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Das 2. Jahr GBA...

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Autor: Sagat

Kategorie: sonstiges
Umfang: 2 Seiten

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Game Boy Advance Artikel vom 24.06.2003



Das 2. Jahr GBA. . . es geht weiter!




Anlässlich des zweiten Geburtstages unseres Lieblingshandhelds führen wir nun unseren Spielerückblick nahtlos fort (siehe Der GBA wie alles began...). Erlebt die entscheidenden Momente im zweiten Lebensjahr des GBA noch einmal, wenn ihr unseren Rückblick lest.



Die dramatische Handlung endete im Mai 2002 in einem tiiiefen Sommerloch. Dieses dauerte bis Juni an - aber inzwischen hatte ein Spiel das Licht erblickt, das für viele noch immer der unübertroffene Überflieger auf dem GBA ist - die Rede ist von Tactics Ogre - The Knight of Lodis von Quest. Leider ist das Spiel bis heute nicht in Europa erschienen - trotzdem sahnte es weltweit gute Kritiken ab und bekam von wackeren PG.de-Mitgliedern auch eine eigene Fansite -




Anfang Juli dann machte sich allgemeine Ernüchterung breit - alles, was an Spielen herauskam, waren Umsetzungen, Remakes, Umsetzungen und, nicht zu vergessen, Remakes. Darunter waren einige gute, wie zum Beispiel das zeitlos schöne Breath of Fire 2, aber auch einige Gurken, die in diesem Special aber keine Erwähnung verdient haben. Am 12. Juli endlich gab es wieder einen Grund zu zittern: Bandai ließ ihren WonderSwan Crystal von der Kette - und brach damit jämmerlich ein. Spätestens jetzt war klar, der GBA ist unschlagbar und nie, nie würde es einen würdigen Gegner für Nintendo im Handheld-Bereich geben. Nein, was waren wir damals naiv. Aber weiter im Text.



Und weiter quälten wir uns durchs Sommerloch, bis Anfang August der so genannte TV Tuner von sich Reden machte, mit dem man Fernsehprogramme auf dem kleinen GBA-Bildschirm empfangen konnte. Ein interessantes Gimmick war er auf jeden Fall, aber eben kein wirklich neues Game. Auch die Mini Cam, die ein paar Wochen später herauskam, war natürlich nicht mehr als ein lustiges Zubehörteil.

Den restlichen August verbrachten die GBA-Spieler mit dem sehnsüchtigen Warten auf Spiele wie Metroid Fusion und Pokémon, die noch für 2002 angekündigt waren. Dann, Ende des Monats, tauchte erneut ein Gerücht auf, dass ein neuer, verbesserter GBA in Arbeit sei. Nintendo-Angestellte dementierten zwar fleißig, aber man dachte sich seinen Teil. Kurz darauf fingen zwei Spielemessen an; bei beiden war Nintendo nicht anwesend - die ECTS in London und die Games Convention in Leipzig - leider gab es dort aus eben diesem Grund für GBA wenig zu sehen. Zum besten Handheld-Game der ECTS wurde Super Monkey Ball Jr. gewählt.

Spiele wie CT Special Forces und Aggressive Inline zerstreuten uns Anfang September, bis eine Neuigkeit die GBA-Gemeinde aufrüttelte: offensichtlich hatte sich Nintendo von Rare getrennt. Damit standen die von der Firma für GBA geplanten Titel (Sabre Wulf, Diddy Kong Racing) in der Schwebe. Die Donkey-Kong-Lizenz würde natürlich bei Nintendo verbleiben, aber ihre eigenen Charaktere wie Conker und Banjo würde Rare mit zu Microsoft nehmen, wo man ein neues Zuhause finden sollte. Und wieder schwand eine Hoffnung für innovative neue Games dahin...

Am Ende des Monats äußerte Rare zwar , dass die Games für GBA wohl doch noch weiter entwickelt werden würden, aber wie wir heute wissen, hat sich auf diesem Gebiet, außer dem Donkey Kong Country - Remake, bislang nichts getan. Außerdem deutete Rare-Chef Hochberg an, dass Nintendo die Möglichkeit gehabt hätte, Rare komplett aufzukaufen, aber die Firma mit einem kurzfristig überzogenen Angebot komplett vergraulte. Ein schwerwiegender Fehler? Wer weiß.



Nintendo versuchte, der schlechten Stimmung mit der vermehrten Veröffentlichung von Screenshots ihrer Spiele Zelda 3 und Pokémon Advance entgegenzuwirken, und Spiele wie Castlevania - Harmony of Dissonance und Rainbow Six - Rogue Spear machten so einigen Unmut wett, als der Herbst 2002 anbrach. Gerade als sich die Nintendo-Community so halbwegs wieder gesammelt hatte, kam gleich die nächste Hiobs-Botschaft: der wurde aufgelöst und vom Team der N-Zone komplett absorbiert. Ein Schlag ins Gesicht für altgediente Nintendo-Fans, die mit diesem Magazin einen Teil ihrer Zocker-Karriere verbinden.

Ende Oktober 2002 kam dann wieder eine erfreulichere Nachricht, denn: der GBA hatte in den Verkaufslisten in Japan an verkauften Einheiten sogar die PS2 überholt. Der WonderSwan befand sich demnach - wer hätte es bezweifelt - immer weiter auf dem absteigenden Ast.

So gestärkt wollten sich die Fans gerade in einen behaglichen Winterschlaf begeben, als am Horizont ein viel ernstzunehmenderer Gegner für den GBA erschien - Nokia eröffnete den Kampf mit der Ankündigung ihres Superhandys N-Gage, auf Basis des Symbian OS, mit Hintergrundbeleuchtung, womit es dem damaligen GBA schon von vornherein haushoch überlegen war. In den nächsten Wochen gelang es Nokia noch, Taito (Bust-a-Move, Lufia) an Bord zu holen. Zusammen mit Sega, das ohnehin an der Entwicklung beteiligt war, stellte es nun ernste Konkurrenz dar. Auch Ericsson wollte mit seinem Red Jade den Handheld-Markt aufmischen. Diese unerwartete Opposition versetzte so manchen GBA-Fan, der ja sonst keine wirkliche Konkurrenz gewohnt war, in Angst und Schrecken.




So brach ein kalter November an - der uns aber mit einigen echten Prunkstücken versüßt wurde: den Anfang machte Metroid Fusion, das zwar von der atmosphärischen Dichte her nicht dem Vorgänger auf dem SNES das Wasser reichen konnte (dieser dämliche Bordcomputer), aber dennoch fesselndes Gameplay bot. Das zweite war MegaMan Zero - ein göttliches, aber für so manchen göttlich schweres Ballerspiel. Währenddessen ging es der Firma Nintendo aber nicht besser - man musste starke Gewinnrückgänge für das erste Halbjahr des Geschäftsjahres 02/03 verbuchen - wohl auf Grund der gesunkenen Nachfrage nach Konsolen. Gleich darauf aber kam - was für ein Zufall - Pokémon Ruby/Sapphire in Japan heraus und "schlug ein wie eine Bombe" (PG.de) - das, und der Erfolg des neuen Street Fighter Alpha 3, trugen dazu bei, dass die GBA-Fanatiker nicht ganz unzufrieden in die Weihnachtsferien und das neue Jahr 2003 gingen.


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