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Interview mit dem Printmagazin N-Zone

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Autor: N-Freak

Kategorie: interviews
Umfang: 1 Seiten

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Game Boy Advance Artikel vom 20.07.2003






Name: Fabian Sluga

Alter: 23 Jahre

Position: Leitender Redakteur

Magazin: N-ZONE

Verlag: Computec Media AG






PG.de: Was genau ist Ihre Aufgabe als Redakteur bei der N-ZONE? Welche Tätigkeiten fallen in Ihren Aufgabenbereich?




Fabian Sluga: Redakteure bei der N-ZONE haben die Aufgabe, Spiele einzuschätzen, Artikel zu verfassen, Screenshots zu erstellen und auszuwählen, den Kontakt mit den Herstellern zu pflegen, das Layout zu betreuen und zu recherchieren. Als leitender Redakteur bin ich darüber hinaus noch für die Organisation zuständig und trage die Verantwortung, dass alles ordnungsgemäß läuft.



PG.de: Was halten Sie im Allgemeinen von Online Mags und für wie wichtig halten Sie diese? Sind Internetmagazine wie PG.de eine Konkurrenz?



Fabian Sluga: Online-Magazine sind ein Ergebnis des Internetzeitalters und eine weitere sehr interessante Informations-Quelle. Aufgrund der täglichen Aktualität dieser Seiten, können sie durchaus eine Konkurrenz für Printmagazine darstellen. Allerdings möchten viele Leser auch gar nicht auf den Komfort verzichten, ein Magazin an jedem beliebigen Ort lesen zu können. Mal ganz davon abgesehen, dass ein Großteil unserer Leser nicht täglich auf das Internet zugreifen oder noch gar keinen Interzugang hat. Darüber hinaus versuchen wir uns natürlich stets mit exklusiven Inhalten und Reportagen abzusetzen.



PG.de: Die N-ZONE besitzt als eine der wenigen Print-Mags ein Online Portal, in dem sich Leser austauschen können. Für wie wichtig halten Sie die Kommunikation unter Ihren Lesern?




Fabian Sluga: Unser Online-Portal ist sehr wichtig. Hier haben unsere Leser nicht nur die Möglichkeit, sich untereinander über Nintendo und alles Mögliche auszutauschen, sondern können uns auch mitteilen, was ihnen am Heft gefällt oder nicht. Hier können sich die Leser jedoch nicht nur mit den Redakteuren der N-ZONE austauschen, sondern auch mit Vertretern der Industrie, wie z.B. bei unserem wöchentlichen Chat mit Nintendo. Wir werden unsere Online-Präsenz in Zukunft weiter ausbauen.



PG.de: Die N-ZONE ist auch eines der ältesten Nintendo Magazine auf dem deutschen Markt. Müssten Sie mit wenigen Schlagwörtern beschreiben, was speziell die N-ZONE derartig erfolgreich und beliebt macht, welche wären diese?



Fabian Sluga: Aktuell, unabhängig, kritisch, optisch ansprechend - und stets darauf bedacht, die Wünsche der Leser zu berücksichtigen.



PG.de: Ihre Zielgruppe ist- wie man es den Statistiken entnehmen kann- vornehmlich männlich [82,3%]und im Alter von 10-29 Jahren. Wie versuchen Sie, die N-ZONE sowohl inhaltlich als auch optisch dem großen Spektrum dieser Zielgruppen gerecht werden zu lassen?




Fabian Sluga: In der Tat ist es leider immer noch so, dass ein Großteil unserer Leser männlich ist. Gegen Männer an sich spricht ja nichts, aber wir würden uns bestimmt alle mehr videospielende Mädels wünschen, oder nicht? ;-) Wie unsere Studien ergeben haben, ist der Durchschnitt unserer Leser mittlerweile 18 Jahre alt. Erstaunlich, wenn man bedenkt, dass Nintendo immer noch mit einem „Kiddy-Image“ kämpft, nicht wahr? Das tolle an Nintendo-Software ist aber, dass es ein breites Spektrum an Erwachsen-ausgerichteten Spielen gibt, sowie Titel die eine jüngere Zielgruppe oder die ganze Familie ansprechen. Wir versuchen einen guten Themen-Mix zu finden und verstärkt unsere mittlerweile erwachsenere Hauptzielgruppe anzusprechen. Wir wollen einfach ein cooles Heft machen, mit exklusiven Inhalten, aktuellen News, Reportagen, Vorschauen und Testberichten. Und dies interessiert den 12jährigen genauso wie den 40jährigen.



PG.de: Durch Ihre findigen Auslandskorrespondenten in den Vereinigten Staaten als auch in Japan ist Ihnen eine stetig aktuelle Berichterstattung bezüglich der Marktlage in 2er der wichtigsten „Videospiel-Länder“ möglich. Welche Tätigkeiten fallen in den Aufgabenbereich der Auslandskorrespondenten und wie handhaben Sie die Zusammenarbeit mit Ihnen (Kontakt etc.)



Fabian Sluga: Unsere Auslandskorrespondenten haben die Aufgabe, den Markt zu beobachten und uns regelmäßig mit aktuellen Einschätzungen und Informationen zu versorgen. Dabei steht der Besuch bei wichtigen Videospielmessen genauso im Programm, wie die Stippvisiten bei den Entwicklern. Die Kommunikation erfolgt dabei in der Regel per E-Mail.





PG.de: Eine viel gestellte Frage: Werden die Komplettlösungen von der Redaktion verfasst, oder werden Sie mit entsprechendem Material (Levelkarten etc.) vom Hersteller versorgt?


Fabian Sluga: Wir haben eine eigene Tipps&Tricks-Abteilung, die sich auf das Verfassen von Komplettlösungen und Kurztipps spezialisiert hat. Ihre Aufgabe ist es, unseren Lesern sinnvolle aber vor allem auch einfache Wegbeschreibungen oder Tipps zu aktuellen Spielen zu geben. Schwierige Stellen werden dabei anhand von Screenshots erklärt. Wenn notwendig, werden auch Karten erstellt. Gelegentlich werden wir auch von Herstellern mit Material versorgt.




PG.de: Wie ist es, die Nachfolge des „Club Nintendo“ -Magazins angenommen zu haben? Kann man da noch objektiv sein?


Fabian Sluga: Wir sind seit dem Start der N-ZONE im Jahr 1997 ein unabhängiges Nintendo-Magazin. Unsere Aufgabe ist es, unseren Lesern mitzuteilen, was sie kaufen können und was nicht. Dies hat sich durch das Einstellen des Club Nintendo-Magazins nicht geändert. Würden wir unsere Wertungen an die Wünsche der Hersteller anpassen, würden wir uns ins eigene Fleisch schneiden. Denn welcher Leser würde ein Heft noch mal kaufen, auf dessen Einschätzungen man sich nicht verlassen kann?



PG.de: Nachdem Rareware die Lager wechselte und es auch so etwas ruhiger um Nintendo wurde, interessiert die Frage: Wie sehen die Redakteure der N-ZONE die Zukunft Nintendos? Wird sich Nintendo gegenüber den scheinbar übermächtigen Gegnern aus dem Hause Microsoft und Sony erwehren können?





Fabian Sluga: Über diese Frage wird zurzeit sehr viel diskutiert, insbesondere nach dem der GameCube zwar einen soliden aber alles andere als durchschlagenden Erfolg hatte. Was man dabei aber nicht vergessen sollte, Nintendo hat in der über 100jährigen Unternehmens-Geschichte nicht ein einziges Mal Verlust gemacht. Selbst in schwierigen Zeiten, hat Nintendo es stets geschafft Gewinn zu erwirtschaften. Außerdem sind Nintendos Kriegskassen mit gut sieben Milliarden Dollar gut gefüllt. Allerdings würde ich persönlich mir durchaus ein etwas aggressiveres Vorgehen seitens Nintendo wünschen, insbesondere in Sachen Marketing. Und ich hoffe, dass Nintendo die Zeichen der Zeit erkannt hat, und den Ankündigungen intensiver mit den Drittherstellern zusammen zu arbeiten, folgen wird. Sorgen um Nintendo mache ich mir derzeit allerdings keine.



PG.de: Nachdem vielen GBA-Besitzern die Remake-Welle [z.B.: die Mario Reihe; Zelda etc.] negativ aufgefallen ist: Wie stehen Sie zu all den Remakes aus SNES Zeiten?


Fabian Sluga: Ich persönlich finde es auch sehr schade, dass es sich bei so vielen Spielen lediglich um Remakes handelt. Ich habe die meisten dieser Spiele bereits vor zehn Jahren gespielt. Allerdings sollte man auch berücksichtigen, dass viele GBA-Besitzer diese Spiele noch nie gespielt haben. Und Mario oder Zelda sind einfach grandiose Spiele, die sich heute noch genauso gut spielen, wie vor zehn Jahren.




PG.de: [An die gesamte Redaktion]: Wie lautet Ihr jeweiliges Lieblingsspiel (gleich, welche Plattform/PC)?



Fabian Sluga: Mario Kart, SNES, dieses Spiel war damals einfach Revolutionär und hat mir so viel Spaß gemacht, wie kaum ein anderes Spiel. Half Life (dt. Version), PC, der vielleicht beste Ego-Shooter aller Zeiten!



Kerstin Springer: Mario Kart, SNES, kein Spiel hat mich derart vor den Bildschirm gefesselt. Derzeit The Legend of Zelda: The Wind Waker.



Udo Crnjak: Ikaruga, Dreamcast, und Radiant Silverrgun vom Saturn. Weil ich ein absoluter Ballerfan bin und die Spiele einfach genial und innovativ sind. Derzeit: Metroid Prime (das Teil ist der absolute Hammer) und The Legend of Zelda: The Wind Waker.



Vielen Dank an das N-Zone Team für die freundliche Unterstüzung.



Das Interview wurde geführt von Christian Thol | N-Freak

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