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Interview mit Axel Herr (G|C 2004)

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Autor: Bastian Karweg

Kategorie: interviews
Umfang: 1 Seiten

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Game Boy Advance Artikel vom 19.08.2004






Kurz-Interview mit Axel Herr (THQ)





Nach der Pressekonferenz von Nintendo hatten wir die Gelegenheit, ein Interview mit Axel Herr zu führen. Der Geschäftsführer von THQ und frühere Managing Director von Nintendo äußert sich hierbei über die Position Nintendos am Markt und über die Zukunftsaussichten für den Erfolg des NintendoDS und Spiele von THQ:





Bastian Karweg: "Sehr geehrter Herr Herr, vielen Dank dass Sie sich Zeit nehmen uns ein paar Fragen zu beantworten.



Wie beurteilen Sie die Situation von Nintendo, jetzt und in Zukunft, speziell nach der Ankündigung des „aktiven Gamings“ und des NintendoDS?"




Axel Herr: "Nintendo steht auf dem deutschen Markt hervorragend da. Der GameCube hat sich als Plattform etabliert, hat jetzt auch Microsoft überflügelt. Der Gameboy hat sich positiv entwickelt. Mit der neuen Tribal- und der Pink Edition ist es ein perfekter Neueinstieg, eine Wiederbelebung der Marke.

Von daher sehe ich für Nintendo im Moment eine sehr stabile Gesamtsituation und ich glaube auch eine sehr, sehr positive Entwicklung hinein ins Weihnachtsgeschäft, wo Nintendo sicherlich enorm auftrumpfen wird. Gerade, weil sich das Sortiment auch im Handheld-Bereich erweitert hat.

Für die Zukunft, denke ich, ist Nintendo sehr gut positioniert. Mit dem DS hat man eine Spieleplattform, die vieles Neues bietet und zum andern profitieren sie vom "Konsumentenvorteil":

Das Produkt PSP aus dem Hause Sony richtet sich ja an eine etwas ältere Zielgruppe – man hört da von Spielern ab 18 bis ca. 34 – wohingegen der DS sehr viel "jünger" sein wird und mit dem größeren Potential auch sehr erfolgreich sein."



BK: "Wird THQ diese Entwicklung von Nintendo unterstützen und auch mit Spielen für das DS dabei sein? Und falls ja, welche Spiele dürfen wir von THQ erwarten?"



AH: "Zu unserer Entwicklung für den DS möchte ich derzeit noch nichts sagen. Aber gehen Sie bitte davon aus, dass THQ, als zweitgrößter Anbieter von GameBoy-Spielen, natürlich auch dort vertreten sein wird. Wir haben derzeit 5 Produkte – von denen ich weiß - in Entwicklung, die sich auch gleich zu Beginn hervorragend vermarkten werden. Diese setzten dann auf bekannte Charaktere und Titel, die wir jetzt schon nutzen und am Markt haben – und diese werden dann von Anfang an mit dabei sein."



BK: "Sie haben vor kurzem Ihre Position gewechselt – von Nintendo zu THQ – würden Sie sagen, dass es einen Unterschied gibt in der Firmenstruktur der Unternehmen?"



AH: "Das ist so, Nintendo ist ein klassisch geführtes japanisches Groß-Unternehmen, das sehr viel Wert legt auf Firmenphilosophie und eine bestimmte Art der Firmenkultur. Die Entscheidungswege sind etwas durchstrukturierter, auch etwas starrer mitunter. THQ ist ein amerikanische Firma, wir sind börsenkurs-getrieben. Bei uns geht es im Vierteljahres-Rhythmus – die Schlagzahl ist eine erheblich höhere. Und was der große Unterschied ist, dass die lokalen Geschäftseinheiten auch selbstständig die Märkte führen und alles selbstständig entscheiden, dass ist bei Japanern klassischerweise nicht so."





Vielen Dank an Herrn Herr für das spontane Interview

Bastian Karweg


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