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Staff Roundtable #1

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Autor: sonic

Kategorie: schlagabtausch
Umfang: 3 Seiten

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Game Boy Advance Artikel vom 19.10.2003





STAFF ROUNDTABLE #1 - What´s next, Nintendo ?


Die weltweite Preissenkung des Gamecubes, der Start einer riesigen Werbe-Kampagne in den USA – Nintendos Marketing scheint aggressiver denn je. Doch ist der eingeschlagene Kurs auch der richtige? Und welche Maßnahmen machen Nintendo auch zukünftig fit für den immer härter werdenden Konkurrenzkampf?


Dies sind nur einige der Fragen, die wir in unserem ersten großen „Staff Roundtable“ diskutieren wollen. Lest selbst, was die Redakteure von GamecubeX.net und Planetgameboy.de zur aktuellen Situation Nintendos denken...



Magnus Kleditzsch - GCX

Über Nintendos Marktsituation zu spekulieren ist selbst für manch Insider sehr schwierig. Immerhin hat Nintendo dieses Jahr zum ersten Mal seit einem halben Jahrhundert rote Quartalszahlen vorgelegt. Jedoch kam direkt danach die Meldung, dass Nintendo dank einer Preissenkung des GameCubes auf 99 € bzw. 99 US$ seine Absatzzahlen zum Teil sogar vervierfachen konnte. Große Handelsketten wie Media Markt machen mit dem GameCube Fernsehwerbung und der Gewinner des Weihnachtsgeschäftes steht fest.

Aber auch die anderen beiden Konsolenhersteller werden mit Preissenkungen nachziehen. Und das noch näher am Weihnachtsgeschäft mit einer wohl noch größeren Kampagne. Und dann wird es wieder heißen "Wieso kauft keiner Cubes?".
Viel wichtiger ist jedoch, dass Nintendo den GBA (SP) Preis stabil halten will. Denn so stehen jetzt wohl viele GBA Käufer vor der Frage "Soll ich mir zum gleichen Preis nicht lieber 'nen GameCube kaufen?" - berechtigterweise - zumindest meint das unsere Community, die sich sehr ausführlich darüber unterhalten hat.


Hendrik Jasnoch - PG

Die Preissenkung für den Gamecube und auch die (zumindest in Amerika) groß angelegte Marketing-Kampagne waren der einzig richtige und sinnvolle Schritt, um die Chance auf einen guten Platz im Weihnachtsgeschäft nicht vorzeitig zu vertun. Inwieweit die anderen Hersteller da jetzt nachziehen, bleibt abzuwarten: Microsoft setzt wohl eher auf Bundles, Sony auf eine großflächige Werbekampagne.


Durch die Halbierung des Gamecube-Preises steht der GameboyAdvance SP mit seinen 130 Euro natürlich etwas im Abseits. Die Frage ist nur - gibt es für Nintendo einen triftigen Grund, auch an der GBA-Preisspirale zu drehen ? Seit Launch des GBA gab es bislang nur eine einzige Preissenkung, von daher ist wohl nicht damit zu rechnen, dass es auch im Handheld-Bereich zu Preis-Reduzierungen kommt. Durch Pokémon Rubin und Saphir ist der GBA immer noch gut positioniert - die Pokémon-Titel werden wohl auch zu Weihnachten noch die Topseller sein. Nintendo scheint mit den derzeitigen Absatzzahlen für den Gameboy zufrieden zu sein, zumal in dem kürzlich gelaunchten N-Gage von Nokia keine Konkurrenz gesehen wird. Natürlich könnte man auch im Handheld-Bereich durch aggressive Werbung und deutliche Preisreduzierung für ordentliche Bewegung in den Absatzzahlen sorgen - aber die Erfahrungen der letzten Jahre zeigen, dass in diesem Bezug wohl eher wenig von Nintendo zu erwarten ist.


Christian Luscher - PG

Zuweilen kann einem der Gedanke kommen, Nintendos Preis-, Release- und Firmenpolitik seien so geplant und vorausschauend wie die Aktionen eines Kleinkindes - wie auch jetzt, da man auch ruhig den Erfolg des GBA bremst, um dem halbtoten Gamecube wieder auf die Beine zu helfen. Die Gamecube-Preissenkung ist definitiv ein Schritt in die richtige Richtung, aber macht nur allzu deutlich, dass der Preis für GBA und Spiele viel zu hoch angesetzt ist und war. Wer kauft sich denn schon ein teureres Handheld, auf dem er für je 49.95 Euro mangels Prozessorleistung schlechte Remakes von Spielen zocken kann, die er als Original auf günstigeren Konsolen für weniger als die Hälfte des Geldes kriegt?
Dieses scheinbar irrationale und arrogante Hantieren mit dem Markt und dem Spieler, um sich selbst am eigenen Haarschopf aus dem Schlamassel zu ziehen, wird erschreckend typisch für Nintendo. Wer ab jetzt immer wieder Angst haben muss, dass sein Spielspaß für den kurzfristigen Gewinn von Pokémon oder die weihnachtlichen Rettungsversuche für eine schon lange verlorene Konsole geopfert werden könnte, wird sich in Zukunft zweimal überlegen, ob er sich eine neue Nintendo-Konsole anschafft.


Michael Voigt - PG

Klar, die Preissenkung beim Gamecube war notwendig. Aber war sie in der Höhe sinnvoll? Natürlich freut das den Kunden, für mich gleicht der jüngste Schritt von Nintendo jedoch eher einer Kapitulation. Bei jedem verkauften Gamecube verdient Nintendo 100 Euro weniger. Da hilft es Nintendo auch nicht weiter, dass sich die Verkaufszahlen (kurzfristig) vervierfacht haben. Nun argumentieren viele Gamecube-Spieler wieder: "Ja, aber Nintendo holt das Geld doch wieder über die Spiele rein." Ach, wirklich? Glaubt ihr ernsthaft, dass jemand, der den Gamecube nur kauft, weil er 99 Euro kostet, sich sechs bis acht Titel zulegt? Hoffen wir, dass Nintendo durch diese Aktion wenigstens neue Fans gewinnen konnte, die auch bei der nächsten (dann teuren) Konsolengeneration dabei sind.
Dass der Preis für den GBA SP zu hoch ist, ist ja bereits erwähnt worden. Besonders die Spiele sind definitiv zu teuer. Beim Ur-Gameboy musste ich ja auch keine 100 DM bezahlen, oder? Andererseits, irgendwovon muss der Gamecube ja subventioniert werden (M$ lässt grüßen).


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