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Seite 2: Staff Roundtable #1

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Autor: sonic

Kategorie: schlagabtausch
Umfang: 3 Seiten

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Kommentare:

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Game Boy Advance Artikel vom 19.10.2003








Kevin Jensen - PG

Es war mal wieder so weit... Die Absatzzahlen sinken, sogar die größten Fans machten sich schon Sorgen um den Cube. Doch Nintendo kam natürlich die rettende Idee in der Not: Zauberwort Preissenkung. Klar, dass hat auch schon zu Anfangszeiten die Verkäufe des Game Cubes angekurbelt, denn je billiger desto eher überlegt man sich eine Hardware zuzulegen und über evtl. Nachteile kein DVD Player, etc hinwegsehen. Nun stellt sich mir wieder die Frage: "Stellt sich Nintendo eigentlich immer selbst ein Bein?" Denn nun wo der GBA-SP 30€ teurer ist als sein großer Bruder ist fragt man sich: warum? Zudem, warum gibt es für den Cube Players Choice Titel und bisher keine für den GBA? Mir scheint es als ist der GBA nur noch ein Zugpferd für den Cube und mehr nicht. Entweder man findet sich mit Nintendos Politik ab oder lässt es bleiben. Oder kommt etwa auch eine Preissenkung in Sachen GBA(-SP) auf uns zu? Warten wir ab, was das Weihnachtsgeschäft mit sich bringt.


Magnus Kleditzsch - GCX

Die Frage noch solch fundamentalen Dingen und der Zweifel an Nintendo's Kompetenz in Sachen Marktwirtschaft sind für mich grundsätzlich auf zwei Dinge zurückzuführen, welche auch noch direkt in Zusammenhang stehen.


Zum ersten ist es der Mangel an gehypeden Titeln. Spiele, die man früher mit riesigen Kampagnen in Print-Magazinen (Interviews, Anzeigen, Promo-Videos, Betas für die Printmags etc.) gehyped hätte - wie z.B. Geist, Metroid Prime 2 oder Pikmin 2- verschwinden mehr oder minder in der Versenkung. Da müssen erst 3rd Partys kommen, die sich etwas für die Konsole ins Zeug legen (Baten Kaitos oder Tales of Symphonia) und man merkt sofort, dass der Cube ein riesen Potenzial hat. Schade, denn dieser Fehler geht größtenteils (und das ist der zweite Aspekt den ich vorstellen möchte) auf den aktuellen Nintendo Executive (also Chef) Saturo Iwata zurück - dieser ist nämlich intern Nintendos größtes Sorgenkind.


Sicherlich würde gerade NoE lieber freier entscheiden und die Werbekampagnen nach freiem ermessen durchsetzen, jedoch ist man leider immer noch zu stark an NoJ gebunden und man macht das Beste aus der Situation. Wenn Nintendo eine schreckliche "Connectivity-Schiene" vorgibt muss man sie leider einhalten. Und wenn NoJ gerade Remakes bzw. emulierte SNES / NES Games gut findet und sie sowohl für den GBA als auch für den GCN released bleibt dem Rest der Welt Nichts anderes übrig, als mitzuziehen.


Also: Hypen was das Zeug hält und Iwata absetzen (Radikalkur )


Christian Thol - PG

... womit ein ganz entscheidender Aspekt verlautbart wurde: Nintendos Öffentlichkeitsarbeit. Über Jahre hinweg schien Nintendo unantastbar - Der Thronfolger des SNES sollte das "Ultra 64" werden und lange Zeit sah es auch wirklich danach aus...


... Bis schließlich ein neuer Kämpfer den Ring betrat und eine neue Ära schuf. Sony betrat mit dem Einstieg in den (Heim)Konsolen Markt damaliges Neuland und wusste sich durchaus zu etablieren.


Immense Werbekapagnen über Wochen und Monate - Plakate, Printmedien, Kino und Fernsehen - niemand konnte Sonys Werbeaufmarsch entrinnen und kein Konkurrent schien dem Dauer Feuer an Promotion und Öffentlichkeitsarbeit gewachsen. Gebannt verfolgte nicht nur die Öffentlichkeit den durch innovative Neuschöpfungenen geprägten Siegesmarsch Sonys. Auch die Konkurrenz seitens Nintendo fand seine Kinnlade jenseits der Erdoberfläche und musste schlussendlich gefrustet feststellen, den (Wieder)Einstieg in den Konsolenkampf verpasst zu haben - Runde 1 ging an Sony. Runde 2 ging an Sony usw.


Nintendo hatte schlicht den Einstieg in den Konsolenkampf verpasst und so scheint es auch heute noch. Was sich beim N64 noch nicht zeigte, ist heute leider nur allzu deutlich sichtbar: Nintendo's Werbekampagnen sind unscheinbar und für Newcomer in die Konsolenszene nicht einsehbar. Rar gesäht und teilweise unspektakulär aufgemacht demonstieren sie ein ums andere Mal die Unterlegenheit Nintendos zur direkten Konkurrenz.


Uns bleibt die Frage: Wird der alte Hase flügellahm ?


Nintendo scheint tatsächlich aus dem Konzept gebracht und ein ums andere mal ist der kritische Beobachter der Konsolen Szene geneigt, Nintendos mittlerweile knapp 2-Jährige (Pseudo-)Abstinenz auf dem Heimkonsolen Markt mit einer abwertenden Handbewegung gen Boden zu quittieren.
Nintendo scheint entweder nicht mehr die nötigen Mittel oder die nötige Motivation zu besitzen, sich ein letztes Mal aufzubäumen, dem Gegner ins Auge zu blicken und zur finalen "Fatality" Combo gegenüber der Konkurrenz anzusetzen...


... was aber leider auch schlicht unmöglich ist. Die Geschwindigkeit und die Zeitintervalle, in der die Combo mittels des Controllers in den laufenden (Konsolen) Wettkampf gehämmert werden, ist einfach zu hoch. Nintendo kann nicht dort anfangen, wo es beim N64 zuletzt aufghört hat. Schritt für Schritt den Gegner müde machen, Blickkontakt zur Konkurrenz halten und im entscheidenden Moment zuschlagen, so müsste die Divise heißen.


Zurück auf die Schulbank !


Exakt dorthin müsste man Nintendo teils schicken. Einige Kurse in Sachen Methodentraining: "Wie mache ich eventuellen Interessenten ein Prodult schmackhaft" oder "Die gängigen Faux-Pas des Wettkampfes".
Vermehrt scheint Nintendo in den Hintergrund zu rücken, vermehrt scheinen die Fans zu schwinden.


Der schon jetzt angekündigte Heimkonsolen Nachfolger des "gefloppten" Nintendo Gamecube lässt auf die Unternehmensinterne Unsicherheit schließen und kippt nun auch noch der einzig tragende und stabile Pfeiler [ DER GBA ] um, so gleicht Nintendo einem Kartenhaus, dem man die alles-tragende unterste Karte entzieht.


Deshalb fordern wir für die Zukunft ein realistisches Weltbild seitens Nintendo [ wir erinnern uns nur zu gerne an Herr Herrs netten Scherz eingangs der diesjährigen Games Convention "Nintendo ist Marktführer... usw." ], Luftschlösser finden wir höchstens bei Marios 64-bit Auftritt - eines der letzten Edelspiele aus dem Hause Nintendo.


Die Jahre verstreichen und die Konkurrenz wächst. Eine gnadenlose taktierte Werbekamapgne würde Nintendos angeschlagenes Image ein wenig aufpolieren - die blauen Flecken übertünchen und dem Titelverteitiger neue Kraft im Kampf um die Weltherrschaft geben. Der Hühne zur Rechten, mit einem Etat von 700 Millionen regt sich wieder und springt in den Ring.


Roooouuuund 3


- und alles was wir uns so sehnlich wünschen bleibt ein schnelles K.O. und Nintendos baldige Weltherrschaft.


Amen


Christian Nork - PG

Nintendo als Sorgenkind, Iwata raus, Schwarzmalerei an allen Ecken und Enden.


Geht es Nintendo wirklich so schlecht?
Es ist richtig, dass viele Fehler gemacht wurden und gemacht werden. Nintendos derzeitige Politik hat keine großen Anhänger, der Mißmut unter den Noch-Fans ist, wie man den Kommentaren meiner Kollegen entnehmen kann, groß.


Aber sehen wir doch mal auch die guten Seiten:
Als eine Verzweiflungstat sehe ich persönlich die GCN-Preissenkung nicht, sondern als notwendigen Schritt, der vielleicht ein wenig zu spät kommt, zum Weihnachtsgeschäft aber gut getimt ist.
Das der Preis des GBA (SP) in absehbarer Zeit nicht sinken wird ist ebenso verständlich: Denn bei der Überlegung, sich einen Handheld oder eine Heimkonsole zu kaufen überlegt der Durchschnittsmensch nicht lange und schwups liegt unter dem Weihnachtsbaum ein kleines Würfelchen.


Stichwort Connectivity. Hier hat Nintendo meiner Meinung nach ein großes Potential. Der GBA ist der meistverkaufte Handheld und manche Ideen wie Pacman oder Zelda Four Swords GCN sind wie geschaffen für das Genre, in dem Nintendo seit dem N64 führend ist: Dem Party-Spiel. Denn seien wir mal ehrlich: Wer zu viert zocken will legt sich keine PS2 oder eine Xbox zu. Mario Party, Mario Tennis, Mario Kart. Die Liste liese sich beliebig erweitern. Man muss nur dafür geeignete Konzepte entwickeln...


Dann gibts es noch die Third-Partys. Vor allem Konami hat mit Boktai den Mut zur Lücke bewiesen und einen Top-Hit gelandet, der auch hierzulande mächtig einschlagen wird. Square Enix ist wieder an Bord, Titel wie Soul Calibur 2 verkaufen sich auf dem GCN besser als auf anderen Konsolen. Ich sehe immernoch einen Hoffnungsschimmer.


Schade finde ich nur, dass Nintendos einst größtes Potential, die Innovation, inzwischen flöten gegangen ist. Die vielen Remakes waren zwar schnell produzierte, aber dafür auch gut verkaufte Spiele. Doch der Kunde lechzt nach mehr. Aber tun wir das nicht immer?


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