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Im Test: Game Boy Advance SP mit

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Autor: Kevin Jensen

Kategorie: hardware
Umfang: 1 Seiten

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Game Boy Advance Artikel vom 07.06.2006





Das Zeitalter der Erleuchtung

Viele Jahre wanderten wir im Tal der Finsternis. Die Dunkelheit war fester Bestandteil der Handheldgeneration aus dem Jahre 2001. Der klassische Game Boy Advance (wohl einer der Hauptgründe für raschen Dioptrinverlust bei zocksüchtigen Couch Potatoes) verfügte nicht nur über den lästigen Spiegeleffekt beim Bildschirm, sondern benötigte auch externes Licht einer optimalen Quelle. Bevor man richtig los zocken konnte, musste erst die passende Sitzposition gefunden und die Lampe justiert werden. Notdürftige Erfindungen bis hin zu High-Tech-Lösungen wie der Afterburner, sorgten dafür das Nintendos kleiner Liebling beleuchtet wurde.


Zwei Jahre später kam der Game Boy Advance SP auf dem Markt und sollte die Spieler aus dem finsteren Tal führen. Per Knopfdruck sorgte man somit für ein angenehmes Licht auf dem Bildschirm und siehe da, man kann sogar etwas erkennen! Leider gab es auch hier und da Kinderkrankheiten, wie beispielsweise die mystische Verdopplung von weißer Schrift auf schwarzem Grund. Eine große Verschwörungstheorie? Wolle man den Pfad für neue Verbesserungsmöglichkeiten ebnen? Zumindest hat sich der Game Boy Advance SP bis heute als das meist verkaufteste Advance-Produkt durchgesetzt und viele Spieler haben zahlreiche freudige Stunden mit dem mobilen 16-Bit-Gerät erlebt. Doch die Evolution des Game Boys hat noch lange kein Ende genommen…


Weitere zwei Jahre nach dem erscheinen des GBA-SP, präsentierte Nintendo, völlig unerwartet, den Game Boy micro. Kleiner, schlanker, besser sollte er sein und den Existenzverlust durch den gemeinen Doppelbildschirmer lindern. Ein stufenregulierbares Helligkeitssystem für brillante Farben und optimalen Kontrast sorgten dafür, dass auch ein Minibildschirm nur sofort zu Augenkrebs führen sollte. Der micro wurde, dennoch wohl nicht zum gewünschten Erfolg in der westlichen Welt, denn schon kurz nach dem Erscheinen wurde er zu Dumpingpreisen verschleudert. Das aus des Game Boy Advance wie wir ihn kennen? Frei nach dem Motto: „Doch zu klein?“


Noch heller, noch schlanker, noch schöner. So heißt die Devise beim fernöstlichen Großkonzern. Der Game Boy micro machte mit seinem schlanken Design den Anfang, und es folgte der Nintendo DS lite. Inspiriert von Macintoshs iBook-Serie und ausgestattet mit einem superhellem Display, soll der Nintendo DS lite dafür sorgen, dass endlich die gewünschte Erleuchtung kommen mag. Doch es fristet noch ein kleines System ein Schattendasein. Der Game Boy Advance SP hat zumindest auf einigen Fleckchen der Welt ein weiteres Update bekommen und genau dieses Produkt wollen wir näher betrachten. Der Game Boy Advance SP mit bright light.





Es ist schon gemein, wenn man sich die Sammlung an Game Boy Klassik und Color Spielen anschaut und diese nicht mehr auf dem Nintendo DS spielen kann. Man trauert den alten Zelda, Mystic Quest, Tetris und anderen Titeln hinterher und ist schon kurz davor, diese heimtückisch beim nächst besten Onlineauktionshaus zu verscherbeln. Denn hat man einmal Blut geleckt und die neue Helligkeit, der aktuellen Handheldgeneration beschnuppert, fühlt sich alles alte so an als wäre man Blind.


Der GBA-SP mit bright light ist wohl das letzte Aufbäumen des Klassikers und obwohl er nur in bestimmten Regionen der Welt erhältlich ist, braucht er sich nicht verstecken. Das klassische Design wurde beibehalten und man braucht hier kein neuen Schnickschnack. Nach drei Modellen reicht es auch langsam mal. Denn bekanntlich zählen die inneren Werte. Kristallklare Bilder, knackige Farben und scharfe Konturen. Wer schon den Nintendo DS lite in den Händen hielt und weiß was Helligkeit für einen Unterschied macht, wird wissen was ich meine. Doch genau dies kann der Game Boy Advance mit bright light auch. Zwar gibt es nur zwei Helligkeitsstufen, diese kommen aber dem des lites sehr nahe. Die höchste Stufe ist identisch mit dem des aktuellen Doppelbildschirmers im Appleformat und die zweite Helligkeitsstufe zeitgleich noch doppelt so strahlend, wie die des gewöhnlichen SP. Auch der Game Boy micro kann hier nicht mithalten und tappt vergleichsweise im Dunklen. Das klassische Bildformat von 240x160 Pixel ist ebenfalls optimal für Leute, die ohne Lupe zocken möchten. Die Akkulaufzeit des überarbeiteten SP ist ebenfalls nicht wirklich beeinträchtig. Man kommt auch in der höchsten Stufe auf eine akzeptable Spieldauer, die geringere Einstellung sorgt für die üblich bekannte Spielzeit.


Fazit:

Illumination matters! (Anm. d. Red.: Auch in der Zeit von Dan Brown, meinen wir hiermit nicht den ominösen Geheimbund…) Wer die Vorteile des Game Boy Advance SP wie die sehr kompakte Größe, Rückwärtskompatibilität zu den wirklich alten Spielen und lange Akkulaufzeit zu schätzen weiß, wird die neueste SP-Variante lieben. Doch die Chancen stehen gering, dass dieses Gerät den Weg nach Europa findet. Also nichts wie los, zum Importeur eures Vertrauens und gebt dem kleinen eine Chance. Für knapp 79$ US Dollar macht er hierzulande noch dem Game Boy micro Konkurrenz und das zurrecht. Besonders, wenn die Pranken ein wenig groß geraten sind. Konservative SP-Fanatiker kommen einfach nicht drum rum.


Kevin Jensen für PlanetGameboy.de
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