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Movieadvance Version 2.0

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Autor: Iceman

Kategorie: hardware
Umfang: 1 Seiten

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Game Boy Advance Artikel vom 06.03.2004




Multimedia-Freaks aufgepasst, der Game Boy Advance Movieplayer geht in die zweite Runde!


Es gibt viele, denen es mehr am Herzen liegt, einen Film unterwegs auf Konsolen zu schauen, als ein gutes Game zu zocken. Und auch Nintendo hat sich für die Technikfans aus Japan entschlossen, einen hauseigenen Multimedia-Abspieler für Unterwegs anzubieten. Doch noch ist nicht bekannt, ob das Gerät, welches auf den Namen Play-Yan hört, auch in Europa herauskommen wird. Aber warum warten? Wir haben uns erneut mit unserem freundlichen Shop aus Hong-Kong unterhalten, worauf dieser uns prompt eine alternative Lösung anbot.

Einige von euch haben ihn bereits im Game Boy Advance Slot stecken, andere waren eher skeptisch. Doch wie Eingangs erwähnt geht der Movieplayer in die zweite Runde, denn im fernen Osten schläft die Konkurrenz selten und so ist klammheimlich still und leise ein Konkurrenzprodukt erschienen.


Welche Vor- und Nachteile die neue Version des Movieplayers besitzt, ob sich ansonsten noch etwas geändert hat, mehr dazu im ausführlichen Testbericht zum kleinen Modul.



Erste Schritte

Als nach etwa ein bis zwei Wochen das Päckchen die harte Reise aus China hier her geschafft hat und gleich in der Planetgameboy.de-Redaktion ausgepackt wurde, staunten wir nicht schlecht. Im Vergleich zum alten Movieplayer hat sich hier ganz schön was geändert, nämlich die Größe. Erinnerte der Vorgänger noch an einen futuristischen Rasierapparat, so ist die neue Edition des Movieplayers kaum größer als ein Game Boy Color Modul.

Natürlich konnte dies nicht einfach so von statten gehen und das Gerät wurde auch nicht durch eine Wundermaschine geschrumpft. Nein, es wurde sinnvollerweise einfach auf den zweiten Modulschacht für die Game Boy Advance Spiele verzichtet.
Die Verarbeitung des Moduls wirkt viel professioneller als zuvor beim Riesenmodul des Vorgängers und auch in Sachen Kommunikation hat sich einiges getan. So liegen neben dem Modul eine CD mit entsprechender Software und eine englische Anleitung im Päckchen. Wer dennoch nicht so recht weiß, was man alles mit dem Gerät anfangen kann, sollte einen Blick auf Movieadvance.com werfen. „Da werden sie geholfen.“

Nichtsdestotrotz installieren wir die Software und der Movie und Music Converter sind die neuen Nachbarn von Arbeitsplatz und Papierkorb.



1100101:

Compact-Flash Karte eingelegt und es kann losgehen! Um einmal schnell etwas auf die Karte zu werfen, wird erstmal der Music Converter angeklickt, schließlich ist die Umwandlung von Musik weniger aufwendig als die von Filmmaterial.
Und siehe da, es geht alles ganz einfach! Wie beim Vorgänger zieht man per Drag and Drop die Musikdatei in das Programm und wählt noch schnell die Output-Location, also den Ort, an dem das konvertierte Musikstück landen soll. Ein weiterer Klick auf Convert... und innerhalb kürzester Zeit ist der Prozess beendet. Das war’s? Kein weiterer Hokuspokus? Scheinbar nicht, also den Kartenleser angeschlossen, die Datei rüber geworfen, Karte in den GBA gesteckt und aktiviert....



Music ist the key

Nachdem verdeutlicht wurde, dass dieses Produkt über keine Nintendo Lizenz verfügt und somit die Benutzung auf eigenes Risiko erfolgt, öffnet sich ein helles, übersichtliches Menü. Hier können folgende Punkte ausgewählt werden: Movie, Music, Image, FC-Game, E-Book und Help. Hier hat sich so einiges getan. So ist es möglich, Bilder zu betrachten. Die Farbzahl des Game Boy Advance ist zwar beschränkt, jedoch können sich auch gespeicherte Bilder gut anschauen lassen. Für Hobbyentwickler dürfte der NES-Emulator interessant sein, denn so können selbst entwickelte Programme für das 8-Bit System auf dem Game Boy Advance getestet werden.

Doch lange Rede, kurzer Sinn. Wir wollten doch eigentlich unsere aufgespielte Musik anhören. Wir wählen also im Menü den Unterpunkt Music aus und schon schallt uns unser Lieblingsstück entgegen. Die Qualität ist dabei nicht von schlechten Eltern und muss sich beim Einsatz von Kopfhörern nicht verstecken. Wenn man bedenkt, dass das Gerät kompatibel für Speicherkarten von bis zu zwei GB ist, kann sich mancher MP3-Stick verstecken. (Anm. d. Red: Ja, ja, schon gut, ein iPod ist es noch nicht… ) Jedoch sollte man darauf hinweisen, dass das Gerät nur Compact Flash Karten des Typus 1 mag, Typus 2 ist einfach nicht seine Geschmacksrichtung.

Movie time - Ich bin dein Vater, Luke!

Die Umwandlung eines Videos gestaltet sich etwas komplizierter als die einer einfachen MP3. Hier müssen einige Einstellungen mehr beachtet werden, um ein brauchbares Endergebnis zu bekommen. So zumindest die erste Überlegung, wenn man an Filmkonvertierungen im Allgemeinen denkt. Doch dank der guten Software des Movieadvance wird selbst diese "Arbeit" zum Kinderspiel... zumindest fast.
Wie schon zuvor wird die Applikation auf dem PC gestartet und sieht dieses Mal auch etwas anspruchsvoller aus. Viele verschiedene Einstellmöglichkeiten verwirren zunächst und hätten über eine gute Anleitung sicher erklärt werden können. So bleibt einem nur das Ausprobieren. Dafür werden in einem kleinen Help-Fenster in der Ecke die ersten Schritte erläutert.

Per Drag und Drop ziehen wir unseren Testkandidaten in das Fenster. Für den Test begnügen wir uns wieder mit einer Yu-Gi-Oh Folge, die als Zeichentrick keine besonders hohe Qualität benötigt. Nachdem wir uns an die Einstellungen des Hilfefensters gehalten haben, genügt wieder ein Klick auf Convert und der PC beginnt zu Rechnen. Und das nicht zu knapp! Hier merkt man schnell, dass man besser auf einen flotten Rechner zurückgreifen sollte. Während die erste Konvertierung auf einem Pentium 3 mit 800Mhz recht schleppend lief, flutschte das Umwandeln auf einem Pentium 4 mit 3,0 Ghz nur so dahin und war sogar schneller als Echtzeitkonvertierung. Mit einem Rechner unterhalb des 700Mhz sollte man also nicht auf den Movieadvance zurückgreifen, es sei denn, man hat viel, viel Zeit.


Problematisch wurde es jedoch, als die Größe der Datei bestimmt werden sollte, die am Ende auf der Compact Flash Karte landet. Zwar existiert die Funktion "Nicht größere Dateien als...", diese ist jedoch mehr als unzuverlässig und so kamen am Ende statt nur einer gleich acht unterschiedlich große Filmschnipsel heraus, alle zwar nicht größer als die angegebenen 15MB, aber trotzdem: 15MB mal acht ist immer noch zu viel.

Nach einer Konvertierung auf die Größe der Karte (128MB, wir erinnern uns) ging es dann jedoch besser, da nur zwei Dateien ausgespuckt wurden: Eine Video- und getrennt eine Audiospur, die beide per Kartenleser rübergeschickt werden müssen. Denn sonst fehlt entweder das Bild (bei Filmen wirklich nicht sinnvoll) oder der Ton, der sich dann auch als Music-File anhören lässt ("Wir hören einen Film").




Hier kömmt der TÜV – Qualitätscheck

In Sachen Qualität bin ich immer noch begeistert, was man aus dem Game Boy Advance alles rausholen kann. Obwohl die Farbanzahl des Game Boy Advance limitiert ist, können sich die Videos und Bilder sehen lassen. Schlieren und Ruckler findet man nur sehr selten und die Audio-Qualität ist nicht von schlechten Eltern. Das Bild bleibt selbst bei schnellen Bewegungen erkennbar, wobei sich natürlich auch je nach Ausgangsmaterial die Aufnahmen verschlechtern können. Für Zeichentrick reicht es aber aus.

Doch nicht nur Animes sehen okay auf dem GBA-Display aus, auch der zweite Test mit einem kurzen Trailer eines aktuellen Kinofilms zeigt, dass die Qualität des Movieadvance sehr, sehr gut ist. Pixelfehler verzeiht man durch das kleine Display sowieso eher, einen Test des Geräts auf einem GBA-Player und auf dem großen Fernseher haben wir uns aber erspart - Das Ergebnis kann man sich denken... Insgesamt kein großer Vorsprung gegenüber dem Vorgänger, aber akzeptabel.


Weitere Features und Steuerung

Die Navigation durch das Menü verläuft einfach und intuitiv. Filme können beliebig vor- und zurückgespult oder pausiert werden. Unterstützt werden sämtliche gängigen Windows-Film-Formate, den richtigen Decoder auf dem PC vorausgesetzt. Weitere Typen werden durch Updates in Zukunft unterstützt , was einen ausgezeichneter Kundenservice darstellt!

Neben den alten Funktionen wie dem Movie- und Audio-Player und der Ebook-Funktion, mit der einfache TXT-Dateien gelesen werden können, ist es nun möglich, Bilder anzuzeigen und für Hobbyentwickler das NES zu emulieren (und sogar GBA bis 256kB).


Musikhören während man ein Buch liest, ist eine gute Einrichtung. Ein Vorteil des hervorragenden Supports, ist dass es mittlerweile via Update der Firmware, möglich ist Umlaute bei den E-Books zu lesen und auch Bookmarks zu setzen. Endlich kann diese Funktion komplett genutzt werden! Beim Lesen aktiviert dir R-Taste den letzten angewählten Song, für Musikuntermalung bei der Lektüre ist also zumindest gesorgt.


Fazit:

Wie zuvor können wir auch die zweite Edition des Movieadvance allen Film- und Multimedia-Freaks, die immer den neuesten Schnickschnack haben müssen, ans Herz legen.

Wer sich unterwegs seine Lieblingsserie anschauen möchte, oder ein wenig Musik hören will, ist mit diesem kleinen Gerät ausreichend versorgt.
Wer jedoch einen richtigen Film unterwegs sehen will, der sollte sich besser einen GP32, N-Gage oder am besten gleich eine Playstation Portable zulegen. Die Komprimierungsrate ist recht schwach, der Film behält viel von seiner ursprünglichen Größe bei. Mit großen Compact Flash Karten kann man dieses Manko zwar umgehen, andere Geräte bieten hier aber Besseres.
Der größte Vorteil an der zweiten Version ist jedoch die angenehme Größe und die sichtbar bessere Verarbeitung. Auch die neuen genannten Features sind lobenswert.

Der Movieadvance 2nd Edition ist eindeutig ein witziges Gerät für Fans von mobiler Multimedia.


Kevin Jensen für PlanetGameboy.de


Vielen Dank an Golden Shop für die freundliche Bereitstellung des Testmusters.


Kontakt: TEL (852) 2387 2840 FAX (852) 23600512

info@goldenshop.com

Direkt Kaufen Lieferzeit etwa 2 Wochen.


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