zu zeigen, was diese hier wahrscheinlich den GBA-Spielern vorenthalten, wollen wir das Spiel mitsamt seinen Features an dieser Stelle nocheinmal vorstellen:

Spiralstone spielt in einer typischen Fantasy-Welt voller Magie und gefährlicher Monster von Goblins und untoten Skelletkriegern bis hin zu mächtigen Drachen und Riesen. Der Spieler kann sich in der Welt von Spiralstone jederzeit frei bewegen, einen linearen Storyverlauf gibt es nicht. Vielmehr entscheidet ihr selber, wann und wie stark ihr euch vom Laufe der Geschichte beinflussen lasst und dem Kern düsterer Legenden auf den Grund geht. Zu Beginn des Spiels müsst ihr euch einen eigenen Charakter erstellen und könnt dabei rollenspieltypisch aus verschiedenen Klassen wie Krieger, Magier, Druide ,Priester und anderen wählen. Im Verlaufe des Spiels könnt ihr dann durch den Erwerb von Erfahrungspunkten in höhere Klassen aufsteigen.

Kämpfe laufen bei Spiralstone in Echtzeit ab. Wenn ihr einen Gegner trefft, wird angezeigt, wieviel Energie ihr im abgezogen habt. Natürlich hängt die Stärke eures Charaktes von der jeweiligen Klasse und Stufe als auch von der erworbenen Ausrüstung ab. Diese könnt ihr entweder besiegten Gegnern abnehmen, oder aber in einem Geschäft innerhalb eines Dorfes oder einer Stadt erwerben. Städte und Dörfer spielen eine wichtige Rolle in der Welt von Spiralstone, die sich übrigens sowohl durch veränderliches Wetter als auch durch einen ständigen Wechsel von Tag und Nacht auszeichnet, denn hier findet ihr besagte Geschäfte, in denen ihr allerlei Sachen erwerben könnt, Gasthäuser zum Ausruhen und Übernachten und schließlich auch Gilden, in denen ihr durch Training eure Fähigkeiten verbessern könnt. Um zwischen verschiedenen Städten hin- und herzuwandern oder die Wildnis und tiefe Dungeons zu erforschen, könnt ihr euch anfangs nur per Fuß vorbewegen, später im Verlaufe des Spiels wird es auch möglich sein, per Schiff größere Distanzen zurückzulegen. Ungemein hilfreich für das Verkürzen der langen Wanderungen sind die dem Spiel den Namen gebenden Spiralstones. Diese magischen Portale teleportieren euch direkt zu bestimmten Orten.

Da auch der beste Rollenspieler hin und wieder mal ins Gras beißt, ist das "Wiedererwecken" des Charakters ein wichtiger Punkt in allen Rollenspielen. Bei "Spiralstone" wird man nach dem virtuellen Ableben in der zuletzt besuchten Stadt wiedergeboren - allerdings ohne eure Ausrüstung. Nun habt ihr entweder die Möglichkeit, erneut zu dem Ort des Ablebens zurückzukehren und dort den Leichnam eures Charakters zu finden und so an eure Ausrüstung zu gelangen. Sollte dieser Ort ungünstigerweise ein von Horden wilder Monster überfluteter Dungeon sein, ist es gegebenfalls sinnvoll, den örtlichen Necromancer zu Hilfe zu ziehen. Dieser beschafft euch den Leichnam mitsamt Ausrüstung, allerdings gegen einen Abzug von euren Erfahrungspunkten.


Die vorliegende Demo zeigte zwar noch nicht alle oben genannten Features, ließ aber auf jeden Fall zünftiges Rollenspiel-Flair aufkommen. Grafisch war die Version auf alle Fälle erhaben und auch das Gameplay wies trotz Demo-Status nur wenige Tücken auf. Zu Bemäkeln wären da etwas zuwenig Story-Einbindung und ein noch nicht ganz ausgereiftes bzw. abwechslungsreiches Kampf-System. Es wäre in der Tat sehr schade, wenn ein solch ambitioniertes Projekt eines ehrgeizigen Entwickler-Teams nie das Licht der Welt erblicken würde. Man kann nur hoffen, dass sich ein "mutiger" Publisher findet, der sein Portofolio von Film-Lizenzen, Cartoon-Lizenzen und SNES-Remakes um ein ambitioniertes Rollenspielprojekt zu erweitern bereit ist. Zu Wünschen wäre es !


Wir danken Tom Scutt für die Unterstützung und wünschen alles Gute !

Kontakt Gatehouse Games: gatehousegames.com






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