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Seite 6: Taschendiebe: Handhelds und Raubkopien

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Autor: Khalil Böller

Kategorie: sonstiges
Umfang: 6 Seiten

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Game Boy Advance Artikel vom 18.07.2005






Fazit:

Wenn man über die Masse der kommerziellen Raubkopien nachdenkt, wird einem vernünftigen User schnell klar, dass da keine Gelegenheitskopierer dahinter stecken, sondern das organisierte Verbrechen, an deren Hintermänner kaum ein Rankommen ist und für die Raubkopien ein Markt mit enormen Gewinnspannen darstellt. Spätestens jetzt muss man sich fragen, was wohl mit dem Geld geschieht, was da erwirtschaftet wird.


Doch Raubkopien mit einer Art Robin Hood Mentalität verbreiten ist kaum besser; wer sich Zocker schimpft, der bezahlt seine Software und begreift, dass Spiele in der Entwicklung Geld kosten und Entwickler für ihre Mühen entlohnt werden müssen – wenn man Wert auf Vielfalt und innovative Spiele legt. Kopieren gefährdet nicht nur eine Menge Arbeitsplätze, sondern schadet langfristig unserem Hobby.

Selbst wenn keine kommerziellen Interessen bei Releasegroups dahinter stecken und die Intension eher der Erhalt von Spielen ist - ein Schaden entsteht dadurch ebenfalls - und spätestens wenn eine Releasegroup ihr Intro in einer kommerziellen Kopie wieder findet, ist klar, wozu ihre Arbeit allzu oft missbraucht werden kann.


Aber auch die Industrie darf sich nicht nur hinter Gesetzestexten verstecken und einzig und allein durch ihre z.T. sehr krude Abschreckungspolitik potentielle Kunden zu vergraulen; es liegt an ihr, durch neue Absatzmodelle und Preisgestaltungen und durch sinnvolle, ehrliche Aufklärung Raubkopien für den Kunden uninteressant zu machen.





Denn auch wenn der viel beschworene Videospielcrash wie in den 80ern bisher ausgeblieben ist; für eine Industrie, die inzwischen Millionen in die Entwicklung von Geräten und Spielen stecken, könnten Kopien irgendwann zum Stolperstein werden.


Und vielleicht wäre es besser, wenn beide Parteien sehen würden, dass es an ihnen liegt, wohin der weitere Weg führen wird:


Der Kunde muss seiner Verantwortung als Konsument gerecht werden, die Industrie wiederum muss ihrer Verantwortung als Hersteller gerecht werden – nur so kann man unser aller Hobby möglichst lange am Leben erhalten.



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