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Play-Yan: Nintendos Movie und Mp3 Player im Test

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Autor: Kevin Jensen

Kategorie: hardware
Umfang: 1 Seiten

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Game Boy Advance Artikel vom 18.04.2005





Multimedia - Dieses zeitgemäße Trendwort bringen viele Personen nun in Zusammenhang mit portablen Endgeräten. Sei es zum Beispiel der unglaublich beliebte iPod, der in der neuesten Version neben Musikwiedergabe auch mit Photodarstellung ausgestattet wurde. Oder denke man an Pocket PC oder Handys, die täglich neue Features bekommen. Warum sollte Nintendo wenn man schon eine so breite Masse mit dem Game Boy Advance bestückt hat, nicht auch ein Stück von diesem Kuchen haben wollen. Kurzerhand wurde der Play-Yan geboren.



Ein Päckchen aus dem fernen Osten


Der Play-Yan ist ein Multimedia-Modul, welches im Game Boy Advance und dem Nintendo DS Platz findet. Mit Hilfe dieses kleinen Moduls und einer entsprechend großen SD-Speicherkarte hat man die Möglichkeit, sowohl Musik als auch Videofilme auf den beliebten Nintendo Handhelds zu betrachten. Der Play-Yan unterstützt das ASF-Format (MPEG 4) und gewöhnliche MP3 Musikstücke. Schon viele Drittanbieter haben versucht, dieses Konzept für Nintendos mobile Geräte umzusetzen. Einige mit mehr oder weniger großem Erfolg. Doch wie schaut es mit der Qualität des Nintendo Originals aus?

Nintendo hat den Play-Yan so angekündigt, dass er speziell für den Game Boy Advance SP und Nintendo DS konzipiert wurde.

Entgegen vieler Gerüchte läuft der Play-Yan auch problemlos mit dem Game Boy Advance Klassik und dem Game Boy Player für den Game Cube. Wer das Gerät auf dem Nintendo DS benutzen möchte, wird auf DS-spezifische Funktionen wie den Doppelbildschirm oder den Touch-Screen verzichten müssen. Am klassischen Game Boy Advance hat man eindeutig das Problem, dass der Bildschirm für Videos meist zu dunkel ist.

Das Multimedia-Modul kann nicht in handelsüblichen Geschäften gekauft, sondern nur direkt von der japanischen Nintendo e-Commerce Seite bestellt werden. Mittlerweile gibt es auch einige Importhändler, die das besagte Gerät anbieten.


Hat man das Päckchen geöffnet so wird man (auf einer für westliche Verhältnisse unverständlichen Betriebsanleitung) freundlich von einem neuem Nintendo-Charakter begrüßt. Die Strichmännchenfigur, die ein wenig an die Game and Watch Reihe erinnert, wird uns auch durch die Menüs des Multimedia-Moduls verfolgen.


Betrachten wir das Modul ein wenig genauer. Auf der rechten Seite des Play-Yan befindet sich ein Slot für die SD Speicherkarten. Hat man hier seine entsprechenden Media-Daten aufgespielt, kann der gewünschte Nintendo Handheld diese nun abspielen. Ein Nachteil ist, dass die SD Karte, sobald der Play-Yan im Schacht eines Handhelds ist, nicht mehr entfernt werden kann. Zum Wechseln des Datenträgers muss das mobile Gerät ausgeschaltet werden, das Play-Yan Modul entfernt und dann ähnlich wie bei den Nintendo DS Modulen durch leichten Druck auf die SD Karte diese entnommen werden.


An der Vorderseite des Play-Yan befindet sich ein Eingang für handelsübliche Köpfhörer. Diese Tatsache wird gerade bei Game Boy Advance Spielern einen enormen Vorteil darstellen, da sie nicht mehr mit dem Adapter rumlaufen müssen, um mit Kopfhörern zu hantieren. Aber auch sonst sollte man aus Qualitätsgründen den Kopfhörer-Eingang vom Play-Yan nutzen, denn sonst kommt es zu Verlusten und leichten Kratzgeräuschen.






Panasonic meets Nintendo:


Für 1000 Yen oben drauf, erhält der Käufer zum Play-Yan zusätzlich eine mini CD auf dem sich eine spezielle Version des „Media Stage for Nintendo“ aus dem Hause Panasonic befindet. Dies ist eine Komprimierungssoftware und sorgt dafür, dass man seine Videos auch optimal an den entsprechenden Handheld anpasst. Eigentlich ist dieses Tool für Play-Yan Besitzer unumgänglich, es ist ein Rätsel warum es nicht standardmäßig mitgeliefert wird. Doch Importfreunde sollten sich überlegen, ob sie zu dem Programm greifen sollten, denn es ist komplett auf Japanisch und hierzulande fast gänzlich unverständlich.


Bei unserer Testversion lag keine CD bei, also können wir leider nicht genauer auf dieses Programm eingehen und über Kompressionsraten sprechen. Laut Berichten unserer ausländischen Kollegen heißt es jedoch, dass das Programm zwar recht langsam sein soll, jedoch die Qualität und Größenreduktion sehr gut sein. Es gibt mehrere Standardeintellungen von 480kbps, 240x176, 30fps bis 224kbps, 240x176, 15fps.


Auf der offiziellen Homepage des Play-Yan hatten wir jedoch die Möglichkeit, einige speziell komprimierten Videos zu testen. Das übertragen der Videos auf den Play-Yan gestaltet sich mehr als einfach. So muss man das gewünschte Video im ASP Format einfach nur auf eine beliebige Stelle der SD-Speicherkarte ziehen und es kann losgehen.

Die Qualität der Videos ist besser als z.B. beim Movieadvance, vergleichsweise aber nicht so gut wie andere (speziell für mobile Videomöglichkeiten ausgestattete) Konkurrenzprodukte. Sorgen um zu geringe Helligkeit muss man jedoch nicht haben, diese kann auch während es Abspielens variiert werden. Auch in Sachen Lautstärke, kann man bequem während des Betrachtens seine gewünschten Einstellungen vornehmen.




So schallt es aus dem Play-Yan


Wer genug von mobilen Videos hat kann mit dem Play-Yan auch seine heimische MP3 Musik abspielen. Hier eignet sich der Game Boy Advance SP, aufgrund der geringen Größe optimal dazu aus dem Spielehandheld einen MP3 Player zu machen. Mit dem Nintendo DS hat man etwas mehr zu schleppen. Wir haben das Gerät mit einer großen Fülle an Musikstücken getestet und eines muss man Nintendo lassen, sie wissen es, Qualitätsprodukte zu machen.


Der Sound kommt gut und klar über die Kopfhörer. Über die Lautsprecher des Handheld kann man zwar auch seine Musik abspielen, dennoch sind Köpfhörer ratsam. Neben zahlreichen Lautstärkeeinstellungen gibt es auch die Möglichkeit über integrierte Einstellungen die Bassstärke zu verändern. Um Energie zu sparen, kann man auch die grafische Oberfläche in den Standbymodus versetzten, wenn man zum Beispiel den GBASP in der Hosentasche hat. Schade ist, dass man die L und R Knöpfe nicht zur Steuerung der Sounds genutzt hat. So könnte man zum Beispiel bei zusammengeklapptem Handhelden in der Tasche noch durch die Lieder schalten. Dies ist aber nicht möglich.


Der Play- Yan spielt gewöhnliche MP3 Daten ab und man braucht vorhandene Lieder nicht erst zu konvertieren. Bis zu 90 verschiedene Ordner kann die Software gleichzeitig darstellen, was eigentlich ausreichen sollte. Wer jedoch Play Listen erstellen möchte, wird enttäuscht sein, dies geht nicht.
Was sehr niedlich gemacht wurde, ist die grafische Oberfläche des Play-Yan Programms. Wie oben schon genannt begleitet uns durch die Menüs eine Strichmännchenfigur. Daneben gibt es zwei wählbare Farbschemata. Einmal in dunkel bzw. recht schwarz gehalten und einmal in hell mit vielen Weißtönen.




Was wäre ein Nintendoprodukt ohne Spiele?


Nintendo hat sich als zusätzliches Gimmick für den Play-Yan etwas Spaßiges einfallen lassen. So wurden seit dem Release in bestimmten Zeitabständen Minispiele für das Multimedia-Modul veröffentlicht. Diese kann man mühelos von der Homepage herunterladen und auf die Speicherkarte ablegen. Die Spiele an sich sind etwa 600Kilobyte große ASF Dateien die im Movieabschnitt des Play-Yans abgespielt werden können. Diese Spiele sind natürlich nicht sehr komplex. Um ein Beispiel zu nennen wäre da Bat. Ein Baseballspielchen, indem es nur die Aufgabe ist, einen herankommenden Ball weg zu schlagen. Das Einfachste vom Einfachsten, ohne Highscore ohne alles. Nur ein nettes Gimmick für zwischendurch.


Fazit:

Der Play-Yan kann in Sachen Soundqualität überzeugen. Gerade für Game Boy Advance Besitzer könnte es eine gute Alternative sein, eigene Musikstücke mobil anzuhören. Die Videoqualitäten sind zwar besser als direkte Vergleichsprodukte wie der Movie Advance, dennoch gibt es hier weitaus bessere Konkurrenzprodukte. Schade, dass man nicht die Möglichkeit hat, den Play-Yan zum Beispiel über einen speziellen Kopfhörer zu steuern. Das wäre noch das Tüpfelchen auf dem „i“ und eventuell für einige mehr ein Kaufgrund. Eines hat Nintendo jedoch wieder unter Beweis gestellt. Von Qualität verstehen sie was. Wir sind gespannt ob das noch sehr exotische Gerät es auch hier im Westen schafft einige Käufer zu finden.



Kevin Jensen für PlanetDS.de


Vielen Dank an Golden Shop für die freundliche Bereitstellung des Testmusters.


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