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Die unheimlichen Weissagungen des Sagatradamus

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Autor: Christian Luscher

Kategorie: kolumnen
Umfang: 1 Seiten

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Game Boy Advance Artikel vom 06.01.2005





Wie wird das Jahr 2005 für die Handheld-Jünger? Gute Frage, sagt ihr? So genau kann das keiner wissen, sagt ihr? Hah, falsch, ganz falsch! Schließlich sitzt im PlanetGameboy-Team einer, der es wissen muss! Er ist nicht nur ein hervorragender Analyst, sondern mit geradezu hellseherischen Fähigkeiten begabt. Natürlich ist die Rede von Christian Luscher alias Sagat. Lest, was er uns für das nicht mehr ganz so neue Jahr prophezeit…


Januar

Der Januar verläuft für GBA-Fanatiker in hohem Maße langweilig. Die paar NES-Classics locken keinen hinterm Ofen hervor. Sagat schreibt auf PlanetGameboy.de eine heitere Satire, in der er behauptet, den Verlauf des Jahres 2005 zu kennen, wird für seinen dreisten Text aber wider Erwarten nicht verklagt, weil die genannten Firmen echte Sportsmänner sind, die Humor haben und Spaß verstehen.



Februar

Donkey Kong – King of Swing kommt in die Läden. Die Erben Benny Goodmans zeigen Nintendo an, da der leider schon seit geraumer Zeit verblichene Jazz-Klarinettist der Einzige ist, der den Titel „King of Swing“ führen darf. Nintendo muss zwanzig Trilliarden Dollar (umgerechnet eine ganze Menge Euro) an Schmerzensgeld zahlen. Mr Goodman wird kurzfristig exhumiert, um ihm das Geld in den Sarg zu legen. Überraschenderweise ist der Sarg des umtriebigen Holzinstrumentenbedieners zu klein für soviel Geld. Satoru Iwata schreibt einen Scheck aus, den Benny Goodman wider Erwarten nie einlöst…




Der reguläre King of Swing: Mr Benny Goodman!


März

Der Nintendo DS erscheint in Europa und beginnt alsbald, in den Läden einzustauben, da sowohl die deutschen Zocker, als auch die für die Reinigung der Verkaufsstellen verantwortlichen Raumpfleger damit beschäftigt sind, auf ihren importierten Sony PSP’s zu zocken. Nintendo-of-Europe-Chefchen Dr Bernd Fakesch reist mit seinem VW-Käfer von Tür zu Tür, um die Menschen persönlich zum Kauf des ignorierten Zweibildschirmers zu bewegen. Bis zum 28. März werden insgesamt zwei Exemplare des Nintendo DS (also insgesamt sage und schreibe vier Bildschirme!) in Europa verkauft: eines an Dr Fakesch selbst (der trotz des DS-Desasters ein sehr sympathischer Mensch bleibt, das muss an dieser Stelle mal gesagt werden) und das andere an Günter Kollerbach aus Schippsen an der Brühe (vermutlich eine falsche Ortsangabe), der das Gerät nach eigener Aussage verwendet, um damit Fliegen zu fangen.




Dr Bernd Fakesch. Keiner ist wie er!




April

Wegen des, wie es in einer offiziellen Pressemitteilung heißt, „etwas hinter den Erwartungen zurückgebliebenen Verkaufs“ des Nintendo DS in Europa wird Dr Bernd Fakesch unehrenhaft aus dem Dienst entlassen. Als Abfindung erhält er, wie man munkelt, ein Päckchen Smarties und ein Gratis-Essen in einem Nordsee-Restaurant seiner Wahl. PlanetGameboy.de kann der Entmachtung des sympathischen Nintendo-Vertreters nicht tatenlos zusehen und heuert ihn als Maskottchen an. Für die zwei Millionen Euro Gehalt, die die Website ihm für das Engagement bezahlen muss, gibt sie ihre Übertragungsrechte der E³ an 9live ab. Dr Bernd Fakesch, so die Begründung von PG-Gründer Bastian Karweg, „beschert uns den Sympathiebonus, den wir gerade heutzutage so dringend brauchen“. Das Ansehen PlanetGameboys war im Januar drastisch gesunken, nachdem der Redakteur Christian Luscher in einer ungerechtfertigt bösen Kolumne dem Nintendo DS eine bittere Zukunft prophezeit hatte.



Mai

Der Nachfolger für den Posten Dr Fakeschs ist bekannt! Das ehemalige Big-Brother-Superhirn Zlatko wird neuer Chef von Nintendo of Europe. Der Verkauf der Nintendo-DS-Geräte steigt sprunghaft um 50%... weil er sich auch einen kauft.




Nintendos Hoffnungsträger?




Juni

Hurra, ein weiterer verkaufter DS! Deutschland ist erleichtert. Die Bildzeitung lobt Nintendo für ihre vorausschauende Marktpolitik. Was verschwiegen wird: das verkaufte Gerät ging wiederum an Zlatko, der sich in seinen alten DS geschneuzt und ihn damit unbrauchbar gemacht hatte. Nintendo of Europe entschuldigt sich öffentlich für die schlechte Wahl ihres Vorstandes und bittet in einem offenen Brief in der Zeitung händeringend, Dr Bernd Fakesch möge zurückkommen. Dieser antwortet offiziell: „Nö, lasst man, bei PlanetGameboy gefällts mir viel besser.“ Darunter wird ein Bild abgebildet, auf welchem Fakesch und PG-Redi Christian Luscher zu sehen sind, wie sie in dessen Wohnzimmer mit nacktem Oberkörper lässig Bier trinken. Ja, Leute! So sieht der Alltag bei PlanetGameboy.de-Redakteuren aus!



Juli

Auch der obersten Zentrale Nintendos im schönen Japan ist der offensichtliche Misserfolg des Nintendo DS nicht verborgen geblieben. Spätestens nach der offiziellen Verlautbarung Sonys, die als einzigen Inhalt die Worte „Nää-nänä-nää-nää!“ enthielt, war man sich bewusst, dass der revolutionäre Doppelbildschirmer, wie man sich ausdrückte, „leichte Startschwierigkeiten“ hatte. Nicht nur in Europa kam das Gerät schlecht an, auch auf der restlichen Welt, wo es anfangs so aussah, als verkaufe sich der DS gut, musste das Internet-Auktionshaus Ebay eine Zweigstelle namens DSbay aufmachen, da Massen von Menschen ihr Gerät zugunsten einer Sony PSP verscherbeln wollen. Am 30. Juli hat, so sagt es die Statistik, jeder Erdenbürger mindestens zwei PSP’s und höchstens minus einen Nintendo DS. Nintendo-Boss Satoru Iwata zeigt sich mit diesen Ergebnissen „sehr zufrieden“ und verspricht „in Zukunft sogar noch mehr für den Erfolg des DS zu tun“. Ein frommer Wunsch? Wir werden sehen…





Chef Iwata: "Crisis? What crisis?"



August

Die Games|Convention in Leipzig beginnt! Nach der Abschaffung sämtlicher anderer Videospielmessen auf der Welt das größte Event des Jahres. Natürlich ist auch Nintendo mit von der Partie. Allerdings wird, genau wie schon im letzten Jahr, der Nintendo DS nicht der Öffentlichkeit vorgestellt. Schämt sich Nintendo für ihren Doppelbildschirmer? Nintendo-Oberfutzi Iwata dazu: „Wir wissen, dass sich Qualität am Ende durchsetzen wird, und deshalb brauchen wir keine Werbung. Werbung, pah, wozu?“ – gegen diese Argumentation spricht das Video, das Nintendo am offiziellen Stand auf einer Großleinwand ausstrahlt. Es zeigt Shigeru „Na schön, mein letztes gutes Spiel gabs vor zehn Jahren, dafür hab ich Mario erfunden“ Miyamoto, der immer wieder sagt: „I’m sorry! I’m so sorry! I’m so very SORRY!“

Auch das Team von PlanetGameboy.de ist auf der Games|Convention mit dabei. Wie schon im Vorjahr ist Christian Nork alias Trunx der Einzige, der das PlanetGameboy.de-T-Shirt trägt. Aus diesem Grunde wird er von einem wildgewordenen Mob von Videospielern beinahe gelyncht. Anscheinend ist Nintendo am Tiefpunkt der Beliebtheit angekommen… (…oder etwa nicht?)


September

Mit der etwas lapidaren Begründung „Macht doch, was ihr wollt, wir ham alle kein’ Bock mehr“ zieht Nintendo sich aus dem Videospielgeschäft zurück. Die Überreste der Games-Abteilungen werden von Atari aufgekauft (was für eine Ironie des Schicksals!). Die Nintendo-Führungsriege setzt sich zu einem Brainstorming in einer abgelegenen japanischen Tranfabrik zusammen. Ergebnis: Man will wieder zu alten Tugenden zurückkehren… und wird eine weltweite Kette von Freudenhäusern eröffnen. Der altgediente Nintendo-Exboss Hiroshi Yamauchi (von der Fachpresse respektvoll der Johannes Heesters Nintendos genannt) wischt sich eine Träne der Rührung aus dem sonst trockenen Auge. „Wie in alten Zeiten!“




Big Ex-Boss Yamauchi: "Wie in alten Zeiten..."




Oktober

Das weltweit erste… äh… Etablissement Nintendos, das „Princess Peach Fun House“ öffnet überraschenderweise im deutschen Konstanz am Bodensee seine Pforten – direkt gegenüber dem Haus des PlanetGameboy.de-Redakteurs Sagat. Davon völlig demoralisiert, ist er für den weiteren redaktionellen Alltag nicht mehr brauchbar. Ein später Racheakt Nintendos gegen die Entführung des sympathischen (ich kann es nicht oft genug sagen) Doc Fakesch durch PlanetGameboy.de?



November

Die Nachricht schlägt ein wie eine Bombe - diverse Nachrichtenagenturen melden: „PSP-Spielen macht blöd!“ Was etliche Nintendo-Fans schon seit jeher behaupteten, scheint jetzt Wirklichkeit zu sein. Mit einem stumpfsinnigen Gesichtsausdruck und langen Speichelfäden in den Mundwinkeln sitzen Massen von PSP-Daddlern vor ihren Geräten. „Es ist schrecklich“, berichtet Hilde S. aus Lummerby irgendwo in –äh, sagen wir mal… Rheinland-Pfalz. „Mein Sohn Gotthilf-Immanuel spricht überhaupt nicht mehr! Das Einzige, was er ab und an herausbringt, ist ein Gnaaaaaaaah.“

So wie ihm geht es Millionen Anderen. Sony wird von Lawinen aus Klagen regelrecht überrollt, die die bodenständigen Japaner in den Ruin treiben, nein, nicht nur das, an den Bettelstab! Und siehe! Sony-Boss Ken Kutaragi, mittellos, mit Geschwüren bedeckt, mitten in der Asche, nahm eine Glasscherbe, um sich damit zu schaben (Hiob 2,8) und sprach zum Nintendo-Chef Iwata: „Guter Herr, wollen wir nicht zusammen einen Handheld entwickeln, auf dass die Spieler werden normal und haben Spaß für immer und alle Tage?“ – „Wohlan“, sprach Iwata in seiner Güte.




Grimmiger Zeitgenosse: Ken Kutaragi




Dezember

Es begab sich aber zu der Zeit, als Westerwelle Statthalter in Deutschland war (Erwähnte ich das nicht bereits? Oh…), dass die ehemaligen Erzfeinde Sony und Nintendo eben so, wie dies in den kühnsten Knabenmorgenblütenträumen spätpubertierender Videospieljünger seit Äonen heiß ersehnt ward, zusammenarbeiteten und pünktlich am 24.12.2005 einen Handheld herausbrachten, den die Welt noch nicht gesehen hatte: von liebreizender Gestalt und mit gar köstlichen Spielen gesegnet. Und die Spieler auf der ganzen Welt jauchzten und frohlockten, die PSP-Opfer wurden – schwupps! – wieder „normal“. Kutaragi-san wurde von seinen Geschwüren erlöst und wieder ein wohlhabender Mann, welcher seinen Reichtum aber nur für gute Zwecke einsetzte. Iwata und Kutaragi aber blieben Freunde, so wie der Rest der Menschheit, und Hiro Yamauchi ließ sein Antlitz leuchten über sie, denn es war vollbracht: die Videospielwelt war wieder im Lot, alles, alles war gut.







GEGENDARSTELLUNG:

Um nicht von verschiedenen Personenkreisen juristisch belangt zu werden, möchten wir an dieser Stelle noch einmal in aller Entschiedenheit klarstellen: Christian Luscher alias Sagat verfügt nicht über hellseherische Fähigkeiten. Dieser Text ist keine in irgendeiner Weise gerechtfertigte, gültige oder auch nur ernstgemeinte Voraussage der Zukunft. Ken Kutaragi wird nicht von Geschwüren oder sonstigem bedeckt werden und PlanetGameboy.de, PlanetDS.de sowie natürlich Playstationportable.de wünschen ihm und seiner Familie sowohl gesundheitlich, als auch beruflich nur das beste, ebenso den verehrten Angestellten der Firma Nintendo, denen dieser Text wirklich und ganz, ganz doll ehrlich kein Leid zufügen wollte, weil wir Nintendo nämlich echt gut finden und hoffen, dass es sich in Zukunft vielleicht doch einrichten lässt, uns mit ein paar guten Spielen einzudecken! Und Doktor Bernd Fakesch ist wirklich sympathisch. Lasst den Mann öfter sprechen, der ist klasse!

Auf jeden Fall, und das ist die Kernaussage dieses ganzen „Gegendarstellung“ genannten Abschnittes: bitte, bitte, verklagt uns nicht, wir haben das alles nicht so gemeint, es war doch nur ein kleiner Spaß, nur Satire, oder wie man das heutzutage nennt! Ein harmloser Jux! Dollerei! Hah hah! (Oje, oje…)

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