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Das dritte Jahr des GBA

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Autor: Sagat

Kategorie: sonstiges
Umfang: 4 Seiten

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Game Boy Advance Artikel vom 30.06.2004



Rückblick das 3. Jahr GBA: (Das Jahr davor... und Wie alles begann...)
Nachdem Nintendo auf der E³ 2003 gegen Sonys PSP-Ankündigung ziemlich abgestunken war, machte man sich an Schadensbegrenzung und eröffnete die Nintendo Fusion Tour, bei der Nintendo mit lauter mehr oder weniger bekannten Bands durch die Vereinigten Staaten tingelte und etwas den Coolnessfaktor der Firma aufpolieren wollte. Währenddessen hatten sich findige Hardware-Erweiterer an die Erforschung alternativer Energiequellen für den GBA gemacht und tatsächlich welche gefunden! Inwiefern aber Solarbetrieb und eine Kurbel (!) den Spieler bei Laune halten können, ist nach wie vor fraglich.

Und dann... waren die Hamster los. Mit Hamtaro - Hamham Herzschmerz erschien ein GBA-Game der knuffigen Nager. Mittels einer saftigen Portion Hamha, Digidugi und natürlich dem unverzichtbaren Knutschi und Rubbli gewannen die Hamigos nicht nur Nasreddins Herz.

Im Juli dann kündigte sich so langsam das anscheinend unvermeidliche Sommerloch an, welches Nintendo und Sony mit vollmundigen Prahlereien über ihre künftigen Handhelds zu füllen suchten: So kündigte Sony an, die PSP würde nur 99 US-Dollar kosten (was sich im Nachhinein als trauriger Witz herausstellte, aber ich will ja nicht zuviel verraten), während Nintendo einige substanzlose Anspielungen vom Stil "Der neue Gameboy wird eine tolle Auflösung und ganz doll viele Farben haben" von sich gab.



Für die Spieler weitaus spannender war Wario Ware, das Nintendo Anfang Juli auf den Markt warf. Das manisch schnelle und abartig abwechslungsreiche Spielprinzip war das ideale heiße Sommergame und ein weiterer Toptitel auf dem GBA, der in diesem Monat eine neue gute Nachricht zu verbuchen hatte: Europaweit war innerhalb von drei Monaten eine ganze Million Exemplare des GBA SP über den Ladentisch gegangen. "Also kann es Nintendo zumindest finanziell ja gar nicht schlecht gehen!", sagte sich so mancher Nintendo-Fan, bis ein paar Tage später angekündigt wurde, Nintendo wolle 10 Millionen Euro in eine Werbekampagne stecken... und zwar für Pokémon. Hier wurde den Zockern wieder eine Gelegenheit gegeben, ihre Emotionen über die, ihrer Meinung nach, grottenfalsche Geschäftsführung des japanischen Traditionsunternehmens ordentlich hochkochen zu lassen. Diese Traditionen waren es auch, die Nintendo veranlassten, eine nostalgische Version des GBA zu veröffentlichen: die Famicom Special Edition des GBA SP's im Uraltkonsolen-Kostüm war ein "Geschenk" zum Geburtstag des Famicoms (NES).



Wer sich erhoffte, auch in Deutschland eine Nintendo-Tour mit coolen amerikanischen Rockbands erleben zu dürfen, wie es in den USA mit der Nintendo Fusion Tour der Fall war, musste zwar enttäuscht werden, dafür lief im Sommer aber die Pokémon Tour 2003 vom Stapel. Für pokémonhassende Nintendospieler war diese ein mehr als grausamer Scherz, aber für alle, welche die Taschenmonster mochten, eine tolle Gelegenheit, "lebensgroße" Pokémon zu treffen, durchzuknuddeln und sich mit ihnen fotografieren zu lassen. Alles gipfelte in einer großen Pokémon Party in Berlin, wo allerdings, im Gegensatz zur Tour in Amerika, Rockstars wie Evanescence nicht mit von der Partie waren. Dafür gaben jedoch hochkarätige internationale Künstler wie Oli P. und Ben alles, was sie hatten.

Ein paar Tage später standen die neuen Pokémon-Versionen Rubin und Saphir in den Läden - und wurden allein am ersten Wochenende schon 500.000 mal verkauft. Die Menschen liebten die Pokémon und nur böse Menschen würden etwas dagegen sagen.



Rechtzeitig vor den großen Messen im Spätsommer veröffentlichte Sony die Daten ihrer PSP, die sich im Großen und Ganzen sehr beeindruckend lasen. Nintendo konnte dem mit ihrem noch nicht bekannten GBA-Nachfolger nichts entgegensetzen und machte stattdessen anderweitig von sich reden, indem man britische Händler mit rechtlichen Schritten bedrohte, falls sie Spiele wie Pokémon und Advance Wars 2 schon vor dem Europa-Release importierten. Natürlich, die Lösung dieses Problems hätten sie selbst in der Hand, indem sie einfach die Games weltweit gleichzeitig einführen, wie es andere ja auch schaffen, doch dies schien bei Nintendo wohl nicht so recht zu klappen. Doch das ist nur die Meinung des Chronisten (also mir) - auf geht's, weiter im Text, denn das nächste Kapitel im Epos "Unvergessene GBA-Kracher" wurde im August '03 mit Iridion II geschrieben, welches mit hervorragender Grafik, genialem Captain-Future-Retro-Sound und natürlich kompromisslosem Geballere auf dem GBA tatsächlich neue Maßstäbe setzte und den misslungenen ersten Teil einmal mehr in Vergessenheit geraten ließ.



So konnten die Spieler zockend und ballernd den größten Teil des Sommerlochs überbrücken, unbeirrt von dem, was wir auf PlanetGameboy.de schlicht und ergreifend als Iwatas Prophezeihungen bezeichneten: Orakelnde Worthülsen des Nintendo-Chefs, wie ein GBA-Nachfolger aussehen könnte, über deren Wahrheitsgehalt er sich offenbar selbst nicht genau sicher war. Eine dieser Prophezeihungen war aber besonders interessant für die Fans: Nach dieser würde Nintendo noch Ende 2003 ein geheimnisvolles Spiel herausbringen, das wir auf PlanetGameboy schlicht und ergreifend als Nintendos mysteriösen Game-Kracher bezeichneten, und es sollte sich, so sagte die Prophezeihung, enorm verkaufen. Nintendo-Fans saßen wie auf Kohlen - endlich mal ein neues Knüller-Spiel, endlich mal was anderes als Pokémon! So wurde uns mit einfallsreichen Weissagungen die Zeit bis Ende August vertrieben...




...und dann kam die Games|Convention. PlanetGameboy.de war natürlich vor Ort und mischte sich sowohl unter die Games-Hersteller, als auch unters gemeine Volk, um euch News zuzutragen. Newsmäßig zugetragen hat sich auf der G|C allerdings zumindest auf dem GBA-Bereich nichts, was immer noch besser war als die Präsentation der ziemlich unzweckmäßigen ersten Generation des N-Gage, der, als große Revolution angekündigt, sich "nur" als ein Handy mit für ordentliche Games zu schlechter Technik herausstellte. Nintendo indes schien die G|C sehr gefallen zu haben, denn man entschloss sich, die Standgröße im Jahre 2004 zu verdoppeln!

Anfang September kam dann aus brasilianischen Gefilden eine eigenartige Nachricht zu uns: Angeblich befand sich Nintendo mit Microsoft (ja, das Microsoft) in Gesprächen über eine neue gemeinsame Konsole. Eine Nachricht, die Wogen schlug... und ein paar Tage später vergessen war, als eine neue Meldung die Gemüter aufrüttelte: Nintendos "Mysteriöser Spielekracher" entpuppte sich, wie sollte es anders sein, als - Pokémon-Games. Und zwar nicht nur ein neuer Teil der Pokémon-Serie, sondern einfach nur ein Aufguss der allerersten beiden Teile. Die Enttäuschung war groß bei den Cracks, die sich einmal etwas richtig Neues, Originelles gewünscht hätten.

Stattdessen erfreute uns Nintendo mit einem hübschen Zahlenspiel: Rein rechnerisch wird alle 6 Sekunden auf der Welt ein GBA verkauft. Das wars? Das wars. Tja, und alle vier Sekunden verhungert ein Mensch - würden die Leute ihr Geld statt für Videospiele für die Bedürftigen ausgeben, wäre.... aber ich schweife ab. ;-)

Aber man darf Nintendo nicht Unrecht tun - schließlich wollten sie im Spätsommer '03 auch die Fans an ihrem Glück teilhaben lassen und eröffneten daher auf der offiziellen Internetseite den "Sternekatalog", wo man gesammelte Sterne von Nintendo-Produkten gegen Poster, T-Shirts und andere Devotionalien (Fremdwörterduden bitte aufschlagen) eintauschen konnte. Der Katalog wurde eröffnet... und von einer Flut gieriger Fans niedergerannt, sodass der Shop notgeschlossen werden musste, da sehr bald alles ausverkauft war.



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