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Seite 3: Taschendiebe: Handhelds und Raubkopien

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Autor: Khalil Böller

Kategorie: sonstiges
Umfang: 6 Seiten

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Game Boy Advance Artikel vom 18.07.2005






Heute hat sich zudem geändert, dass kommerzielle Raubkopierer versuchen, eine 1:1 Kopie als Original zu verkaufen; meistens sind die Unterschiede für Laien kaum zu erkennen, Verpackung und Spielanleitung bewegen sich meistens sehr nah an der Qualität des Originals.

Man kann meist nur am Modul an sich Abweichungen zu den Originalen erkennen; fehlende Logos oder aber auch abweichende Chiparchitektur verraten die Kopie.










Der „Vorteil“ der Raubkopierer liegt darin, dass diese Kopien meistens kaum auffallen und man dadurch den Gesetzeshütern und Firmenanwälten durch die Lappen geht.

Gerade bei elektronischen Auktionshäusern oder anderen elektronischen Plattformen ist ein riesiger Absatzmarkt für Kopien entstanden, da man oft über Photos nicht erkennen kann, dass es sich um eine Kopie handelt.


Das Nachsehen hat dann meistens der Kunde, wenn er sein Spiel nach Erhalt auspackt und ihm beim Starten des Spiels fröhlich Hackerlogo entgegen springt. Sitzt der Anbieter dann noch im Ausland, bleibt einem meist nur die Möglichkeit, die Firmen auf den Anbieter aufmerksam zu machen – auf dem finanziell entstandenen Schaden bleibt man jedoch sitzen.


Lange Zeit waren Nintendos Versuche, diesen Markt zu unterbinden, eher halbherziger Natur, was sich aber inzwischen doch geändert hat; seit Nintendo auf kommerzielle Raubkopierer mit entsprechender Härte reagiert, werden immer wieder Erfolge wie der Fall in England gemeldet, jedoch ist an die Hintermänner und Hersteller weiterhin kaum ein Rankommen.


Freie Spiele für freie Bürger: Das Internet & die „Robin Hood“-Mentalität

Mit dem Verbreitung vom Internet und PC änderte sich auch die Raubkopiererszene; durch schnelle Übertragungsraten war es jetzt möglich, Software auch zum Download im Netz anzubieten.


Auch gewisse Zweige in der Industrie haben dies erkannt, so fanden bald so genannte Flash-Linker-Roms ihren Weg in den Handel. Mit diesen Modulen und entsprechender Software für den PC war es möglich, Software auf ein Modul zu packen und vom GB/GBA aus zu starten.

Wurde diese Möglichkeit vor allem von der so genannten Homebrewszene gefeiert, war es doch endlich möglich, selbst programmierte Spiele auf dem GB/GBA zu
entwickeln, wurden diese Module auch für Raubkopien missbraucht.


Preislich sind Flashroms zwar deutlich teurer wie normale Module, jedoch boten Flashroms meist mehr Speicherplatz als ein normales Modul, und wurde deswegen auch vom Kunden angenommen. Je nach Größe des Flash-Moduls konnte man eine stattliche Anzahl an Spielen auf das Modul packen, die Spiele fand man meist auf einschlägigen Romseiten und in den Tiefen der IRC-Channels.


Stecken hinter einigen dieser Seiten sicherlich auch hehre Absichten wie der Erhalt und die Archivierung von Software, ging es anderen Seiten definitiv um Anerkennung in der Raubkopiererszene, ohne dabei die möglichen Folgen zu beachten.

Auch wenn die meisten dieser Seiten kostenlos sind, ist es inzwischen an der Tagesordnung, den Traffic über äußerst fragwürdige Links (Dialer!) und Donations (Spenden) zu finanzieren.

Wer auf diesen Seiten einen falschen Link anklickte, konnte sich schnell einen Dialer oder Ähnliches einfangen. Und auch die sogenannten „Roms“ an sich waren öfters mit Spyware, Würmern und Viren garniert; wer sich nicht auskannte, konnte sehr schnell seinen PC über den Jordan jagen. Und natürlich sind Tauschbörsen aller Art ebenfalls ein beliebter Platz, sich Software für sein Handheld zu besorgen – mit den gleichen Risiken wie auf den Websites…


Inzwischen ist jedes Spiel auf diesem Wege zu bekommen, selbst Module mit spezieller Technik wie „Boktai“ werden mit einem so genannten Crackfix versehen, dass man es auch mit einem Flashrom spielen kann.


Viele dieser Seitenbetreiber helfen zudem, Mythen wie „Software ist zu teuer“, „man kann ein Rom 24h testen“ oder aber „wenn du das Original besitzt, darfst du es dir runterladen“ zu verbreiten.

Jeder diese Aussagen ist komplett falsch; natürlich waren Spiele auf diesen Seiten kostenlos, nur fielen für die Anbieter keinerlei Kosten für Herstellung, Vertrieb u.s.w. an.
Auch die anderen Behauptungen lassen sich mit einem Blick auf die Gesetzeslage widerlegen.


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